Alfonsina Storni

Alfonsina Carolina Storni (* 29. Mai 1892[1] bzw. 22. Mai 1892[2] in Sala Capriasca, Bezirk Lugano, Schweiz; † 25. Oktober 1938 in Mar del Plata, Argentinien) war eine Dichterin und Schriftstellerin der argentinischen Avantgarde. Als mittellose Immigrantin und alleinerziehende Mutter veröffentlichte sie neun Gedichtbände, schrieb Theaterstücke und wurde mit den bedeutendsten argentinischen Literaturpreisen geehrt. Ihr Freitod machte sie zum nationalen Heiligtum.[3]

Leben

Alfonsina Carolina Storni war die jüngste Tochter von Alfonso Storni (1858–1906) und Pasqualina, genannt Paulina, geb. Martignoni (* 1866).[4] Alfonsina wurde nach ihrem Vater benannt, was nach ihrer eigenen Übersetzung "Bereit sein für alles" bedeutete.[3] Alfonsina hatte zwei ältere Geschwister, María und Romeo, die beide in Argentinien geboren wurden, wohin ihre Eltern im Dezember 1886 ausgewandert waren. In San Juan hatten die drei älteren Brüder von Alfonso Storni 1881 eine Soda- und Eisfabrik gegründet, außerdem betrieben sie eine Konditorei und zwei Brauereien. Es ist unklar, welche Rolle Alfonsinas Vater im Familienverband und -unternehmen innehatte.[4]

Bereits 1890 kehrte die vierköpfige Familie wieder nach Lugaggia zur Großmutter väterlicherseits zurück. Der Vater reiste danach für kurze Zeit mehrere Male nach Argentinien und wieder zurück ins Tessin, während dem die Mutter mit den Kindern von Lugaggia nach Sala Capriasca umgezogen war, wo Alfonsina 1892 auf die Welt kam. Ihr genaues Geburtsdatum ist umstritten, weil sich im Taufbuch der Kirche Sant' Antonio in Sala nur eine Storni fand, die am 22. Mai geboren sein soll. In den Akten von Lugaggia und in den argentinischen Dokumenten war jedoch der 29. Mai angegeben. Dieses Datum feierte Storni als ihren Geburtstag.[1]

1896 kehrte die Familie mit der vierjährigen Alfonsina nach Argentinien zurück, wo sie am Fuß der Anden in San Juan in recht ärmlichen Verhältnissen lebten. 1899 kam Alfonsinas Lieblingsbruder Hildo zur Welt. Ende 1899 musste die Firma der Brüder Storni liquidiert werden, der Vater Alfonsinas wurde zum Alkoholiker. 1900 zog die Familie Storni nach Rosario. Die Mutter Paulina, die ein Lehrerinnendiplom aus der Schweiz mitgebracht hatte, führte eine kleine Privatschule im eigenen Haus. Vater Alfonso eröffnete das Kaffeehaus „Café Suizo“, die zehnjährige Alfonsina servierte und wusch ab. Nach der Pleite des Cafés wurde der Vater krank und verstarb schließlich 1906. Paulina versuchte die Familie mit Gelegenheitsjobs und Näharbeiten über Wasser zu halten. Alfonsina verließ die Schule und begann mit elf Jahren in einem Konfektionsatelier für Hüte zu arbeiten, wo sie sich zum ersten Mal der sozialen Ungerechtigkeit bewusst wurde und sie zwischen Tüll, Federn, Perlen und Seidentücher, die sie auf die Hüte nähte, ihr ästhetisches Empfinden und die eigenen Prioritäten im Leben entdeckte.[4]

Mit zwölf Jahren schreibt Alfonsina Storni ihr erstes Gedicht, welches von der Mutter zerrissen wurde, weil es von Friedhöfen und Alfonsinas eigenem Tod handelte. Mit sechzehn schickte sie Gedichte an die Wochenzeitschrift Monos y Monadas und war überrascht, dass sie veröffentlicht wurden.

