Alle Jahre wieder du

Film
Titel Alle Jahre wieder du
Originaltitel Same Time, Next Christmas
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2019
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Stephen Herek
Drehbuch Karen Bloch Morse
Produktion Angi Bones
Musik Jeff Cardoni
Kamera Christopher Baffa
Schnitt Maysie Hoy
Besetzung
  • Lea Michele: Olivia Anderson
  • Charles Michael Davis: Jeff Williams
  • Bryan Greenberg: Gregg Harris
  • Phil Morris: Alec Williams
  • Dannah Lockett: Madelyn Williams
  • George Newbern: Woody Anderson
  • Nia Vardalos: Faye Anderson
  • Wendy Pearson: Architektin
  • Sofia Bretschneider: Olivia Anderson (1995)
  • Christina Souza: Mariel
  • Oliver Greenleaf: Drew Anderson (1995)
  • Kobe Tran: Jeff Williams (1995)
  • Aolana Yobo: Heidi Williams (1995)
  • Sara Rowe: Olivia Anderson (2004)
  • Maverick Christian: Ian Anderson
  • Yasmin Dar: Katey Williams
  • Terrell Ransom Junior: Jeff Williams (2004)
  • Corey Rieger: Drew Anderson
  • Jason Quinn: Todd
  • Candace Smith: Heidi Williams
  • Celeste Mercedes Smith-Mosqueda: Hula-Tänzer
  • Nohorai Hart: Bootsmann

Alle Jahre wieder du (Originaltitel Same Time, Next Christmas) ist eine US-amerikanische dramatisch-romantische Filmkomödie von Stephen Herek aus dem Jahr 2019. Lea Michele, Charles Michael Davis, Bryan Greenberg und Phil Morris sind in den Hauptrollen des Films besetzt.

Handlung

Schon in ihrer Kindheit treffen sich Olivia Anderson und Jeff Williams jedes Jahr zu Weihnachten auf Hawaii. Als sie älter werden, scheint es so, als entwickele sich ihre Freundschaft in Liebe, nachdem es zu einem ersten Kuss im Meer gekommen ist. Dann jedoch stirbt Jeffs Mutter und die Familie Williams kommt zu Weihnachten nicht mehr auf die Insel. Olivias Versuch, Jeff telefonisch zu erreichen, der vergeblich ist, führt zum ersten Bruch zwischen beiden. Olivias Familie hingegen hält an der lieb gewonnenen Tradition fest, das Weihnachtsfest auf Hawaii zu verbringen.

Viele Jahre später kommt jedoch das Weihnachtsfest, an dem Olivia, inzwischen eine aufstrebende Architektin, Jeff plötzlich wieder gegenübersteht. Er erklärt ihr, dass sein Vater, seine Schwester und auch er beschlossen haben, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Olivia erfährt, dass Jeff inzwischen geheiratet hatte, nun aber mitten in seiner Scheidung steckt. Dass er eine Tochter namens Maddie hat, um deren Sorgerecht es geht, macht die Angelegenheit auch nicht leichter. Beide merken, das die Gefühle, die sie füreinander hatten, immer noch da sind. Allerdings befindet sich auch Olivia in einer schon länger andauernden Partnerschaft mit ihrem Kollegen aus dem Architekturbüro Gregg Harris. Die nicht günstigen Umstände trennen beide erneut.

Es dauert mehrere weitere Weihnachtsfeste, bis Olivia und Jeff endgültig zueinander finden. Olivia hat ihre bevorstehende Hochzeit mit Gregg sozusagen im letzten Moment abgesagt, um auf die Insel und zu Jeff zu eilen. Ein Jahr später heiraten Olivia und Jeff am Strand von Hawaii und springen anschließend von der Klippe ins Meer.

Produktion

Produktionsnotizen, Soundtrack

Der von den EveryWhere Studios und Freeform Studios produzierte Film wurde im Turtle Bay Resort, Kamehameha Highway in Kahuku in O’ahu und in Waimea Falls in O’ahu in Hawaii gedreht.

Lea Michele singt das Lied, das während des Vorspanns gespielt wird.

