Alsfeld (Oberhausen)
Alsfeld Stadt Oberhausen
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| Koordinaten: | 51° 32′ N, 6° 51′ O |
| Fläche: | 2,89 km² |
| Einwohner: | 10.738 (31. Dez. 2022) mit Westteil der Sterkrader Heide[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 3.716 Einwohner/km² |
| Postleitzahl: | 46149 |
| Vorwahl: | 0208 |
| Lage von Alsfeld im Stadtbezirk Sterkrade, schraffiert der westliche Teil der Sterkrader Heide, der statistisch zu „Alsfeld“ gezählt wird
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Alsfeld ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Sterkrade, der zur Stadt Oberhausen gehört. Er wird im Norden durch die Autobahn A2, welche Königshardt von Alsfeld trennt, im Osten durch die Sterkrader Heide (dessen westlicher Teil statistisch zu Alsfeld gezählt wird) und Tackenberg, im Süden durch Sterkrade-Mitte und im Westen durch die Weierheide begrenzt. Die Autobahn A516 teilt praktisch den Stadtteil in der Mitte von Nordwest nach Südost.
Geschichte
Um das Jahr 600 n. Chr. siedelten fränkische Wehrbauern am Alsbach. Grabfunde von 1921 und 1930 belegen eine ansässige Frankensiedlung vom sechsten bis Mitte des achten Jahrhunderts.[1] Einzelne Höfe sind erst im 15. Jahrhundert nachgewiesen. Der bekannteste ist der Köpershof unweit des Alsbaches an der Mathildestraße.
Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war gekennzeichnet vom ständigen Wachsen der Berg- und Hüttenindustrie, ergänzt um Maschinen- und Anlagenbau. Mit dem Beginn der Kohleförderung auf den Zechen Hugo und Sterkrade stellte sich für die Industrie das Problem der Unterbringung einer ständig wachsenden Zahl von Arbeitskräften und deren Familien.
So entstand 1904, errichtet von der Gutehoffnungshütte, die Siedlung am Dunkelschlag, auch „Kolonie“ genannt. Auch das übrige Alsfeld verlor durch zunehmende Siedlungsverdichtung seinen ursprünglich landwirtschaftlich geprägten Charakter mehr und mehr.[2] Alsfeld war nie eine selbstständige Gemeinde, sondern gehörte seit der Gründung Sterkrades zu deren Gemeinde- bzw. (ab 1913) Stadtgebiet.
Statistik
Zum 31. Dezember 2022 lebten 10.738 Einwohner im Alsfeld und im westlichen Teil der Sterkrader Heide. Struktur der Bevölkerung:
- Minderjährigenquote: 16,1 % (Oberhausener Durchschnitt: 16,9 %)
- Altenquote (über 65-Jährige): 23,3 % (Oberhausener Durchschnitt: 22,2 %)
- Ausländeranteil: 14,0 % (Oberhausener Durchschnitt: 18,2 %)
- Anteil Bevölkerung mit Migrationshintergrund insgesamt: 30,3 % (Oberhausener Durchschnitt: 33,4 %)
- Arbeitslosenquote: 5,4 % (Oberhausener Durchschnitt: 8,5 %)
- SGB-II-Quote: 11,2 % (Oberhausener Durchschnitt: 17,1 %)
- Wohnungsleerstandsquote: 1,2 % (Oberhausener Durchschnitt: 2,3 %)
Infrastruktur
Alsfeld ist heute überwiegend von Wohnsiedlungen gekennzeichnet, die von viel Grün umgeben sind. Naherholung und Freizeitgestaltung haben einen hohen Stellenwert, was zahlreiche Rad- und Wanderwege im Alsbachtal, der Volkspark Sterkrade sowie die Bezirkssportanlage Alsfeld und das Stadion Sterkrade belegen. Das städtische Freibad „Alsbachtal“ wurde allerdings im Jahr 2009 geschlossen. Über die Autobahnausfahrt Oberhausen-Sterkrade der A516 ist der Stadtteil gut an das Verkehrsnetz angebunden. An der Luchsstraße zentral im Stadtteil befindet sich mit dem „Luchscenter“ ein Einkaufszentrum, womit die Grundversorgung sichergestellt wird. Weitere Einkaufsmöglichkeiten befinden sich im Bereich Weierstr./Weseler Straße.
Die Buslinien SB 90, SB 98, 952, 955, 960 und 962 der STOAG verbinden Alsfeld mit dem Bahnhof Oberhausen-Sterkrade an der Strecke Oberhausen-Arnheim sowie teilweise mit der Oberhausener Innenstadt.
Siehe auch
Weblinks
- Fränkische Gräber in Alsfeld (PDF; 443 kB)
Einzelnachweise
- ↑ Frankengräber im Alsfeld – Aufdeckung der fränkischen Gräber in Sterkrade. (PDF; 443 kB) alfred-ulrich-lindemann.de, abgerufen am 27. Januar 2019.
- ↑ Homepage der Alsfeld Grundschule in Oberhausen. Städtische Gemeinschaftsgrundschule Alsfeld, archiviert vom am 15. Juni 2021; abgerufen am 23. März 2024.