Alfonsina soll erste Erfahrungen als Schauspielerin gemacht haben, als sie für ein erkranktes Ensemble-Mitglied in einem Passionsspiel zur Semana Santa einsprang, in dem ihre Mutter die Hauptrolle spielte. Kurze Zeit später kam die fahrende Theaterkompanie des spanischen Schauspielers José Tallaví in die Stadt. Alfonsina ergriff diese Gelegenheit, reiste ein Jahr lang mit der Truppe umher und trat in den Stücken Gespenster (Henrik Ibsen), La loca de la casa (Benito Pérez Galdós) und Los muertos (Florencio Sánchez) auf. Storni brach die Tournee 1908 aus persönlichen Gründen vorzeitig ab.[4]

1909 ging sie nach Coronda, wo sie die Aufnahmeprüfung für die zweijährige Ausbildung am neu gegründeten Lehrerseminar Escuela Normal Mixta de Maestros Rurales Coronda bestand. Am Wochenende arbeitete sie als Sängerin in einem Theater, bis ihr Doppelleben aufflog und es zu einem Skandal an der Schule kam – Anlass für ihren ersten Selbstmordversuch. Andere Quellen[4] sprechen von Gerüchten über eine Suizidneigung Stornis. Es schien vielmehr, dass die Achtzehnjährige ihr Leben in die Hand nahm. Die Schulabbrecherin holte die Vorbildung in drei Monaten nach und erhielt im Dezember 1910 ihr Lehrdiplom mit Bestnoten.

Alfonsina Storni nahm 1910 am Dritten Nationalkongress der Freidenker in Santa Fe teil, wo sie starke Persönlichkeiten wie Julieta Lanteri und María Abella Ramírez kennenlernte, die sich für feministische Anliegen einsetzen. Ramírez gründete am 11. Dezember 1910 eine Ortsgruppe der Nationalen Liga der Feministinnen, deren zweite Vizepräsidentin Storni wurde. Ab Februar 1911 begann Alfonsina Storni an der Escuela Elemental Nº 65 in Rosario zu unterrichten und im selben Jahr erscheint ihr erster Prosatext in der Zeitschrift Vida Santfesina.

Zu dieser Zeit lernte sie einen verheirateten Politiker, Carlos Tercero Arguimbau, kennen, von dem sie bald ein Kind erwartete; um der „Schande“ in der Provinz zu entgehen, zog sie nach Buenos Aires. Andere Quellen[4] besagen, dass Alfonsina Storni den Autor und Provinzabgeordneten Carlos Tercero Arguimbau möglicherweise bereits im Februar 1908 an der Theaterpremiere in Santa Fe kennengelernt haben könnte, und dass sie zu leben wagte, wofür die Feministinnen und Freidenkerinnen kämpften. So soll sie sich in der Hauptstadt Argentiniens bessere Perspektiven für eine alleinerziehende Mutter erhofft haben. Am 25. Januar 1912 nahm sie in Begleitung von Arguimbau den Zug nach Buenos Aires.

Am 21. April 1912 kam ihr Sohn Alejandro Alfonso Storni im Gemeindespital San Roque zur Welt. Nach der Geburt zogen Mutter und Kind ins Haus der Feministin und Freidenkerin Josefina Durbec de Routin. Dort lebte auch deren gleichaltrige Nichte Julia Huergo, mit der sie eine lebenslange Freundschaft verband. Sechs Monate nach Alejandros Geburt erschien Stornis erster Prosatext in der Wochenzeitschrift Atlántia, die Erzählung Aus dem Leben, welche von einer armen Landlehrerin handelte. 1913 publizierte sie erste Gedichte in der Zeitschrift Caras y Caretas.

Da Stornis Landlehrerinnendiplom in Buenos Aires nicht anerkannt war, musste sie für ihren Lebensunterhalt alle möglichen Arbeiten annehmen, u. a. war sie Kassiererin in einer Apotheke, Verkäuferin in einem Modegeschäft und Angestellte in einer Handelsfirma, in der sie Bestellungen, Briefe und vermutlich auch Werbetexte verfasste. Daneben entstanden 50 Gedichte, die sie im März 1916 als ihren ersten Gedichtband La inquietud del rosal (Die Unruhe des Rosenstocks) veröffentlichte, dessen Druck sie selber finanzierte. Ihr Erstling öffnete ihr Türen, so konnte sie sich in der Familienzeitschrift El Hogar als einzige Frau in der Serie junger Dichter erstmals der argentinischen Öffentlichkeit vorstellen.[4]

1917 erhielt sie den Premio Anual del Consejo Nacional de Mujeres für ihren Canto a los niños. Im selben Jahr wurde sie zur Leiterin der Internatsschule Marcos Paz der Asociación Protectora de Hijos de Policías y Bomberos ernannt. Dort kümmerte sie sich um die Bibliothek und kam wieder mehr zum Schreiben. Doch eine weitere Nervenkrise zwang sie, sich aus dem Internat zurückzuziehen; zeitweilig arbeitete sie als Aufseherin in einer Schule für geistig behinderte Kinder („Escuela de Niños Débiles del Parque Chacabuco“), die sie mit Geschichten und Liedern beruhigte. Sie rezitierte ihre Gedichte auch immer wieder in kleinen Bibliotheken des Partido Socialista, mit dem sie zwar sympathisierte, aber nie Mitglied wurde.

