Albert B. Smith

Albert B. Smith (* 23. November 1923 im Bolivar County, Mississippi, USA; † 7. Februar 1974 in Chicago, Illinois, USA), bekannt als Al Smith, war ein US-amerikanischer Musiker (Gesang, Kontrabass), Bandleader, Musikmanager und Produzent. Er arbeitete mit vielen Bluesmusikern zusammen, war aber auch in den Genres Doo Wop, R&B und Soul tätig.

Biografie

Albert B. Smith wurde am 23. November 1923 im Bolivar County (Mississippi) geboren. Seine Familie zog 1927 nach Pace (Mississippi). Er lernte Kontrabass in einer Schulband spielen, nachdem er Big Joe Williams und andere Delta-Blues-Musiker im Barrelhouse seiner Mutter gehört hatte. 1940 heuerte er bei der Handelsmarine an und kam 1943 nach Chicago (Illinois). 1945 gründete er eine Bebop-Band, die in lokalen Clubs spielte.[1]

Bei Aufnahmen von Johnny Shines für J.O.B. Records im Jahr 1953 ist Smith als Bassist verzeichnet.[2] Wahrscheinlich machte er bereits 1952 Aufnahmen mit Shines.[3] Von Herbst 1952 bis Frühjahr 1959 hatte Smith seine erfolgreichste Zeit als Bandleader. In diesem Zeitraum hatte er Aufnahmesessions bei vier verschiedenen Independent-Labels in Chicago. Er leitete Hausbands bei Chance (1952–1954), Parrot/Blue Lake (1953–1955), United and States (1953–1956) und, am wichtigsten, bei Vee-Jay (1954–1959). Zu den Musikern und Gesangsgruppen, die Smith in dieser Zeit bei Aufnahmen mit seiner Band begleitete, gehörten neben Johnny Shines unter anderem Tampa Red (als „Jimmy Eager“), Arthur „Big Boy“ Spires, Arbee Stidham, Little Junior Parker, Gene Allison, The Orioles, The Dells und The Spaniels. Meist betätigte Smith sich als Backgroundsänger; gelegentlich trat er als Solosänger ohne Band auf.[1][4]

Al Smith war Manager und Bandleader von Jimmy Reed und produzierte nach der Auflösung von Vee-Jay 1966 Soul-Aufnahmen für ABC und Blues-Aufnahmen für das ABC-Sublabel Bluesway, unter anderem mit John Lee Hooker. 1973 unterzeichnete Smith einen Vertrag mit Bluesway über die Produktion von 25 Alben, wovon 20 veröffentlicht wurden.[4]

Al Smith starb am 7. Februar 1974 in Chicago an einem Herzinfarkt.[4][5]

Einzelnachweise

  1. a b Armin Büttner, Robert Campbell, Robert Pruter: La Grande Discographie du Chef d’Orchestre à Chicago Al Smith – Part One: 1952–1955. Clemson University, Revised 24. Oktober 2019 (englisch), abgerufen am 21. November 2025
  2. Stefan Wirz: Illustrated Johnny Shines discography. Wirz.de (englisch), abgerufen am 21. November 2025
  3. Jeff Harris: Big Road Blues Show 9/11/22: Get Hip to Yourself – Al Smith & Friends. Big Road Blues, 11. September 2022 (englisch), abgerufen am 21. November 2025
  4. a b c Armin Büttner, Robert Campbell, Robert Pruter: La Grande Discographie du Chef d’Orchestre à Chicago Al Smith – Part Two: 1956–1965. Clemson University, Revised 25. Mai 2020 (englisch), abgerufen am 21. November 2025
  5. Al Smith born 23 November 1923. From the Vaults, 23. November 2023 (englisch), abgerufen am 21. November 2025