Altenstadt bei Erbendorf
Altenstadt bei Erbendorf (amtlich: Altenstadt b.Erbendorf) ist ein Gemeindeteil (Stadtteil) von Erbendorf, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.
Geschichte
Altenstadt ist die Vorgängersiedlung von Erbendorf. 1109 wurde in einer Urkunde von Papst Paschalis II. erstmals „Herbendorf“ und 1205 „Herbindorf“ genannt. Dort befindet sich das Schloss Altenstadt, das bis in das hohe Mittelalter Schloss Erbendorf hieß; erst im 13. Jahrhundert wurde der Ort auf den Hügel von Erbendorf verlegt und die frühere Burg erhielt den Namen Altenstadt. 1173 hielt Kaiser Friedrich Barbarossa dort einen Hoftag ab; daraus ist auf die Existenz einer Burg und einer Kirche zu schließen. Nach dem Brand von 1559 wurde die Burg als Schloss wieder aufgebaut.[1] Die ehemalige Simultankirche St. Vitus stammt wohl aus dem 17. Jahrhundert, 1839/40 nach Brand erneuert. Sie ist profaniert und wurde 1950 zum Wohnhaus umgebaut.[2]
Mit den Bayerischen Gemeindeedikten Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Altenstadt 1808 ein Steuerdistrikt und bildete ab 1818 eine Landgemeinde mit Selbstverwaltung. Die Eingemeindung nach Erbendorf erfolgte im Jahr 1938.
Einzelnachweise
- ↑ Ulrich Kinder: Der Befestigungsbau im Landkreis Tirschenreuth. (= Arbeiten zur Archäologie Süddeutschlands. Band 28), S. 104–107, Dr. Faustus, Büchenbach 2013, ISBN 978-3-933474-82-7.
- ↑ Denkmalliste für Erbendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
Koordinaten: 49° 50′ 25,5″ N, 12° 2′ 33,1″ O