Albanisch-haitianische Beziehungen

Albanisch-haitianische Beziehungen
Haiti Albanien
Haiti Albanien

Die albanisch-haitianischen Beziehungen beschreiben das Verhältnis zwischen der Republik Albanien einerseits und der Republik Haiti andererseits.

Die beiden Länder unterhalten keine diplomatischen Beziehungen und haben keine bilateralen Abkommen abgeschlossen (Stand 2025).

Albanien und Haiti waren Mitglieder im Völkerbund und sind Mitglieder der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen. Während Haiti im Jahr 1945 zu den Gründungsmitgliedern der Vereinten Nationen gehörte, trat Albanien 1955 bei.[1]

Haiti ist Mitglied der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), bei der Albanien einen Beobachterstatus innehat.[2]

Der haitianische Präsident Michel Martelly und der albanische Präsident Bujar Nishani trafen am 7. Februar 2014 in Washington, D.C. zu einem informellen Gedankenaustausch zusammen.[3]

In der Debatte des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zur Billigung der Multinationalen Sicherheitsunterstützungsmission für Haiti, die zu der Resolution 2699 (2023) führte, forderte Albanien (nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat 2022–2023) an der Seite Russlands Garantien für die Einhaltung höchster Standards in Bezug auf Transparenz und Disziplin der Truppe, um das Vertrauen der lokalen Gemeinschaften Haitis zu gewinnen.[4]

Während der 56. Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen drückte der Vertreter Albaniens zum Thema Interactive Dialogue on Technical assistance and capacity-building to improve the human rights situation in Haiti („Interaktiver Dialog über technische Hilfe und Kapazitätsaufbau zur Verbesserung der Menschenrechtslage in Haiti“) am 8. Oktober 2024 in Genf die tiefe Besorgnis seiner Regierung über die sich verschlechternde Menschenrechtslage in Haiti aus. Er nannte ein alarmierendes Ausmaß der Gewalt, insbesondere der Bandenkriminalität als Grund für schwere Menschenrechtsverletzung. Die Auswirkungen auf Frauen, Kinder und andere schutzbedürftige Gruppen seien besonders erschütternd. Er würdige die Bemühungen der haitianischen Behörden und der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der Entsendung der Multinationalen Sicherheitsunterstützungsmission, zur Bewältigung der Sicherheitskrise und forderte weitere Maßnahmen zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, zur Gewährleistung der Rechenschaftspflicht für Menschenrechtsverletzungen und zur Gewährleistung eines angemessenen Schutzes und einer angemessenen Unterstützung der Opfer. Er betonte die Entschlossenheit Albaniens, Haiti bei seinen Bemühungen zur Überwindung der aktuellen Krise und zum Aufbau einer friedlichen, gerechten und prosperierenden Gesellschaft zu unterstützen.[5]

Einzelnachweise

  1. Die Entwicklung der Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen. In: UNRIC - Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen. Vereinte Nationen, 2024, abgerufen am 18. Oktober 2025.
  2. Permanent Observers. In: OAS. Abgerufen am 18. Oktober 2025 (englisch).
  3. Presidents of Haiti and Albania Visit VOA on Same Day. In: VOA. 7. Februar 2014, abgerufen am 18. Oktober 2025 (englisch).
  4. María Isabel Salvador: Salvador mise sur le soutien de la nouvelle mission multinationale aux efforts de la Police nationale. In: Radio Metropole. Radio Télé Metropole Haiti, 24. Oktober 2023, abgerufen am 18. Oktober 2025 (französisch).
  5. Interactive Dialogue on Technical assistance and capacity-building to improve the human rights situation in Haiti. In: Permanent Mission of Albania to the United Nations Office and other International Organizations in Geneva. 8. Oktober 2024, abgerufen am 18. Oktober 2025 (englisch).