Albrecht Friedrich May

Albrecht Friedrich May (* 10. Oktober 1773 in Schadau (Strättligen, heute Gem. Thun); † 3. Mai 1853 in Bern) war ein Schweizer Politiker, Sekretär und Diplomat.

Leben

May studierte Rechtswissenschaften in Deutschland[1] und wurde 1798 Sekretär des Helvetischen Direktoriums. 1799 und 1802 reiste er für diplomatische Missionen nach Paris und schlug 1802 als Generalkommissär des Kantons Léman den Bourla-Papey-Aufstand nieder. 1802 wurde er Regierungsstatthalter im Kanton Zürich. 1803 reiste er nach Italien und liess sich zum Fürsprecher ausbilden. Von 1804 bis 1815 war er Oberlehenskommissär. 1807 heiratete er Anne-Marie Jacqueline Tschiffeli, eine Enkelin Johann Rudolf Tschiffelis.[1] Von 1814 bis 1846 war er Berner Grossrat.[2]

May war ein Gegner der Restauration und der Angliederung des Bistums Basel an Bern. Von 1816 bis 1823 war er Oberamtmann in Courtelary. Von 1827 bis 1837 war er bernischer Staatsschreiber. „Mays liberale Grundhaltung und überparteiliche Politik des Juste-Milieu trugen entscheidend zum reibungslosen Übergang zur liberalen Ordnung Berns bei.“[2]

Albrecht Friedrich May war Angehöriger der Gesellschaft zu Mittellöwen.[3] Nach Erreichen der Volljährigkeit wurde er mit dem Amt des Stubenmeisters zu Mittellöwen betraut.[3] 1827 wurde er auf Mittellöwen Seckelmeister und verblieb in diesem Amt bis zu seinem Ableben.[3]

Quellen

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Albrecht Friedrich May auf hfls.ch
  2. a b Christoph Zürcher: May, Albrecht Friedrich. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  3. a b c Ludwig Lauterburg, Albrecht Friedrich May 1860, S. 201.