Alexander Schwarz (Germanist)
Alexander Schwarz (* 9. April 1950 in Wien) ist ein Schweizer Germanist, Sprachwissenschaftler und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Alexander Schwarz legte seine Matura 1968 in Zürich ab. Anschliessend studierte er von 1968 bis 1978 Germanistik und Geschichte sowie Sprachwissenschaft an der Universität Zürich und an der Universität Bonn (1970). Von 1974 bis 1982 arbeitete er als Lehrer an der Dolmetscherschule in Zürich und promovierte 1975 im Fach Germanistik an der Universität Zürich bei Stefan Sonderegger. Im Jahre 1989 erfolgte dort seine Habilitation, nachdem er 1982 eine Gastprofessur an der Washington University in St. Louis (Missouri) innegehabt hatte. Bis 1994 lehrte er als Privatdozent an der Universität Zürich und von 1987 bis 1993 als Assistenzprofessor an der Universität Lausanne. Dort übernahm er 1993 eine ordentliche Professur für Deutsche Sprachwissenschaft. 2015 wurde er emeritiert.[2]
In seinen Veröffentlichungen beschäftigt sich Alexander Schwarz neben der Textlinguistik mit der älteren deutschen Literatur und ihrer Geschichte.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Der Sprachbegriff in Otfrids Evangelienbuch. Bamberg 1975 (Dissertation Universität Zürich).
- mit Paul Michel: Unz in obanentig. Aus der Werkstatt der karolingischen Exegeten Alcuin, Erkanbert und Otfried von Weissenburg (= Studien zur Germanistik, Anglistik und Komparatistik. Bd. 79). Bouvier, Bonn 1978, ISBN 3-416-01459-6.
- Sprechaktgeschichte. Studien zu den Liebeserklärungen in mittelalterlichen und modernen Tristandichtungen (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik. Bd. 398). Kümmerle, Göppingen 1984, ISBN 3-87452-619-4 (Habilitationsschrift Universität Zürich).
- als Mitautor: Alte Texte lesen.Textlinguistische Zugänge zur älteren deutschen Literatur (= UTB. Bd. 1482). Haupt, Bern 1988, ISBN 3-258-03918-6.
- als Hrsg.: Lesarten. New methodologies and old texts (= Tausch. Bd. 2). Lang, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-261-04264-8.
- mit Ariane Gehrig: Tells Werte. Einführung in die Lektüre von Nationalhelden (= Tausch. Bd. 4). Lang, Bern 1992, ISBN 3-261-04540-X.
- als Hrsg.: Ererben, erwerben, besitzen. Heldrunger Gespräche über den Umgang mit Traditionen (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik. Bd. 267). H.-D. Heinz, Stuttgart 1992, ISBN 3-88099-271-1.
- als Hrsg.: Text im Kontext. Anleitung zur Lektüre deutscher Texte der frühen Neuzeit (= Tausch. Bd. 9). Lang, Bern 1997, ISBN 3-906759-55-5.
- Hrsg., mit Peter V. Zima: Der unzitierbare Text. Ein Gespräch (= Tausch. Bd. 10). Lang, Bern 1997, ISBN 3-906757-76-5.
- mit Gerhild Scholz Williams: Existentielle Vergeblichkeit. Verträge in der Mélusine, im Eulenspiegel und im Dr. Faustus (= Philologische Studien und Quellen. Bd. 179). Schmidt, Berlin 2003, ISBN 3-503-06174-6.
- als Hrsg., mit Luisa Rubini Messerli: Stimmen, Texte und Bilder zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit (= Tausch. Bd. 17). Lang, Bern 2009, ISBN 978-3-03911-760-4.
- als Mithrsg.: Textsorten und Textallianzen um 1500. Handbuch. Drei Teile (= Berliner sprachwissenschaftliche Studien. Bd. 20 und 21). Weidler Buchverlag, Berlin 2009/2019.
- als Hrsg.: Till Eulenspiegel. Traduire l’original, zurück zum Original. Centre de Trad. Littéraire, Lausanne 2013, ISBN 2-88357-061-2.
- als Mithrsg.: Körper – Kultur – Kommunikation (= Tausch. Bd. 18). Lang, Bern 2014, ISBN 978-3-0343-1543-2.
- als Hrsg., mit Matthias Steinbach: Eulenspiegels Rückkehr. Edition Hamouda, Leipzig 2025, ISBN 978-3-95817-147-3.
Einzelnachweise
- ↑ Schwarz, Alexander. In: Wilfried Kürschner (Hrsg.): Linguisten-Handbuch. Bd. 2. Narr, Tübingen 1994, S. 864 f., ISBN 3-8233-5000-5 (mit biografischen Daten, Publikationsliste und Foto); Prof. Dr. Alexander Schwarz. In: Germanistenverzeichnis (abgerufen am 19. Oktober 2025).
- ↑ Alexander Schwarz. In: Université de Lausanne / Unisciences (mit biografischen Daten u. a., abgerufen am 19. Oktober 2025).