Alexis Grimou
Alexis Grimou, auch Alexis Grimoux und Grimoult, (* 24. Mai 1678 in Argenteuil; † Anfang Mai 1733 in Paris) war ein französischer Maler.
Leben
Alexis Grimous Lehrer ist unbekannt, aber es wird vermutet, dass François De Troy ihn unterrichtet hat. Rembrandt hat ihn stark beeinflusst, was sich in einigen seiner Arbeiten widerspiegelt, die Rembrandts Stil nachahmen. Das früheste bekannte Ereignis in Grimous Leben ist seine Eheschließung am 29. Mai 1704.
Am 5. September 1705 trat er der Académie Royale bei, verzögerte jedoch die Einreichung seiner Aufnahmearbeiten, was 1709 zur Annullierung seiner Bewerbung führte. Es wird angedeutet, dass familiäre Probleme und finanzielle Schwierigkeiten ihn belastet haben könnten. Daher wurde er Mitglied der Académie de St. Luc, anstatt in die Académie Royale aufgenommen zu werden. Grimou könnte auch eine Reise nach Holland unternommen haben, um von Rembrandt zu lernen.
Zu seinen frühen Werken, die vor 1720 entstanden, gehören Porträts und ein Bildnis eines Kapuziners, die alle den Einfluss Rembrandts zeigen. 1720 malte er das Bildnis des Marquis d'Artaguiette, sein erstes bedeutendes Werk. Weitere Werke umfassen das Knabenbildnis des Marquis de Sourches von 1723 und ein Selbstbildnis von 1724. Er malte die beiden kleinen Meisterstücke La jeune Pelerine und Le jeune Pelerin im Jahr 1725.
Im Folgenden malte er bedeutende Porträts wie das von Lebaif (1726) und andere Werke, die in verschiedenen Museen in Frankreich und anderswo aufbewahrt sind. Auch in den Museen zu Amiens, Bordeaux, Dresden und anderen Städten befinden sich Werke von ihm. Ein bemerkenswertes Bild, Eine Anbetung der Hirten, ist eine Kopie nach Rubens.
Grimou wurde von Zeitgenossen als französischer Rembrandt gefeiert. Sein Stil basierte auf intensiver Naturbeobachtung, und er ging von der Nachahmung der venezianischen Maler weit weg. Seine Werke zeichnen sich durch Brust- oder Halbfigur-Ausschnitte aus, während ganzfigurige Porträts selten zu finden sind. Grimous Biografie ist von vielen Anekdoten umgeben, die seinen exzentrischen Charakter und Lebensstil beschreiben. In Selbstbildnissen zeigt er sich als lebensfreudiger Mensch. Diverse Künstler haben seine Werke gestochen.
Werke (Auswahl)
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Bildnis des Marquis d’Artaguiette, 1720, Musée Bernard d’Agesci, Niort
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La jeune Pelerine, 1725, Musée des beaux-arts de la ville de Paris
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Judith mit Holofernes Kopf, Schlossmuseum Wilanów
Literatur
- Robert Darmstaedter: Künstlerlexikon. Über 4400 Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Pawlak, Herrsching 1986, ISBN 3-88199-300-2, S. 290.
- Grimou, Alexis. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 15: Gresse–Hanselmann. E. A. Seemann, Leipzig 1922, S. 52–53 (Textarchiv – Internet Archive).