Alois Mayer (Sonderpädagoge)

Alois Mayer (* 9. Juli 1942 in Irrhausen) ist ein deutscher Sonderpädagoge, Heimatkundler und Autor.

Werdegang

Alois Mayer lebt seit 1946 in Daun (Vulkaneifel). Er besuchte das St. Matthias-Gymnasium in Gerolstein und studierte Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule (Akademie) in Trier. Nach einer Tätigkeit als Volksschullehrer und einem zweiten Studium an der Universität Mainz (1970–1972) widmete er sich dem Aufbau und der Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung in den Verbandsgemeinden Daun und Kelberg im Landkreis Daun. Bis zu seiner Pensionierung (2003) leitete er als Rektor das St.-Laurentius-Förderzentrum Daun.

Pädagogisches Wirken

Alois Mayer gehört zu jener Generation von Pädagogen, die in den 1970er Jahren die sonderpädagogische Förderung in Rheinland-Pfalz strukturell aufbauten und professionalisierten. Als Leiter des St.-Laurentius-Förderzentrums prägte er die regionale Umsetzung moderner Förderpädagogik und machte aus seiner Schule ein regionales Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung. Mit seinem Namen verbindet sich eine Inklusionspädagogik, die fachliche Förderung, menschliche Zuwendung und regionale Verwurzelung miteinander verbindet. Sein pädagogisches Engagement erstreckte sich darüber hinaus auf die Jugendhilfe und die Erwachsenenbildung.

Heimatforschung

Zur Heimatgeschichte der Eifel (einschließlich Bräuchen und Bewohnern) veröffentlichte Mayer zahlreiche Werke und Artikel, darunter auch Sagen und Nacherzählungen aus der mündlichen (und teils auch dialektalen) Überlieferung. Als Mitglied der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde verfasste er Ortsfamilienbücher (mehr als 10 liegen vor).

Auszeichnungen und Preise

  • 2004: Ehrenteller der Stadt Daun[3]
  • 2018: Werner-Blindert-Preis des Geschichtsvereins „Prümer Land“[3]

Schriften

Familienkunde

  • Familienbuch der Pfarrei Demerath 1800–1900. 2000.
  • Familienbuch der katholischen Pfarrei St. Matthias in Mehren (Landkreis Vulkaneifel) 1728–1900. Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Köln 2010. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V. 258; Deutsche Ortssippenbücher 565) ISBN 3-86579-067-4
  • Familienbuch der Pfarrei St. Martin in Schalkenmehren-Weinfeld 1699–1899. Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Köln 2011. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V. 270; Deutsche Ortssippenbücher 608) ISBN 386579081X
  • Familienbuch der Pfarrei St. Hubertus Hilgerath/Beinhausen 1685–1905 mit den Gemeinden: Beinhausen, Boxberg, Gefell, Kradenbach, Neichen, Nerdlen und Sarmersbach, sowie Hörschhausen und Katzwinkel (bis 1803). Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Köln 2015. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V. 304; Deutsche Ortssippenbücher 00.914), ISBN 978-3-86579-121-4
  • Familienbuch der katholischen Pfarrei St. Laurentius in Dockweiler-Dreis 1726–1935.(Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V. (WGfF), Köln, 2016, Deutsche Ortssippenbücher 00.962), ISBN 978-3-86579-124-5
  • Familienbuch der Pfarreien St. Nikolaus in Daun 1670–1935 (1905) und St. Anna in Neunkirchen 1714–1935 (1905). Köln 2016 (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V. (WGfF) 242, Deutsche Ortssippenbücher 0914), ISBN 978-3-86579-124-5
  • Familienbuch der Pfarrei Darscheid 1803–1907. Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V. (WGfF), Köln, 2017. (Deutsche Ortssippenbücher 2.064), ISBN 978-3-86579-140-5
  • Familienbuch der Pfarrei Gillenfeld und der Region zwischen Sammet und Ueß. 2 Bde. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Köln 2020, Deutsche Ortssippenbücher 2231) Band I: ISBN 978-3-86579-159-7; Band II: ISBN 978-3-86579-159-7
  • Familienbuch der Pfarrei Arzfeld 1684–1910 (mit Irrhausen und Neurath). Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Köln 2021. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V. (WGfF), Köln, 2021, Deutsche Ortssippenbücher 2262). ISBN 978-3-86579-168-9
  • Ortsfamilienbuch Daleiden. Pfarrei St. Matthäus Daleiden mit der Filialkirche St. Maria Reipeldingen 1687–2010 und den ehemaligen Filialen Dasburg, Dahnen und Preischeid 1687–1800. (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V., Köln 2023. (Deutsche Ortssippenbücher 2407). ISBN 978 3 86579 181 8)
  • Familienbuch Dasburg 1687–1910 mit Dahnen und Preischeid (Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e. V. 377) Köln 2025 (Deutsche Ortssippenbücher). ISBN 978-3-86579-195-5

Weitere Heimatkunde (Eifel)

