Albert Fries (Literaturhistoriker)
Albert Rudolf Fries (* 6. April 1869 in Hamburg; † 20. Februar 1926 in Berlin) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Literaturhistoriker.[1]
Leben und Wirken
Nach seiner Reifeprüfung 1896 in Berlin studierte Albert Fries von 1896 bis 1901 Germanistik, Klassische Philologie und Philosophie an der Universität Berlin. Seine Promotion erfolgte 1901 bei Erich Schmidt. An der Berliner Universität legte er 1907 bzw. 1909 die Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. Von 1904 bis 1907 arbeitete er als Privatlehrer an einer höheren Mädchenschule in Berlin. Es folgte ab 1907 sein Schuldienst an Gymnasium und zwar am Lessing-Gymnasium Berlin (1907/8), am Gymnasium Eberswalde (1908/9), in Berlin-Rummelsberg (1909/10), in Berlin-Friedenau (1911 bis 1913), am König-Wilhelm-Gymnasium Stettin (1913 bis 1919) und bis 1924 in Treptow bzw. Dramburg. Im Jahre 1924 trat er in den Ruhestand.
Als Literaturhistoriker veröffentlichte Albert Fries vor allem Arbeiten zur Stilanalyse und Stilkritik zu den Autoren der deutschen Klassik und zu weiteren Autoren des 19. Jahrhunderts.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Goethes Achilleis (= Berliner Beiträge zur germanischen und romanischen Philologie. Germanistische Abteilung, Bd. 10). Ebering, Berlin 1901 (= Dissertation Universität Berlin).
- Vergleichende Studien zu Hebbels Fragmenten nebst Miscellaneen zu seinen Werken und Tagebüchern (= Berliner Beiträge zur germanischen und romanischen Philologie. Germanistische Abteilung, Bd. 11). Ebering, Berlin 1903.
- Platen-Forschungen (= Berliner Beiträge zur germanischen und romanischen Philologie. Germanistische Abteilung, Bd. 13). Ebering, Berlin 1903.
- Stilistische Untersuchungen zu Schiller. In: Euphorion. Zeitschrift für Literaturgeschichte, Bd. 12 (1905), S. 485–504.
- Beobachtungen zu Schillers Stil und Metrik in der Zeit seiner dichterischen Reife. In: Studien zur vergleichenden Literaturgeschichte, Bd. 5 (1905), Ergänzungsband, S. 303–330.
- Stilistische und vergleichende Forschungen zu Heinrich von Kleist mit Proben angewandter Ästhetik (= Berliner Beiträge zur germanischen und romanischen Philologie. Germanistische Abteilung, Bd. 17). Ebering, Berlin 1906 (Nachdruck: Kleist-Archiv Sembdner, Heilbronn 2016, ISBN 3-940494-76-3).
- Zu Bürgers Stil. In: Pädagogisches Archiv, Bd. 49 (1907), S. 594–603.
- Aus meiner stilistischen Studienmappe. Borussia, Berlin 1910.
- Stilistische Beobachtungen zu Wilhelm Meister (= Berliner Beiträge zur germanischen und romanischen Philologie. Germanistische Abteilung, Bd. 31). Ebering, Berlin 1912.
- Beobachtungen zu Wildenbruchs Stil und Versbau (= Germanistische Studien, Bd. 10). Ebering, Berlin 1920 (Nachdruck: Kraus, Nendeln/Liechtenstein 1967).
- Intime Beobachtungen zu Grillparzers Stil und Versbau. Mit Exkursen zu Klopstocks, Goethes und Shakespeares Stil (= Germanistische Studien, Bd. 18). Ebering, Berlin 1922 (Nachdruck: Kraus, Nendeln/Liechtenstein 1967).
- Stilbeobachtungen zu Goethe, Schiller und Hölderlin. Aus dem Nachlass herausgegeben (= Germanistische Studien, Bd. 31). Ebering, Berlin 1927 (Nachdruck: Kraus, Nendeln/Liechtenstein 1967).
Einzelnachweise
- ↑ Fries, Albert Rudolf. In: Christoph König (Hrsg.): Internationales Germanistenlexikon 1800-1850. Bd. 1. De Gruyter, Berlin 2003, S. 527f., ISBN 3-11-015485-4 (mit allen biografischen Daten u. weiteren Literaturangaben).