In der Wochenzeitschrift La Nota förderte Chefredakteur Emin Arslan junge Schreibende wie Alfonsina Storni und fand stets Platz für ihre Gedichte. Ihm verdankte sie es, dass sie Kolumnistin wurde. Trotz anfänglichem Widerstand schrieb sie vom 28. März 1919 bis 5. März 1920 wöchentlich die Kolumne für die Frau. Anschließend bot man ihr die Kolumne Frauenskizze in der Beilage der Sonntagsausgabe von Argentiniens traditionsreichster Tageszeitung La Nación an. Storni nahm an und musste ihre Anliegen einmal mehr in Kochrezepte, Tipps für Kosmetik, Mode und Klatsch hineinschmuggeln. Stornis Kolumnen zeichnete sie meist unter dem Deckbamen Tao Lao, was im Spanischen männlich klingt.

Am 9. November 1920 wurde die Tessinerin Alfonsina Storni argentinische Staatsbürgerin. Im selben Monat erscheint ihr vierter Gedichtband Languidez (Matt) mit der Widmung: „Denen, die wie ich keinen einzigen ihrer Träume verwirklichen konnten.“ Dabei war die Kritik hingerissen, das Buch bald vergriffen und es wurde mit dem ersten Preis der Stadt Buenos Aires sowie einem der drei Landespreise ausgezeichnet.[4]

1920 reiste sie auf Einladung der Universität nach Montevideo, wo sie mehrere Vorträge hielt, unter anderem über die von ihr bewunderte Delmira Agustini, der sie auch ein Gedicht widmete. Nach der Anerkennung, die ihr in Uruguay zuteilgeworden war, fühlte sie sich in Buenos Aires wieder einsam und unverstanden und litt unter starken Depressionen. Dabei schrieb sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit: während sie die Hefte ihrer Schüler korrigierte, im Kaffeehaus, in der Straßenbahn, auf Telegrammformularen.

Sie kannte José Enrique Rodó, Amado Nervo, José Ingenieros und Manuel Ugarte. Mit den letzten beiden war sie eng befreundet. Sie reiste oft nach Montevideo in Uruguay, wo sie die Dichterin Juana de Ibarbourou und den Schriftsteller Horacio Quiroga kennenlernte.

1921 halfen ihr Freunde aus ihrer misslichen finanziellen Situation, indem sie eigens für sie einen Posten am Teatro Infantil Labardén schufen, wo sie Kindern Schauspielunterricht erteilte und selbst einige Dramen für Kinder schrieb.

1922 wurde ihr der Premio Nacional (Argentinischer Staatspreis für Literatur) zugesprochen. 1923 verschaffte ihr ihr Freund und Bewunderer, der spätere Unterrichtsminister Antonio Sagarna, einen feste Teilzeitstelle als Professorin für Deklamation an der Escuela Normal de Lenguas Vivas. Storni dankte Sagarna für die Berufung mit einem Gedicht und blieb dieser Schule bis zu ihrem Lebensende treu.

1925 erschien der Gedichtband Ocre, der eine neue Richtung in ihrer Arbeit darstellte. Sie organisierte die Primera Fiesta de la Poesía in Mar del Plata, wo sie zusammen mit anderen Dichterinnen auftrat und großen Erfolg hatte. 1926 erhielt sie einen Lehrstuhl am Musikkonservatorium und unterrichtete Spanisch und Arithmetik an einer Schule für Erwachsene. In diesem Jahr gab sie auch ihr einziges Prosawerk heraus, Poemas de amor, das in drei Auflagen gedruckt und ins Französische übersetzt wurde.

