Alois Sauer
Alois Sauer (geboren 28. Januar 1883 in Schnobolin (tschechisch Slavonín), Bezirk Olmütz, Österreich-Ungarn; gestorben 14. Februar 1961 in Schrobenhausen, Landkreis Aichach, Oberbayern) war ein tschechoslowakischer Politiker.
Leben
Alois Sauer war Landwirt in Schnobolin, einem deutschsprachigen Dorf bei Olmütz. Nach dem Ersten Weltkrieg und Gründung der Tschechoslowakei 1918 engagierte er sich in der Partei Bund der Landwirte und wurde 1919 Mitglied der erweiterten Parteileitung in Mähren. Er kandidierte 1920 für die Wahl zum Tschechoslowakischen Abgeordnetenhaus. 1924 rückte er als Ersatzmann für den gestorbenen Abgeordneten Franz Röttel nach und schied 1925 bei Ende der Legislaturperiode aus dem Parlament aus.
Sauer beantragte nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei am 14. Juni 1939 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.422.134)[1] 1943 wechselte er die Ortsgruppe von Schnobolin nach Proßnitz.
Nach Kriegsende 1945 wurde er vertrieben und wohnte seither in Bayern.
Literatur
- Alois Sauer, in: Mads Ole Balling: Von Reval bis Bukarest – Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945. Kopenhagen 1991, S. 409.
Einzelnachweise
- ↑ Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/18360577