Alfred O’Rahilly

Alfred O’Rahilly (als Alfred Rahilly, * 1. Oktober 1884 in Listowel, County Kerry, Irland; † 1. August 1969 in Dublin) war ein irischer Hochschullehrer, Politiker der Cumann na nGaedheal und später katholischer Priester. Er war von August 1923 bis zu seinem Rücktritt im August 1924 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus des Oireachtas (irisches Parlament).

Biografie

O’Rahilly wurde in Listowel geboren. Seine Brüder waren die Linguisten und Literaturwissenschaftler Cecile O’Rahilly und Thomas Francis O’Rahilly. Er beendete seine Schulzeit am Blackrock College in Dublin. Er studierte dann am University College Cork (UCC) mathematische Physik und schloss dort mit dem Bachelor und schließlich mit dem Master 1908 ab. Er setzte seine Studien in Philosophie am Stonyhurst College in Hurst Green fort und erwarb dort einen Bachelor, mit dem er an das UCC zurückkehrte. Nach dem Osteraufstand 1916 wurde er Anhänger der Sinn Féin und in den Cork City Council gewählt. 1917 wurde er auf den Lehrstuhl für mathematische Physik am UCC berufen. Er erhielt 1919 das Doktorat der Päpstlichen Universität Gregoriana und wurde 1920 Registrar (vergleichbar mit dem Kanzler an Universitäten) und blieb dies bis 1943. 1921 wurde er wegen seiner politischen Schriften auf Spike Island inhaftiert. Er befürwortete den Anglo-Irischen Vertrag. Gemeinsam mit Darrell Figgis entwarf er 1922 eine Verfassung für den Irischen Freistaat. Er wurde als Kandidat der Cumann na nGaedheal bei den Wahlen 1923 im Wahlkreis Cork Borough in den Dáil gewählt. Schon am 1. August 1924 trat er von seinem Amt zurück.[1] In seinem wissenschaftlichen Œuvre lehnte er die Feldtheorie (Physik) von Maxwell und die Relativitätstheorie von Einstein sowie die Evolutionstheorie von Darwin ab. 1943 wurde O’Rahilly Präsident des UCC und blieb dies bis 1954. Als tiefreligiöser Katholik wurde nach dem Tod seiner Frau Agnes 1953, die er 1916 geheiratet und mit der er zwei Kinder hatte, Priester. Er war auch zeitweise Mitglied der Jesuiten gewesen. 1954 verlieh ihm Papst Pius XII. den Rittergrad im Gregoriusorden.

Literatur (Werkauswahl)

  • Father William Doyle, S.J. (1920, 4. Auflage 1930)
    • deutsch: Verborgenes Heldentum: P. Wilhelm Doyle, S. J. – Herder & Co., Freiburg im Breisgau 1923
  • Flour, Wheat and Tariffs (1928)
  • Money (1941)
  • Jewish Burial: The Burial of Christ (1941)
  • Religion and Science (1948)
  • Aquinas versus Marx (1948)
  • Moral Principles, UCC press 1948
  • Social Principles, UCC press 1948
  • The Family at Bethany (1949)
  • Moral and Social Principles UCC press 1955
  • Gospel Meditations (1958)
  • Electromagnetic Theory (2 Bände, 1965).
Wikisource: Alfred O’Rahilly – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise

  1. Electionsireland.org: Alfred O’Rahilly