Altrandsberg

Altrandsberg ist ein Gemeindeteil und eine Gemarkung von Miltach, einer Gemeinde im oberpfälzer Landkreis Cham.

Geographie

Das Dorf Altrandsberg liegt im Bayerischen Wald im Gebiet der Regensenke.

Die Gemarkung Altrandsberg (095161) umfasst 4,493 km² und hat 528 Einwohner.[1]

Geschichte

Die Ramsberger traten im 12. Jahrhundert als Ministeriale der Grafen von Bogen und des Hochstiftes Passau auf und waren bis in das 15. Jahrhundert im Besitz ihrer Stammburg Altrandsberg. Spätere Besitzer waren ab 1510 die Notthafft. Um 1620 ging Altrandsberg durch Wiederverheiratung der verwitweten Genoveva von Notthafft an Christoph von Berliching (Perlaching) über. Dieser verkaufte Altrandsberg 1688 an seinen Schwiegersohn, den böhmischen Edelmann Johann Wilhelm Podtmoski von Podtmokl.[2] Von diesem kaufte 1670 Franz Freiherr von Closen zu Haidenburg, kurfürstlicher Rat und Kämmerer, Altrandsberg, das er später seinem Bruder Ludwig Bernhard übergab. Im Jahre 1676 veräußert dieser das Schloss und die Hofmark wiederum an Hans Wolfgang von Leoprechting.[3]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Altrandsberg. Sie umfasste die Orte:

  • Altrandsberg
  • Kagerhof
  • Liebmannsberg
  • Linden
  • Riedern
  • Roßweidmühle
  • Rummermühle
  • Schwarzenbühl

Im Jahre 1821 wurde den Leoprechtingern die Errichtung eines Patrimonialgerichts I. Klasse (einschließlich der Hofmarken Haid und Muggenbach) zugestanden. Im Jahre 1824 wurde Altrandsberg in ein Patrimonialgericht II. Klasse umgewandelt. 1847 verkauften die Leoprechtinger Altrandsberg an Georg von Reit(d)er, Patrimonialgerichtsinhaber zu Saulburg. Im Jahre 1848 ging die Gerichtsbarkeit an den Staat über, und die Besitzungen zu Altrandsberg wurden „zertrümmert“.

Altrandsberg war von 1905 bis 1984 Haltepunkt der Bahnstrecke Straubing–Miltach.

Die Gemeinde Altrandsberg gehörte zum Landkreis Kötzting (Regierungsbezirk Niederbayern), der am 1. Juli 1972 dem Landkreis Cham und somit dem Regierungsbezirk Oberpfalz zugeschlagen wurde.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Altrandsberg nach Miltach eingegliedert.[4]

Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmäler in Miltach sind für Altrandsberg folgende Baudenkmäler aufgeführt:[5]

Commons: Altrandsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Altrandsberg (Miltach) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 23. Dezember 2025.
  2. Altrandsberg. In: notthafft.de. Abgerufen am 24. Dezember 2025.
  3. Schloss Altrandsberg in der privaten Datenbank Alle Burgen.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 499.
  5. Denkmalliste für Miltach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  6. Marko Roeske: 111 Orte im Bayerischen Wald die man gesehen haben muss. emons Verlag GmbH, ISBN 978-3-95451-328-4.

Koordinaten: 49° 7′ 14,9″ N, 12° 45′ 13,6″ O