Am 10. März 1927 wurde im Beisein des Präsidenten und anderer hoher Würdenträger Stornis Theaterstück El amo del mundo (Herr der Welt) uraufgeführt. Ursprünglich hatte sie das Werk als Komödie namens Zwei Frauen geschrieben. Es wurde jedoch vom Intendanten und Regisseur Juan León Bengoa und seiner Ehefrau Fanny Brena, welche die Hauptrolle übernahm, teilweise umgeschrieben und anders interpretiert. Die Theaterkritik war gemischt, man warf Storni vor, die Männer zu scharf kritisiert zu haben. Sie wehrte sich mit dem Artikel Hinter den Kulissen einer Inszenierung in Nosostros und ließ das Stück nach sechs Aufführungen vom Spielplan nehmen.[4]

Im Januar 1928 erschütterte ein Todesfall im engsten Freundeskreis Alfonsina Storni. Der Kernkonflikt ihres Theaterstücks El amo del mundo, der uneheliche Sohn erfährt von der Mutter die Wahrheit und dass sie ihn belogen hat, wurde Realität. Storni entwickelte Angstzustände, depressive Verstimmungen und war misstrauisch gegenüber allem und jedem. Das Angebot von Antonio Sagarna, eine mehrmonatige Europareise mit bezahlter Beurlaubung vom Unterricht, lehnte sie ab. Ende Jahr ließ sie ihr Testament notariell beglaubigen.

Ihre Lebensgeister kehrten im Jahr darauf zurück. Zusammen mit ihrer Kollegin Blanca Colorado de la Vega reiste sie Ende Dezember 1929 nach Europa ab und hielt in Spanien mit großem Erfolg Vorträge und Lesungen. Dabei machte sie auch einen Blitzbesuch in ihrem Schweizer Geburtsort. Nach ihrer Rückkehr publizierte sie Dos farsas pirotécnicas (1931). 1933 lernte sie Federico García Lorca in Buenos Aires kennen; auch ihm widmete sie ein Gedicht. Eine zweite Europareise folgte 1934, zusammen mit ihrem Sohn Alejandro; sie wurde in Kulturvereine und Akademien eingeladen und hatte großen Zulauf. In diesem Jahr begann eine neue Schaffensepoche mit Mundo de siete pozos (der Titel bezieht sich auf den menschlichen Kopf mit seinen sieben Öffnungen); ihr Stil wurde immer sarkastischer und provokanter.

1935 erkrankte sie an Brustkrebs und wurde operiert. Die Bestrahlung brach sie wieder ab, nur wenige nahestehende Menschen waren eingeweiht. In den Jahren 1937/38 schieden zudem zwei ihrer besten Freunde, die Dichter Horacio Quiroga und Leopoldo Lugones, durch Selbstmord aus dem Leben. Noch einmal wurde Storni im Januar 1938 nach Montevideo eingeladen, wo sie zusammen mit Gabriela Mistral und Juana de Ibarbourou das große „weibliche Dreigestirn“ der lateinamerikanischen Poesie bildete. Sie selbst hielt dort ihren Vortrag Entre un par de maletas a medio abrir y las manecillas del reloj (Zwischen halb geöffneten Koffern und Uhrzeigern). In ihren letzten Gedichten klingen bereits konkrete Suizidgedanken an.

Am 22. Oktober 1938 schrieb sie in einer Pension in Mar del Plata das Gedicht Voy a dormir (Ich gehe schlafen), das sie noch zur Post brachte und das zwei Tage nach ihrem Tod von der Zeitung La Nación veröffentlicht wurde. Am 25. Oktober 1938 fand Storni am Strand La Perla den Tod im Meer. Eine mögliche Ursache für ihren Freitod war die wiederaufkeimende Brustkrebserkrankung. Ihr Grab befindet sich auf dem Cementerio de la Chacarita in Buenos Aires.

Ihr Freitod ist das Motiv des Gedichtes Alfonsina y el Mar von Félix Luna, das von Ariel Ramírez vertont wurde und zu den bekanntesten lateinamerikanischen Liedern zählt (aufgenommen u. a. von Mercedes Sosa).

In Lugano erinnert die Rivetta Alfonsina Storni, ein kleiner Platz am Uferweg, an die Schriftstellerin.

Werke

Alfonsina Storni gilt heute als eine der großen Wegbereiterinnen der modernen lateinamerikanischen Frauenliteratur, insbesondere wegen ihrer ausdrücklich feministischen Thematik, ihrem originellen, zeitweilig sarkastischen Stil, der sich gegen hergebrachte Stereotype des Weiblichen als des ‚sanften, unterwürfigen Elements‘ wendet. So sticht sie gerade wegen ihres rebellischen Geistes und ihrer nonkonformistischen Haltung, besonders in ihren späten, urban geprägten „Antisonetten“ hervor.

