Alberto Michelini

Alberto Michelini (* 25. Juli 1941 in Rom) ist ein italienischer Journalist und Politiker.

Leben

Alberto Michelini arbeitete zunächst als Moderator und Sonderkorrespondent für die Nachrichtensendung TGUno auf RaiUno.[1] In dieser Funktion führte er eines der ersten Fernsehinterviews mit Papst Johannes Paul II. Er widmete dem Pontifikat von Johannes Paul II. zehn Bücher und zwanzig Videos. Außerdem berichtete er über das Papstattentat 1981.[2]

Michelini wurde bei der Europawahl 1984 gewählt[3] und 1989 für die Liste der Democrazia Cristiana wiedergewählt.[4] Er war Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu Malta im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss, Mitglied des Ausschusses für Umweltschutz, öffentliche Gesundheit und Verbraucherschutz, des Ausschusses für Entwicklung und Zusammenarbeit, des Ausschusses für Politik sowie des Ausschusses für Kultur, Jugend, Bildung und Medien.

Vom 2. Juli 1987 bis zum 27. April 2006 war Michelini Mitglied der Camera dei deputati. Bei den Parlamentswahlen 1994 wurde Michelini für Patto Segni in die Abgeordnetenkammer gewählt, trat jedoch am 19. April aus,[5] um die Partei Cattolici Liberali zu gründen. Kurz darauf gehörte er zu den Gründern der Gruppe der Federalisti e Liberaldemocratici. Im Februar 1995 schloss er sich zusammen mit den Cattolici Liberali der Partei Forza Italia an. Im selben Jahr kandidierte er als Präsidentschaftskandidat für die Mitte-rechts Koalition bei der Regionalwahl in Latium, wurde jedoch vom Kandidaten der Mitte-links Koalition – und Kollegen bei der Rai – Piero Badaloni geschlagen.[6]

Michelini war Präsident von Progetto Famiglia – Movimento per i diritti della famiglia und Mitglied des Forum delle Associazioni Famigliari. Silvio Berlusconi ernannte ihn zu seinem persönlichen Vertreter für den „Aktionsplan für Afrika“ im Rahmen des G8-Gipfels in Genua 2001.[7] Im Jahr 2006 nahm er das Angebot von Walter Veltroni an, als Spitzenkandidat der Moderati per Veltroni bei den Kommunalwahlen in Rom anzutreten; die Liste erhielt 4,50 % der Stimmen und stellte damit keinen Stadtrat.

Er ist der Bruder des Musikers Luciano Michelini und Schwiegervater der Schauspielerin Giusy Buscemi. Alberto Michelini ist Mitglied des Opus Dei.[8]

Einzelnachweise

  1. Il ministro, il ’prete‘ e l’uomo delle tivvù … In: ricerca.repubblica.it. 19. Februar 1994, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  2. Commemorazione del VII anniversario della visita di Papa Giovanni Paolo II al Parlamento Italiano. In: vatican.va. 12. November 2009, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  3. Sfida a tre per il voto europeo. In: ricerca.repubblica.it. 9. Mai 1984, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  4. Martinazzoli sarà capolista a nordovest Goria il numero due. In: ricerca.repubblica.it. 9. Mai 1989, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  5. Amato se ne va, il Patto si sgretola. In: ricerca.repubblica.it. 27. April 1994, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  6. Verificati i voti vince Badaloni. In: ricerca.repubblica.it. 13. Mai 1995, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  7. Michelini, i moderati con Veltroni. In: ricerca.repubblica.it. 30. April 2006, abgerufen am 24. Dezember 2025.
  8. È all’ ombra del cupolone si sfidano i due mezzibusti. In: ricerca.repubblica.it. 30. März 1995, abgerufen am 24. Dezember 2025.
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