  • (Bearbeiter) Die schöne Eifel. Daun und die vulkanische Eifel (mit Wanderkarte). Eifelverein, Hauptverein Düren 6. Auflage 1979. 7. Auflage 1990.
  • Liebenswertes Daun. Bilddokumentation von Daun wie es war. Selbstverlag Fries, Köln 1981
  • (mit Erich Mertes) Lirstal, Kreis Daun. Beiträge zur Geschichte eines Eifeldorfes im Elzbachtal. Gemeinde Lirstal, Lirstal 1984.
  • (mit Erich Mertes) Sagen, Geschichte, Brauchtum der Verbandsgemeinde Kelberg. Kelberg 1986. 1989.[5]
  • Wie schön bist du – mein Daun. Kleines Lesebuch und Chronik des Dauner Eifelvereins. Selbstverlag Werner, Daun 1988.
  • Hubertus-Kapelle, das Herz von Pützborn. Chronik zur Geburtstagsfeier dieser Filialkapelle. Selbstverlag Daun-Pützborn 1988.
  • (mit Erich Mertes) Höchstberger Chronik. Höchstberg 1989.
  • (mit anderen) Musikalisches Daun. Selbstverlag Werner, Daun 1990.
  • Steiningen 1193–1993. Chronik zum 800jährigen Bestehen. Werner, Daun 1992.
  • Pfarrei Irrhausen "St. Peter in Ketten" 1903–1993. Pfarrgemeinde Irrhausen 1993.
  • (mit Erich Mertes) Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. Kelberg 1993.
  • (mit Erich Mertes) Oberelz gestern und heute. Selbstverlag Werner, Daun 1994.
  • Weinfeld und sein Maar. Selbstverlag Werner, Daun 1995.
  • Pfarrei Neunkirchen St. Anna und ihre Filialen Pützborn, Steinborn, Waldkönigen. Selbstverlag Werner, Daun 1996.
  • Verführt, gezwungen, verloren. Der Klöppelkrieg von 1798 in der Eifel. Helios. Geschichtsverein „Prümer Land“ e. V., Aachen 1998. ISBN 3-925087-84-2; ISBN 978-3-925087-84-4
  • Klöster, Stifte, Orden der Eifel – gestern und heute. Band I. Helios, Aachen 2000, ISBN 978-3-933608-16-1
  • (mit Erich Gerten und Manfred Mosbach) Die Lieser. Geschichte und Geschichten um einen Eifeler Wasserlauf. Wittlich 2000, ISBN 978-3-00-006760-0
  • (mit Matthias Thömmes) Trümmer – Tod – Befreiung. Der II. Weltkrieg im Kreis Daun 1939–1945. Helios, Aachen 2005. ISBN 3-938208-12-0
  • Gemünden. Ein liebenswerter Ort. Chronik. Selbstverlag Mail & Print, Daun 2005.
  • Gemünden. Ein liebenswerter Ort. Am Ufer zweier Bäche. Selbstverlag Mail & Print, Daun 2006.
  • (Mitarbeiter) Nerdlen – unsere Heimat. Nerdlen 2010.
  • Ritter, Burgen, gold'ne Schätze. Die Burgen der Eifel und ihre Sagen. KBV, Hillesheim 2013, ISBN 978-3-942446-32-7
  • Die Nims. Geschichte und Geschichten um einen Eifeler Wasserlauf. Anders, Prüm 2013. (Veröffentlichungen des Geschichtsvereins Prümer Land 61), ISBN 978-3-931478-27-8
  • Es war einmal ... eine Volksschule in Irrhausen. Zur Historie der ehemaligen Volksschule Irrhausen. Irrhausen 2024.

Erzählgut aus der Eifel

  • „Dauner Jauner“. 1992–2022.
    • Band 1: Schien aal Steckeltjer. Selbstverlag Werner, Daun 1992. Eifelbildverlag, Daun 2022. (Schön alte Stückchen)
    • Band 2: Noch mie schien aal Steckeltjer. Selbstverlag Werner, Daun 1993. Eifelbildverlag, Daun 2022.(Noch mehr schön alte Stückchen)
    • Band 3: Noch vill mie schien aal Steckeltjer. Selbstverlag Werner, Daun 2022. (Noch viel mehr schön alte Stückchen)
  • Sagenhafter Eifelsteig. Die schönsten Sagen rund um den Eifelsteig. Helios, Aachen 2008.
  • Sagenhaft & wunderbar. Sagen und Erzählungen aus dem Altkreis Prüm. Geschichtsverein Prümer Land e.V. Prüm 2010. [1]
  • Geister, Wölfe, Schutzpatrone. Würdiges, Merkwürdiges und Ehrwürdiges an Sagen und Legenden der Verbandsgemeinde Daun. Verbandsgemeindeverwaltung Daun, Daun 2015.

Zeitschriftenartikel

Das Heimatjahrbucharchiv Landkreis Vulkaneifel verzeichnet von 1980 bis 2024 unter dem Namen Alois Mayer 133 Artikel[6]. Viele weitere Artikel erschienen in der Zeitschrift Prümer Landbote des Geschichtsvereins „Prümer Land“.

Einzelnachweise

  1. Vorwort zum Heimatjahrbuch 1998. Abgerufen am 11. Januar 2026.
  2. Volksfreund: Das halbe Leben im Dienst der Eifel. 10. Mai 2016, abgerufen am 11. Januar 2026.
  3. a b Eifelbildverlag: Programm 2023. S. 14, abgerufen am 11. Januar 2026.
  4. siehe Karl G. Oehms: Verleihung der Oidtmann-Medaille an Alois Mayer. In: Mitteilungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde 52, 113, 2025, S. 120
  5. Rezension in: Josef Zierden, Die Eifel in der Literatur. Ein Lexikon der Autoren und Werke. Edition Eifel‑Literatur‑Festival/Geschichtsverein Prümer Land e. V., Prüm 1994, S. 178–179.
  6. https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de/