Sie besang die Trostlosigkeit der Großstadt und die Einsamkeit modernen Lebens. Einige ihrer Gedichte wurden zum Skandal, denn so hatte in Buenos Aires noch keine Dichterin gewagt, die Desillusionierung der Liebe zum Thema zu machen. Ihre Themen waren zu neu und für die damalige Zeit auch ungewöhnlich kritisch. Ab 1925 brach sie mit der herrschenden, noch romantischen bzw. symbolistischen Lyrik (vgl. Schmitt: Wie mit gezücktem Messer in der Nacht. 2000, S. 24 f.).

Auch als Journalistin setzte sie sich unmissverständlich für die Rechte der Frau ein, beharrte auf der Verschiedenartigkeit der Geschlechter, aber gleicher gesellschaftlicher Behandlung (vgl. Schmitt: Wie mit gezücktem Messer in der Nacht. 2000, S. 26).

Dichtung

  • 1916 – La inquietud del rosal
  • 1918 – El dulce daño
  • 1919 – Irremediablemente
  • 1920 – Languidez
  • 1925 – Ocre
  • 1926 – Poemas de amor
  • 1934 – Mundo de siete pozos
  • 1938 – Mascarilla y trébol
  • 1938 – Antología poética
  • 1968 – Poesías completas

Theater

  • 1927 – El amo del mundo: Komödie in drei Akten
  • La debilidad de Mister Dougall (1927 begonnen, 1931 beendet, zu Lebzeiten unveröffentlicht)
  • 1932 – Dos farsas pirotécnicas: „Cimbelina en 1900 y pico“ und „Polixena y la cocinerita“ (1931 geschrieben, 1932 veröffentlicht, erst postum aufgeführt).
  • Sie schrieb auch sechs Stücke für Kinder, die zu Lebzeiten unveröffentlicht blieben, mit selbst komponierter Musik

Essay

  • 1998 – Nosotras y la piel: selección de ensayos

Übersetzungen ins Deutsche

  • Ultrafantasía. Lieblingsgedichte. Handverlesen, übersetzt, illustriert und mit einem Nachwort von Hildegard Elisabeth Keller. Edition Maulhelden, Zürich 2022, ISBN 978-3-907248-10-2.
  • Chicas. Kleines für die Frau. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard Elisabeth Keller. Mit Geleitwort von Georg Kohler. Edition Maulhelden, Zürich 2021.
  • Cuca. Geschichten. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard Elisabeth Keller. Mit Geleitwort von Elke Heidenreich. Edition Maulhelden, Zürich 2021.
  • Cardo. Interviews & Briefe. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard Elisabeth Keller. Mit Geleitwort von Denise Tonella. Edition Maulhelden, Zürich 2021, ISBN 978-3-907248-07-2.
  • Cimbelina. Theaterstücke. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard Elisabeth Keller. Mit Geleitwort von Daniele Finzi Pasca. Edition Maulhelden, Zürich 2021, ISBN 978-3-907248-08-9.
  • Meine Seele hat kein Geschlecht. Erzählungen, Kolumnen, Provokationen. Herausgegeben, übersetzt und eingeleitet von Hildegard Elisabeth Keller. Mit einem Vorwort von Elke Heidenreich. Limmat Verlag, Zürich 2013, ISBN 978-3-85791-717-2.
  • El murciélago azul de la tristeza / Blaue Fledermaus der Trauer. Gedichte zweisprachig spanisch-deutsch. Ausgewählt, aus dem Spanischen übersetzt und mit einem Nachwort von Reinhard Streit. teamart-Verlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-908126-34-8.
  • Poemas de amor / Liebesgedichte. Spanisch – deutsch. Übersetzt und mit einem Nachwort von Reinhard Streit. Mit Texten von Christoph Kuhn und Alberto Nessi. Limmat Verlag, Zürich 2003, ISBN 3-85791-437-8.
  • Verse an die Traurigkeit. Gedichte; spanisch – deutsch. Übersetzt aus dem Spanischen von Hans Erich Lampl. Orte-Verlag, Zürich/Zelg (Wolfhalden) 1995, ISBN 3-85830-069-1.
  • Verwandle die Füsse. Ausgewählte Gedichte; spanisch – deutsch (berechtigte Übertragung von Waldtrud Kappeler). Verlag der Arche Zürich 1984, ISBN 3-7160-1915-1.

