Américo Martín

Américo Martín (* 1. Februar 1938 in Caracas; † 16. Februar 2022) war ein venezolanischer Politiker, Journalist und Schriftsteller.

Leben

Martín engagierte sich bereits im Alter von fünfzehn Jahren unter der Diktatur von Marcos Pérez Jiménez in der Acción Democrática (AD) und stieg zum Leiter von deren Jugendorganisation auf. Als Jurastudent war er auch führend an der Studentenbewegung an der Universidad Central de Venezuela beteiligt und wurde unter dem Eindruck der kubanischen Revolution zum Anhänger des Marxismus-Leninismus.

1960 wurde er aus der AD ausgeschlossen und schloss sich dem Movimiento de Izquierda Revolucionaria (MIR) und begann mit dieser Organisation den bewaffneten Kampf. Im Auftrag des MIR reiste er auch nach Kuba, um Kontakt mit Fidel Castro herzustellen. Er war in der Guerilla aktiv bis zur Generalamnestie für alle Guerilla-Kämpfer durch Präsident Rafael Caldera 1971.

Er verließ das MIR und gründete die Nueva Alternativa. Während der Regierung von Luís Herrera Campíns war er Abgeordneter. Nach dem Wahlsieg Hugo Chávez’ engagierte er sich in der gegen die Bolivarische Revolution opponierenden Coordinadora Democrática. Nach dem Generalstreik 2012 und dem gescheiterten Referendum über die vorzeitige Beendigung der Amtszeit von Präsident Chávez 2013 setzte er seine Aktivität als Oppositionsführer als Vorsitzender des sozialdemokratischen Partei Un Nuevo Tiempo und journalistisch u. a. mit Beiträgen für die Zeitung Tal Cual fort.

Werke

  • Marcuse y América: ¿Se aburguesa la clase obrera? (1969)
  • El socialismo no es una religión (1979)
  • América y Fidel Castro (2001)
  • Socialismo del siglo XXI. ¿Huida en el laberinto? (mit Freddy Muñoz, 2007)
  • La sucesión de Castro: una herida abierta (2006)
  • Huracán sobre el Caribe: de Fidel a Raúl (2013)
  • Ahora es cuando (Memoiren, 2013)
  • La terrible década de los sesenta (Memoiren, 2013)

Quellen