Alte Kolonie Eving
Die Alte Kolonie Eving ist eine denkmalgeschützte Arbeitersiedlung im Dortmunder Stadtteil Eving.
Die Siedlung wurde zwischen 1898 und 1899 von der Zeche Vereinigte Stein und Hardenberg für in dieser Zeit verstärkt angeworbene auswärtige Arbeiter errichtet und bestand ursprünglich aus 76 Häusern mit 270 Wohnungen. Zentrum der Siedlung ist das Wohlfahrtsgebäude Kolonie Eving am Nollendorfplatz.
Alle Wohnungen waren mit fließendem Wasser und Ofenheizung ausgestattet und verfügten über einen eigenen Eingang, einen Stall sowie Gartenland. Dies war für die überwiegend aus bäuerlichen Gegenden Osteuropas angeworbenen Bergleute enorm wichtig zur Integration in eine städtische Wohnsituation.
In den 1970er Jahren wurde der begonnene Abriss der Kolonie durch das Engagement einer sog."Arbeitermieteriniiative" gestoppt. Ein großer Teil des Siedlungskerns konnte insbesondere durch den Einsatz öffentlicher Mittel gerettet werden. Fünf Gebäude wurden unter Denkmalschutz gestellt. Sie sind als Baudenkmale in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[1]
Das Wohlfahrtsgebäude, Mittelpunkt der Siedlung, einst Schule für die Mädchen der Bergleute, ging in den Besitz der Stadt Dortmund über und bietet seit dem zahlreichen Vereinen und Institutionen eine Heimat. So dem Evinger Geschichts- und Kulturverein, der als ersten Mieter hier 1993 einzog. Seit 2013 ist auch das Archiv für populäre Musik im Ruhrgebiet im ehemaligen Wohlfahrtsgebäude der Zeche Minister Stein, dem Evinger Schloss am Nollendorfplatz Nummer 2 ansässig.
Weblinks
- Beschreibung dieser Siedlung als Teil der Route der Industriekultur
Einzelnachweise
- ↑ Nr. A 0179–A 0182. Denkmalliste der Stadt Dortmund. (PDF) In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 15. September 2014; abgerufen am 18. Juni 2014 (Größe: 180 kB).
Koordinaten: 51° 33′ 12″ N, 7° 27′ 29″ O