Albert Lorenz (Mediziner)
Albert Lorenz (* 2. September 1885 in Wien; † 23. Juli 1970 ebenda) war ein österreichischer Orthopäde.
Leben
Der ältere Sohn des Orthopäden Adolf Lorenz und Bruder von Konrad Lorenz studierte nach der Matura am Schottengymnasium Medizin an der Universität Wien, wo er 1910 zum Dr. med. univ. promovierte. Ab 1938 war er Leiter des orthopädischen Ambulatoriums der Wiener Allgemeinen Poliklinik und an der Universitäts-Kinderklinik. 1951 wurde er in den Ruhestand versetzt. Er ist auf dem Hietzinger Friedhof begraben.
Als Mediziner beschäftigte sich Albert Lorenz insbesondere mit Amputation und Prothesenversorgung, Schenkelhalsfraktur, Hohlfußdeformität und Pfannendachplastik. Daneben veröffentlichte er unter anderem autobiografische Bücher, in denen er Erinnerungen an seine Militärausbildung im Ulanenregiment (Schattenreiter) und an seine Erlebnisse mit Adolf Lorenz (Wenn der Vater mit dem Sohne) beschreibt.
Schriften (Auswahl)
- Richtlinien praktischer Orthopädie. Verlag Franz Deuticke, Wien 1939.
- Moderne Kriegsorthopädie. Enke Verlag, Stuttgart 1941.
- Orthopädie für den praktischen Arzt. Verlag Brüder Hollinek, Wien 1949.
- Schattenreiter. Wancura, Wien 1958.
- Alte Autos - junge Liebe. Kremayr & Scheriau, Wien 1963.
- Wenn der Vater mit dem Sohne .... Erinnerungen an Adolf Lorenz. Verlag Franz Deuticke, Wien 1965.
Literatur
- Lorenz, Albert. In: Walther Killy, Rudolf Vierhaus (Hrsg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. 1. Auflage. Band 6: Kogel–Maxsein. K. G. Saur, München 1997, ISBN 3-598-23166-0, S. 551.
- Herrn Dozent Dr. Albert Lorenz zum 80. Geburtstag. In: Zeitschrift für Orthopädie und ihre Grenzgebiete. Band 100. 1965, S. 403.
Weblinks
- Albert Lorenz im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
- adolf-lorenz-verein.at