Literatur

  • Heidrun Adler/Kati Röttger (Hrsg.): Geschlechter: Performance Pathos Politik. Das postkoloniale Theater lateinamerikanischer Autorinnen (= Theater in Lateinamerika. 1). Vervuert, Frankfurt 1998.
  • Carlos A. Andreola: Alfonsina Storni. Vida – talento – soledad. Primera biografía integral y documentada que reúne antecedentes estrictamente desconocidos y revela aspectos apostamente vedados hasta hoy; guía cronológia, práctica y fundamental, destinada a las escuelas, colegios y universidades. Ed. Plus Ultra, Buenos Aires 1976.
  • Ana Atorresi: Un amor a la deriva – Horacio Quiroga y Alfonsina Storni (= Colección „Personajes de la historia“). Solaris, Montevideo 1997, ISBN 987-9172-11-6.
  • Roberto Bula Píriz: Alfonsina en mi recuerdo: con una noticia bio-bibliográfica y poesía comentada de Alfonsina Storni (= Colección Literaria. 6). Ed. El Galeón, Montevideo 1997, ISBN 9974-553-14-8.
  • Stefano Barelli: Alfonsina Storni. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11. Juni 2012.
  • Hildegard Elisabeth Keller: „Weit ist die Welt, und in ihr haben alle Platz.“ Zum Werk von Alfonsina Storni (1892–1938) (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). In: Literarischer Monat. Nr. 3, 2013.
  • Hildegard Elisabeth Keller: Wach. Das Leben und Weiterleben der Alfonsina Storni. Band 1. Edition Maulhelden, Zürich 2024, ISBN 978-3-907248-05-8.
  • Hildegard Elisabeth Keller: Frei. Das Leben und Weiterleben der Alfonsina Storni. Band 2. Edition Maulhelden, Zürich 2024, ISBN 978-3-907248-06-5.
  • Hildegard Elisabeth Keller: Alfonsina Storni: Die Frau und das Meer, in: Die Zeit, Nr. 26, 2004.
  • María Gabriela Mizraje: Argentinas de Rosas a Perón. Editorial Biblos, Buenos Aires 1999.
  • Conrado Nalé Roxlo, Mabel Mármol: Genio y figura de Alfonsina Storni (= Biblioteca de América: Colección genio y figura). Editorial Universitaria, Buenos Aires 1966.
  • Hans-Jürgen Schmitt: Wie mit gezücktem Messer in der Nacht. Delmira Agustini, Alfonsina Storni, Alejandra Pizarnik. Ammann, Zürich 2000, ISBN 3-250-30004-7.

Vertonungen

  • Der Komponist Juan María Solare hat 2009 den Liederzyklus Viejas palabras („Alte Worte“) für Gesang und Klavier nach Gedichten von Alfonsina Storni komponiert (Viaje, El sueño, Cuadrados y ángulos & ¿Qué diría la gente? sowie drei kurze Klavier Interluden zwischen den Liedern). Der Zyklus dauert knappe 15 Minuten.[5]
  • Saúl Cosentino hat Cuadrados y Ángulos vertont.

Filme

Commons: Alfonsina Storni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Hildegard Elisabeth Keller: Vom Leben und Weiterleben der Alfonsina Storni. Biografie. Band 2. Frei: 1930–2024 (= Edition Maulhelden. Nr. 6). Edition Maulhelden, Zürich 2024, ISBN 978-3-907248-06-5, S. 260.
  2. Stefano Barelli: Storni, Alfonsina. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS). 11. Juni 2012, abgerufen am 30. September 2025.
  3. a b Daniele Muscionico: Starke Schweizer Frauen. Limmatverlag, Zürich 2001, ISBN 3-03926-018-9.
  4. a b c d e f g h i Hildegard E. Keller: Wach. Vom Leben und Weiterleben der Alfonsina Storni. Band 1. Verlag Zürich, Edition Maulhelden, 2024.
  5. Juan Maria Solare: Werkverzeichnis vom Komponisten Juan María Solare [Buenos Aires / Bremen]. (PDF). Academia, 2019, abgerufen am 31. Dezember 2025.