Alla Iwanowna Worochta
Alla Worochta (ukrainisch Алла Іванівна Ворохта, * 13. Dezember 1946 in Odessa; † 17. Februar 2025 ebenda) war eine ukrainische Künstlerin und Pädagogin, die in den Bereichen Grafik, Buchillustration, Malerei und angewandte Kunst (Makramee, Fadengrafik, Künstlerpuppen, Batik, dekorative Malerei) tätig war.
Biografie
Alla Worochta besuchte eine Kunstschule unter der Leitung von Mykola Zaitsev. 1971 absolvierte sie die Fakultät für Kunst und Grafik am Pädagogischen Institut Odessa (heute: Universität K. D. Ushynsky). Ihr künstlerischer Mentor war Viktor Yefymenko.[1]
Über 50 Jahre lang lehrte sie am Pädagogischen Institut Ushynsky sowie an der Grekow-Kunstschule Odessa. Zu ihren Schülern zählen bekannte ukrainische Künstler wie Oleksandr Belozor, Ivan Schyschman, Nataliia Aksyonova, Victor Korenyok, Serhii Tkachenko, Serhii Paprotskyi, Nataliia Popova, Halyna Karaman und andere.[2][3]
Seit 2008 war sie Mitglied im Nationalen Künstlerverband der Ukraine.[4][5]
Künstlerisches Werk
Worochta nahm regelmäßig an renommierten internationalen Ausstellungen teil, darunter an der Internationalen Grafik-Biennale in Plzeň (2012)[6] und an der XII. Florenzer Biennale (2019).[7] Ihre Werke befinden sich in nationalen Museen sowie in privaten Sammlungen in der Ukraine und in 67 weiteren Ländern.[8]
Ihre grafischen Arbeiten zeichnen sich durch eine feine Linienführung, komplexe Schwarz-Weiß-Abstufungen und eine samtige Textur aus. Die Werke sind poetisch aufgeladen und zeichnen sich durch klar formulierte plastische Ideen aus. Sie beherrschte alle grafischen Techniken gleichermaßen: Radierung, Federzeichnung, Silberstift, Bleistift, Sepia, Rötel, Pastell, Gouache und Aquarell.[9][10]
Worochta beschränkte sich nicht auf ein Genre – das zeigen ihre Gemälde, Makramee-Paneele, Künstlerpuppen, Batiken und dekorativen Malereien.[11]
Privates
Alla Worochta war verheiratet mit Mickola Worochta, einem Verdienten Künstler der Ukraine.
Ausstellungen
- 2010: Verweile doch!, O. M. Bilyi Kunstmuseum, Tschornomorsk
- 2012: Grafik-Biennale, Plzeň, Tschechien
- 2012: Träume und Erinnerungen, Mukatschewo – Odessa[12][13][14]
- 2013: Urbi & Orbi, Odessa[15]
- 2016: E pluribus unum, Potocki-Palais, Lwiw[16]
- 2016: Ein Augenblick so lang wie ein Leben, Odessa[17]
- 2019: Linea aspera et tenera, Odessa[18][19]
- 2019: XII. Florenzer Biennale, Florenz
- 2021–2022: Lebenslinie, Odessa[20][21]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Valeriy Mykhailovych Bukach: Biografisches Wörterbuch. Absolventen der Südukrainischen Nationalen Pädagogischen Universität K. D. Ushynsky. Teil 3. Odessa: PNPUs, 2022. S. 12. (pdpu.edu.ua, PDF)
- ↑ Ihr Odessa. In: vo.od.ua. Abgerufen am 17. Juli 2025 (ukrainisch).
- ↑ Die Künstlerin, die die Schönheit des Seins erkannte. In: ntikvar.ua. 20. Juni 2025, abgerufen am 17. Juli 2025 (ukrainisch).
- ↑ Mitgliederliste der NSKU-Organisation Odessa. In: ooonshu.art. Abgerufen am 17. Juli 2025 (ukrainisch).
- ↑ Alla Iwanowna Vorokhta. (Pinterest) Abgerufen am 20. Juni 2025.
- ↑ VIII. Mezinárodní bienále kresby Plzeň 2012. In: cs.isabart.org. Abgerufen am 22. September 2025 (tschechisch).
- ↑ Artisti partecipanti | XII Florence Biennale 2019. In: florencebiennale.org. Abgerufen am 22. September 2025 (italienisch).
- ↑ Иллюстрации к произведениям Юрия Олеши «Три толстяка» и «Ни дня без строчки». Ворохта Алла. ("Illustrationen zu Juri Oleschas „Drei Dicke Männer“ und „Kein Tag ohne Zeile“ "). In: astroprint.ua. Abgerufen am 22. September 2025 (russisch).
- ↑ Сорок лет вместе. Творческие портреты Аллы и Николая Ворохты. Odessa, 2012, 172 S. ISBN 978-966-2512-20-5
- ↑ Alla Vorokhta. In: LIK Potsdam, 24. Mai 2016.
- ↑ Website für Alla and Mickola Vorokhta.
- ↑ Personalausstellung in Mukatschewo (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2025. Suche in Webarchiven)
- ↑ Жизнь в красках. https://www.vo.od.ua/rubrics/kultura/22109.php
- ↑ Картины Аллы Ворохты https://oweamuseum.odessa.ua/full/2012_anna_vorohta/s01.htm
- ↑ Жизнь в красках In: glasweb.com, 2012.
- ↑ E pluribus unum | Виставка художників Миколи та Алли Ворохтів "З багатьох - єдине". In: moemisto.ua (ukrainisch)
- ↑ Wintermärchen fürs Leben. (russisch)
- ↑ Linea aspera et tenera і ілюстрації до творів Юрія Олеши. In: museum-literature.odessa.ua, 2019.
- ↑ Zum Gedenken an Alla Vorokhta. In: chornomorka.com.
- ↑ Odessitin präsentierte „Lebenslinie“ im Literaturmuseum. In: dumskaya.net, 17. Dezember 2021 (russisch).
- ↑ Ein Fernsehbeitrag über die Ausstellung: Новости Одессы 17.12.2021. (YouTube, Minute 17:16, russisch)