Veröffentlichung

Der Film hatte am 5. Dezember 2019 beim Sender ABC Premiere und war danach auf weiteren Plattformen wie beispielsweise Disney+ und Hulu abrufbar. In Frankreich erschien er erstmals im Dezember 2020, ebenso wie in Italien. Veröffentlicht wurde der Film auch in Argentinien, Brasilien, Kanada, Polen, Russland und in der Türkei. In Deutschland erschien er unter dem Titel Alle Jahre wieder du.

Kritik

Der Filmdienst stellte fest: „Umständlich entwickelter Liebesfilm mit soliden Darstellern und einigen für weihnachtliche Stoffe vergleichsweise realitätsnahen Beziehungsproblemen, die das nie gefährdete Happy End allerdings lediglich hinauszögern. – Ab 14.“[1]

Die Redaktion von TV Spielfilm sprach von einer „umständlich entwickelten Liebesgeschichte, bei der das Happy End herausgezögert“ werde und gab dem Film lediglich einen Punkt von drei möglichen für Humor. Das Fazit lautete dann folgerichtig: „Abteilung ‚Filme, die die Welt nicht braucht‘.“[2]

Barbara Shulgasser-Parker schrieb bei Common Sense Media, die vorhersehbare Weihnachtsromanze sei zwar nicht herausragend, aber durchaus sehenswert. Wie auch andere Filme dieses Genres lege sie größten Wert darauf, harmlos zu sein. Abgesehen von der Handlung besteche der Film durch die besonders einfühlsame und liebevolle Darstellung der Beziehung zwischen einem Vater und seinem erwachsenen Sohn. Die schauspielerischen Leistungen des vielfältigen Ensembles seien solide. Charles Michael Davis steche durch seinen natürlichen Charme und seine natürliche Ausstrahlung hervor.[3]

Enzo Barese befasste sich in der Gazettely mit dem Film und meinte, die Inselkulisse biete eine visuelle Alternative zur gewohnten Schneelandschaft und schaffe eine unaufdringliche, entspannte Atmosphäre. Struktur und Schauplatz des Films höben ihn zwar von typischen Weihnachtsfilmen ab, bewegten sich aber dennoch innerhalb eines bekannten Musters. Die Verbindung zwischen Michele und Davis wirke spürbar und berührend, und diese emotionale Spannung trage die episodische Struktur des Films. Die Besetzungsstrategie setze auf eine sichtbar vielfältige Gruppe von Darstellern unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und Ethnie. Ein gleichgeschlechtliches Paar sei Teil der Großfamilie und erscheine als selbstverständlicher Bestandteil des Familienfestes, nicht als hervorgehobenes ‚Problem‘. Dadurch entstehe das Bild einer modernen, globalisierten Familienfeier. Der Film schwächele in der Darstellung von Gregg Harris, gespielt von Bryan Greenberg. Er wirke wie eine eindimensionale, arbeitsbesessene Figur, die auf berufliche Hierarchie und Status fixiert sei.[4]

Amari Allah bewertete den Film bei Wherever I Look und kam zu dem Ergebnis, Same Time, Next Christmas sei ein überraschend guter Liebesfilm über Jugendliebe. Was man an dem Film besonders schätzen könne, sei, dass die Geschichte nicht kitschig werde und Jeff und Olivia sich nicht im Studium wiedersähen, um ihr gemeinsames Leben zu beginnen. Der Film könne die an ihn gestellten Erwartungen nicht nur erfüllen, er übertreffe sie erstaunlicherweise sogar. Es sei ein origineller Weihnachtsfilm, der die Zeit, die man ihm widme, wert sei.[5]

Einzelnachweise

  1. Alle Jahre wieder du. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 6. Dezember 2025.
  2. Alle Jahre wieder du. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
  3. Barbara Shulgasser-Parker: Same Time, Next Christmas commonsensemedia.org (englisch). Abgerufen am 6. Dezember 2025.
  4. Enzo Barese: Same Time, Next Christmas Review: Vacation Love and the Burden of the Bad Boyfriend gazettely.com (englisch). Abgerufen am 6. Dezember 2025.
  5. Amari Allah: Same Time, Next Christmas (2019) – Review, Summary wherever-i-look.com (englisch), 5. Dezember 2019. Abgerufen am 6. Dezember 2025.