Alice Marguerite Pegler

Alice Marguerite Pegler (geboren am 21. Juli 1861 in Keiskammahoek, gestorben am 17. Juni 1929 in Umtata) war eine südafrikanische Lehrerin und Pflanzensammlerin.

Leben

Als Tochter von S. Mackin Pegler bekam Alice ihre Schulbildung am Dominican Convent in King William’s Town. Nach ihrer Ausbildung zur Lehrerin gab sie diese Karriere auf und ließ sich in Kentani nieder, wo sie ihre Nichten großzog und ausbildete. Sie litt ihr ganzes Leben lang unter gesundheitlichen Problemen und hatte chronische Sehstörungen.

Während ihres Aufenthalts in Kentani begann sie eine umfangreiche Sammlung aller Pflanzenarten im Umkreis von fünf Meilen um das Dorf. Ihre Sammeltätigkeit führte zu einem regelmäßigen Briefwechsel mit Botanikern wie beispielsweise Peter MacOwan, Harry Bolus, HHW Pearson, Selmar Schonland und Illtyd Buller Pole-Evans. Ihre akribischen Aufzeichnungen über die Kentani-Pflanzen im Laufe der Jahreszeiten wurden veröffentlicht in Ann. Bol. Herb. 5: 1–32 (1918). Sie beschränkte sich nicht nur auf Pflanzen, sondern sammelte auch Käfer, Gallmücken, Spinnen und Skorpione. Während einer Reise ins Transvaal 1903, sammelte sie diese zwischen Johannesburg und Rustenburg. Ihr sich verschlechternder Gesundheitszustand veranlasste sie schließlich dazu, sich auf Algen und Pilze zu spezialisieren. Eine Zusammenfassung der Pilze, die sie 1911 bis 1914 im Bezirk Kentani sammelte, wurde veröffentlicht in Ann. Bol. Herb. 2: 184-93 (1918). Harry Bolus würdigte ihre Sammeltätigkeit in Band 2 seines Werkes „Orchideen Südafrikas“ (1911) und beschrieb sie als jemanden „die trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit unermüdlich die Flora ihrer Umgebung erforscht hat.“ In den sieben Jahren vor ihrem Tod wurde sie zu einer hilflosen Invalidin. Ihre 2000 gesammelten Exemplare wurden dem südafrikanischen Nationalen Botanischen Institut in Pretoria gespendet.

1912 wurde ihr die außergewöhnliche Ehre zuteil, Mitglied der Linné-Gesellschaft[1] zu werden. Ihrer wurde gedacht in den Namen für Aloe peglerae, the genus Peglera Bolus (welches ein Synonym für Nectaropetalum Engl.[2] wurde), Chironia peglerae Prain, Chionanthus peglerae (C.H. Wr.) Stearn, sowie die Pilze Puccinia pegleriana Doidge, Ravenalia peglerae Pole-Evans, Uromyces peglerae Pole-Evans, Ustilago peglerae Bubak & Syd., und vieles mehr.[3]

Einzelnachweise

  1. Proceedings of the Linnean Society of London. (One Hundred and Twenty-Fourth Session, 1911-1912.) November 2nd, 1911, to June 20th, 1912. In: Proceedings of the Linnean Society of London. Band 124, Nr. 1, Oktober 1912, S. 1–70, doi:10.1111/j.1095-8312.1912.tb00020.x (oup.com [abgerufen am 1. Januar 2026]).
  2. John H. Wiersema: Nectaropetalum information from NPGS/GRIN. Archiviert vom Original am 11. Oktober 2012; abgerufen am 1. Januar 2026.
  3. Mary Gunn, L. E. W. Codd: Botanical exploration of Southern Africa: an illustrated history of early botanical literature on the Cape flora: biographical accounts of the leading plant collectors and their activities in southern Africa from the days of the East India Company until modern times. Published for the Botanical Research Institute by A.A. Balkema, Cape Town 1981, ISBN 978-0-86961-129-6, S. 277.
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