Albrecht I. von Meißen

Albrecht I. von Meißen (auch Albert, † 1. August 1152 auf dem Weg oder in Konstantinopel) war von 1150 bis 1152 Bischof von Meißen.

Herkunft und Anfänge

Die Herkunft von Albrecht I. und seine Ämter, bevor er Bischof wurde, sind nicht bekannt. Die Nachricht, er sei zunächst Dompropst gewesen, beruht auf einer Papsturkunde, die aber nur einen Dompropst, abgekürzt mit „A.“, erwähnt.[1] Mehrere Chronisten berichten von einem „Berthold“ als Nachfolger des Bischofs Reinward, aber schon Eduard Machatschek schloss Berthold aus der Bischofsreihe aus.

Bischof

Angaben zu Wahl und Investitur von Albrecht I. fehlen. Er ist auch nur in wenigen Urkunden fassbar, aber mehrfach in der Umgebung von König Konrad III. belegt.[2] Bischof Otto von Freising erwähnt ihn im Zusammenhang einer Reise, die beide 1151 mit dem König nach Utrecht unternahmen, um einen Streit um das dortige Bischofsamt zwischen Friedrich von Berg und Hermann von Horn beizulegen.[3]

1152 beauftragte Konrad III. den als sprachgewandt geltenden Bischof mit einer diplomatischen Mission zum byzantinischen Kaiser Manuel I. Er sollte die Möglichkeit einer Heirat zwischen Konrad III. und einer Komnenen-Prinzessin ausloten, starb aber unterwegs.[4]

Literatur

  • Eduard Machatschek: Geschichte der Bischöfe des Hochstiftes Meissen in chronologischer Reihenfolge. Zugleich ein Beitrag zur Culturgeschichte der Mark Meissen und des Herzog- und Kurfürstenthums Sachsens nach dem „Codex Diplomaticus Saxoniae Regiae“, anderen glaubwürdigen Quellen und bewährten Geschichtswerken bearbeitet. Meinhold, Dresden 1884. S. 116–120.
  • Wolfram Ziegler: König Konrad III. (1138–1152). Hof Urkunden und Politik. Böhlau, Wien u. a. 2008. ISBN 978-3-205-77647-5, S. 276–278.

Einzelnachweise

  1. Ziegler, S. 276.
  2. Ziegler, S. 276.
  3. Ziegler, S. 277.
  4. Ziegler, S. 278.
VorgängerAmtNachfolger
ReinwardBischof von Meißen
1150–1152
Gerung