Amerika21
Amerika21 ist eine deutschsprachige, unabhängige Online-Nachrichtenplattform, die sich auf politische, soziale und kulturelle Themen aus Lateinamerika spezialisiert hat. Sie wurde 2007 von Journalisten und Lateinamerika-Experten gegründet und wird ehrenamtlich betrieben. Die Webseite bietet täglich aktuelle Nachrichten, Analysen sowie Hintergrundberichte, teilweise auch in Übersetzung, mit dem Ziel, die Berichterstattung über Lateinamerika in der deutschsprachigen Öffentlichkeit zu bereichern und alternative Perspektiven, insbesondere von sozialen Bewegungen und linken Regierungen, darzustellen.
Geschichte und Hintergrund
Amerika21 wurde im Juli 2007 von dem Verein Mondial21e. V. und speziell von dessen Gründer Harald Neuber ins Leben gerufen. Ziel war es, die Informationslandschaft zu Lateinamerika zu erweitern. Die Gründer sahen in Venezuela positive soziale Entwicklungen und eine hohe politische Beteiligung in armen Vierteln, die anderen zugänglich gemacht werden sollten. Anfangs konzentrierte sich die Berichterstattung vor allem auf Venezuela, ausgeweitet wurde sie später auf andere links-regierte Länder wie Bolivien und Ecuador sowie auf die regionale Integration Lateinamerikas. Die Plattform versteht sich als eine kritische Gegenöffentlichkeit zu den etablierten Medien, die aus der Perspektive sozialer Bewegungen und teils auch kritisch gegenüber linken Regierungen berichtet.[1][2][3]
Autoren
Neben Neuber[2] gehören unter anderen auch Dario Azzellini,[4] Florian Warweg,[5] und Eva Golinger[6] zu den wiederkehrenden Autoren.
Inhalte und Schwerpunkte
Das Herzstück der Website sind ausführliche Nachrichtentexte, verfasst von Fachautoren aus Europa und Lateinamerika, sowie Kurzmeldungen zu tagesaktuellen Ereignissen. Darunter findet man auch Analysen von Intellektuellen und Übersetzungen bewegungsnaher Medien. Hinzu kommen ein Terminkalender für lateinamerikanische Fachveranstaltungen im deutschsprachigen Raum, sowie Audio-, Video- und Fotobeiträge. Die Redaktion achtet auf eine sorgfältige Qualitätskontrolle und Nachvollziehbarkeit der Quellen und steht für Transparenz und Unabhängigkeit.[3]
Zielgruppe und Wirkung
Amerika21 richtet sich an ein Publikum, das sich vertieft und kritisch mit den politischen und sozialen Entwicklungen Lateinamerikas auseinandersetzen möchte. Die Plattform wird von Wissenschaftlern, Aktivisten, Journalisten und Bildungsinstitutionen genutzt und genießt Anerkennung als zitierfähige Quelle in wissenschaftlichen Publikationen. Sie trägt zur Vielfalt der deutschsprachigen Medienlandschaft bei und bietet eine Zusammenführung globaler Perspektiven zwischen Nord und Süd.[1][3]
Organisation und Finanzierung
Die Plattform basiert auf ehrenamtlicher Arbeit und wird durch Spenden und Förderbeiträge finanziert. Die Redaktionsmitglieder sind Experte in ihrem Bereich und die Webseite arbeitet ohne kommerzielle Einflussnahme, mit einem klaren Bekenntnis zu redaktioneller Unabhängigkeit.[1][3]
Einzelnachweise
- ↑ a b c amerika21.de. In: M - Menschen Machen Medien (ver.di). 21. November 2009, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ a b Harald Neuber. In: Amerika21.de. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ a b c d Über amerika21. 30. Mai 2010, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Dario Azzellini. In: Amerika21. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Florian Warweg. In: Amerika21. Abgerufen am 2. November 2025.
- ↑ Eva Golinger. In: Amerika21. Abgerufen am 2. November 2025.