Alchemia (Theo-Jörgensmann-Album)
| Alchemia | ||||
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| Livealbum von Theo Jörgensmann & Oleś Brothers | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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| Label(s) | HatHut Records | |||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
5 | |||
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57:58 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Klub Alchemia Krakau | |||
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Alchemia ist ein Musikalbum von Theo Jörgensmann und den Oleś Brothers. Die am 23. Mai 2006 im Klub Alchemia Krakau entstandenen Aufnahmen erschienen 2007 auf HatHut Records.
Hintergrund
Der Klarinettist Theo Jörgensmann nahm das Album bei einem Auftritt mit Marcin Oleś (Bass) und Bartłomiej Oleś (Schlagzeug) im Klub Alchemia in Krakau auf. Alchemia folgt auf Jorgensmanns Debüt mit dem Bass- und Schlagzeugteam Marcin und Bartlomiej Brat Oles, Miniatures, 2003 erschienen bei Not Two Records.
Titelliste
- Theo Jörgensmann & Oleś Brothers – Alchemia (hatOLOGY 646)[1]
- Direction (Theo Jörgensmann) 7:55
- Perrata (Marcin Oleś) 8:59
- Menace (Bartlomiej Brat Oleś, Marcin Oleś) 19:23
- Guiffree (Bartlomiej Brat Oleś) 9:13
- 4 x 4 (Theo Jörgensmann) 12:25
Rezeption
Nach Ansicht von Chris May, der das Album in All About Jazz rezensierte, besitze Jörgensmann einen umfangreichen historischen Fokus, der praktisch die gesamte Jazztradition umfasst: Es sei die Bestätigung dessen, was für den Klarinettiste „die vierte Dimension der Zeit in der Musik (man nennt sie Swing)“ sei. Jörgensmann würde sein Instrument mit festen Händen halten, einem vollen Ansatz und kräftigen Lungenflügeln, bleibe während des Großteils der 58 Minuten am Mikrofon und liefere, abgesehen von gelegentlichen pastoralen Zwischenspielen, einen Schwall kraftvoller Musik. Ehemalige Klarinettenmeister wie Artie Shaw, Woody Herman und Benny Goodman würden vor den Ohren des Zuhörers hin und her swingen, was weniger in Jorgensmanns Tönen als vielmehr in seinem jubelnden, treibenden Swing-Gespür spürbar ist. Es sei berauschendes, aus dem Bauch kommendes Spiel. Die Oles-Brüder wiederum würden mit der kraftvollen, wirbelnden Musik brillieren, die das Album dominiert.[2]
François Couture verlieh dem Album in Allmusic dreieinhalb Sterne und schrieb, Alchemia markiere für Meisterklarinettist Theo Jörgensmann eine Rückkehr zu traditionelleren Formen. Die Zusammenarbeit mit der Rhythmusgruppe der Oles Brothers würde den Hörer mit Anklängen an Ornette Coleman, David Murray und Jimmy Giuffre erfüllen. Agil und filigran wie eh und je decke Jörgensmanns Spiel ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten ab, von der innigen Zartheit in „Giuffree“ des Klarinettisten bis hin zum deutlich raueren und harscheren Klang in „Direction“. Obwohl sie an entgegengesetzten Enden des Albumspektrums stehen, verbinde diese beiden Stücke eine klare Denkweise, die Fans von Jörgensmanns Musik schon lange kennen. Ehrlich gesagt sei Alchemia ein füllerfreies Free-Jazz-Album – im Coleman-Sinne des Begriffs – ein konzentriertes einstündiges Set.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Theo Jörgensmann & Oleś Brothers – Alchemia. In: Discogs. Abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Chris May: Theo Jorgensmann & Oles Brothers: Alchemia. In: All About Jazz. 24. Januar 2008, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Besprechung des Albums von François Couture bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 10. Oktober 2025.