Alsino und der Condor
| Film | |
| Titel | Alsino und der Condor |
|---|---|
| Originaltitel | Alsino y el cóndor |
| Produktionsland | Nicaragua |
| Originalsprache | Spanisch, Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1982 |
| Länge | 89 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Filmproduktionsunternehmen IMCINE (Mexiko)
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| Stab | |
| Regie | Miguel Littin |
| Drehbuch | Isidora Aguirre
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| Produktion | Hernán Littin |
| Musik | Leo Brouwer |
| Kamera | Jorge Herrera
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| Besetzung | |
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Alsino und der Condor (Originaltitel: Alsino y el cóndor) ist ein 1982 entstandener nicaraguanischer Kriegsfilm von Miguel Littin, der 62 Jahre nach der Erstveröffentlichung des Romans Alsino des chilenischen Schriftstellers Pedro Prado[1] aus dem Jahr 1920 entstand. Der Film war als fremdsprachiger Beitrag bei der Oscarverleihung 1983 für den Oscar in der Kategorie Bester internationaler Film nominiert. Der Film entstand in lateinamerikanischer Koproduktion zwischen vier mittel- und südamerikanischen Ländern: Costa Rica, Kuba, Mexiko sowie Nicaragua und war der erste fiktionale Spielfilm, der in Nicaragua nach der Sandinistischen Revolution produziert wurde. Die Filmmusik stammt von dem kubanischen Dirigenten, Gitarristen, Percussionisten, Komponisten, Arrangeur und Musikpädagogen Leo Brouwer, einer der wichtigsten südamerikanischen Gitarrenkomponisten der Gegenwart.
Handlung
Alsino, ein Junge von etwa elf Jahren, lebt mit seiner Großmutter in einem abgelegenen Gebiet Nicaraguas. Er gerät mitten in den Krieg zwischen Rebellen und Regierungstruppen, als ein US-Berater der Armee befiehlt, in der Nähe seines Dorfes einen Sammelpunkt einzurichten. Alsino versucht, einfach Kind zu sein: Er klettert mit einem Mädchen auf Bäume, durchstöbert die Erinnerungsstücke seines Großvaters und wagt Flugversuche. Er geht in die Stadt, um einen Sattel zu verkaufen, trinkt zum ersten Mal Alkohol und wird in ein Bordell gebracht. Doch der Krieg lässt ihn nicht los. Der US-Berater nimmt Alsino mit auf einen Hubschrauberflug, doch dieser ist wenig beeindruckt. Die Grausamkeiten der Soldaten wecken in Alsino Sympathien für die Rebellen, und nachdem ein Armeeangriff fehlschlägt, wird der Junge vollends in den Konflikt hineingezogen. Der Film verwendete zudem nicaraguanische Volkserzählungen als Handlungselemente.
Auszeichnungen
Der Film war als fremdsprachiger Beitrag bei der Oscarverleihung 1983 für den Oscar in der Kategorie Bester internationaler Film nominiert.[2] Die lateinamerikanische Koproduktion war der erste Film, der für Costa Rica, Kuba und Nicaragua für einen Oscar nominiert wurde, obwohl er gemäß den Academy-Regeln als nicaraguanischer Spielfilm galt. Er war die zweite Oscar-Nominierung für Regisseur Miguel Littín. Die erste erhielt er für Aufzeichnungen aus Marusia (1975). Beim Internationalen Filmfestival Moskau gewann der Film zudem die Goldmedaille.[3]
Trivia
Alsino und der Condor war der letzte Film des kubanischen Kameramanns Jorge Herrera, der während der Dreharbeiten an einer Hirnblutung starb, sowie der erste und einzige Filmauftritt von Alan Esquivel, der die Titelrolle des Alsino spielte.
Der Film gehörte zu den in der DDR gezeigten außereuropäischen Filmen und hatte dort am 22. Januar 1984 Premiere.
Kritik
Das Lexikon des internationalen Films urteilte, der Film sei „bildgewaltig[...]“ und stelle die „Ereignisse einseitig“ dar, verzerre sie aber nicht und sei um „eine allgemeingültige Aussage bemüht.“[4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Pedro Prado. Biografías y Vidas, abgerufen am 2. Januar 2026 (spanisch).
- ↑ The 55th Academy Awards: 1983. Academy Awards, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Moscow Film Festival 1983. Moscow Film Festival, abgerufen am 2. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Alsino und der Condor. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 3. Januar 2025.