Amt Wildeshausen

Großherzogtum Oldenburg
Freistaat Oldenburg
Amt Wildeshausen (1910)
Hauptort Wildeshausen
Gründung 1814
Auflösung 1933
Aufgegangen in Amt Oldenburg
Fläche 367 km²
Einwohner 10.093 (28 Einw./km²)
Dörfer und Weiler 5

Das Amt Wildeshausen war ein Verwaltungsbezirk des Großherzogtums Oldenburg und des späteren Freistaats Oldenburg. Der Sitz des Amtes war in Wildeshausen. Die Funktion der oldenburgischen Ämter entsprach weitgehend der Funktion der Landkreise im übrigen Deutschen Reich. Ein kleineres Amt Wildeshausen hatte schon bis 1810 mit unterschiedlichen Zugehörigkeiten existiert.

Geschichte

Das alte Amt Wildeshausen ging auf die Burg und die Vogtei Wildeshausen im Erzbistum Bremen zurück. Nach wechselnder Zugehörigkeit im 17. Jahrhundert gehörte das Amt Wildeshausen noch 1712 als Teil des Herzogtums Bremen zu Dänemark und wurde 1715 an das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg verkauft. 1803 erlangte das Herzogtum Oldenburg durch den Reichsdeputationshauptschluss im Tausch gegen den Elsflether Weserzoll das hannoversche Amt Wildeshausen. Von 1811 bis 1813 gehörte das Gebiet zum Kanton Wildeshausen im französischen Département de l’Ems-Supérieur.

Im Rahmen der oldenburgischen Verwaltungsreform von 1814 wurde ein neues Amt Wildeshausen gebildet, das die Stadt und die Landgemeinde Wildeshausen, Dötlingen, Großenkneten, Hatten und Huntlosen umfasste.[1] 1858 wurde die Gemeinde Hatten an das benachbarte Amt Oldenburg abgegeben. Hinrich Gerhard Kückens war von 1890 bis 1894 Amtshauptmann. Am 15. Mai 1933 ging das Amt Wildeshausen im neuen Amt Oldenburg, dem heutigen Landkreis Oldenburg auf.

Einwohnerentwicklung

Amt Wildeshausen[2] 1890 1900 1910 1925
Einwohner 8.126 8.784 10.093 12.481

Gemeinden

Das Amt Wildeshausen umfasste zuletzt fünf Gemeinden (Stand 1. Dezember 1910):[3]

Gemeinde Einwohner
Dötlingen 2590
Großenkneten 2960
Huntlosen 819
Wildeshausen, Landgemeinde 1236
Wildeshausen, Stadt 2488

Einzelnachweise

  1. Handbuch des Herzogthums Oldenburg (1825)
  2. Michael Rademacher: Oldenburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  3. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 22. Mai 2011.