Amédée Schlumberger

Amédée Schlumberger (* 23. Februar 1833 in Mülhausen; † 29. August 1905 in Basel) war ein elsässisch-schweizerischer Bankier. Durch ihn entstand in Basel das nach ihm benannte Gebäck Schlumbergerli.

Leben

Schlumberger wurde 1833 in Mülhausen im Elsass geboren. Er entstammte einer im Textil- und Bankwesen tätigen Familie. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und der politischen Neuordnung im Elsass verliess er 1872 seine Heimat und übersiedelte in die Schweiz.[1]

In Basel trat Schlumberger in die Privatbank seines Schwiegervaters Ehinger & Cie. ein, deren Geschäftstätigkeit er als Teilhaber unterstützte.[1] Er war mit einem Mitglied der Familie Ehinger verheiratet und gehörte damit zum erweiterten Kreis der Basler Bankiersfamilien des späten 19. Jahrhunderts.

Schlumberger blieb bis zu seinem Tod 1905 in Basel ansässig.

Schlumbergerli

Ein anhaltendes kulinarisches Vermächtnis Schlumbergers ist das Basler Schlumbergerli, ein kleines rundes Weissbrötchen. Da Schlumberger in Basel ein dem elsässischen Brot ähnliches Gebäck vermisste, liess er Bäcker der Stadt ein Weissbrot nach seinem Geschmack herstellen. Das Brötchen wurde später nach ihm benannt und etablierte sich als regionales Produkt der Basler Brottradition.[2]

Nachweise

  1. a b Stefan Hess: Amédée Schlumberger. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 19. Mai 2010, abgerufen am 4. Dezember 2025.
  2. Amédée Schlumberger in der Datenbank von Kulinarisches Erbe der Schweiz