Alanyaspor

Alanyaspor
Basisdaten
Name Alanyaspor Kulübü
Sitz Alanya, Türkei
Gründung 1948
Farben orange-grün
Präsident Hasan Çavuşoğlu
Website alanyaspor.org.tr
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Portugal João Pereira
Spielstätte Kırbıyık Holding Stadyumu
Plätze 10.128
Liga Süper Lig
2024/25 12. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Alanyaspor Kulübü bzw. kurz Alanyaspor ist ein türkischer Fußballverein aus Alanya. Alanyaspor wurde im Jahr 1948 gegründet; ihre Heimspiele tragen die Orange-Grünen im Kırbıyık Holding Stadyumu aus. Mit Ausnahme der Jahre 2001 bis 2004 war der Verein immer in der dritt- bzw. zweithöchsten Spielklasse vertreten. Der Verein ist seit der Saison 2016/17 in der Süper Lig vertreten. Die größten nationalen Erfolge sind das Erreichen des türkischen Pokalfinales 2020 und das Erreichen des 5. Platzes in derselben Ligasaison.

Geschichte

Gründung und die ersten Jahre

Der Verein wurde 1948 von einer Gruppe von Jugendlichen unter der Führung des Arztes Ali Nazım Köseoğlu als Alanya Kalespor gegründet. Die ersten Vereinsfarben wurden auf Blau-Weiß festgelegt. Später wurde der Klub in Kale Gençlikspor umbenannt. Bis ins Jahr 1966 war der Klub kein eingetragener Verein, hatte keine Verbandszugehörigkeit und absolvierte deswegen seine Spiele in einem halboffiziellen Status. In der Saison 1965/66 erwarb der Klub seine Verbandszugehörigkeit, wurde ein eingetragener Verein und nahm an der Antalya Amatör Kümesi (dt. Amateurliga Antalya) teil. Im Zuge der Vereinsanmeldung änderte man zudem die Vereinsfarben in Rot-Weiß.

Systembedingter Abstieg in die TFF 3. Lig

Da mit der Saison 2001/02 der türkische Profi-Fußball grundlegenden Änderungen unterzogen werden sollte, wurden bereits in der Spielzeit 2000/01 Vorbereitungen für diese Umstellung unternommen. Bisher bestand der Profifußball in der Türkei aus drei Ligen: Der höchsten Spielklasse, der einspurigen Türkiye 1. Futbol Ligi, der zweitklassigen fünfspurig und in zwei Etappen gespielten Türkiye 2. Futbol Ligi und der drittklassigen und achtgleisig gespielten Türkiye 3. Futbol Ligi. Zur Saison 2001/02 wurde der Profifußball auf vier Profiligen erweitert. Während die Türkiye 1. Futbol Ligi unverändert blieb, wurde die Türkiye 2. Futbol Ligi in die nun zweithöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi A Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie A der Türkei), und die dritthöchste Spielklasse, die Türkiye 2. Futbol Ligi B Kategorisi (zu dt.: 2. Fußballliga der Kategorie B der Türkei), aufgeteilt. Die nachgeordnete Türkiye 3. Futbol Ligi wurde fortan somit die vierthöchste Spielklasse, die TFF 3. Lig. Jene Mannschaften, die in der Drittligasaison 2000/01 lediglich einen mittleren Tabellenplatz belegten, wurden für die kommende Saison in die neugeschaffene vierthöchste türkische Spielklasse, in die 3. Lig, zugewiesen. Alanyaspor, welches die Liga auf dem 4. Tabellenplatz beendet hatte, musste so systembedingt in die 3. Lig absteigen.

Aufstieg in die TFF 1. Lig

In der Drittligasaison 2013/14 qualifizierte sich der Klub als Tabellenzweiter für die Playoff-Phase. In dieser erreichte die Mannschaft das Finale und setzte sich hier mit 4:3 nach Elfmeterschießen gegen Hatayspor durch und kehrte nach 17-jähriger Abstinenz wieder in die TFF 1. Lig zurück.[1]

Der Klub unterschrieb mit dem Unternehmen Albimo ein Name-Sponsoringvertrag. Danach führte der Klub neben der Trikotwerbung auch für die Vertragsdauer den Firmennamen in seinem Vereinsnamen und hieß Albimo Alanyaspor heißen.[2] In der Saison 2015/2016 hieß der Verein Multigroup Alanyaspor.

In die Saison 2014/15 startete der Klub mit dem Aufstiegstrainer der letzten Saison, mit Mehmet Altıparmak. Unter diesem Cheftrainer startete die Mannschaft überraschend gut in die Saison und belegte lange Zeit Plätze im oberen Tabellendrittel. Nachdem die Mannschaft gegen Ende der Hinrunde sich von der Tabellenplätze zu entfernen drohte, ersetzt der Klub Altıparmak durch den erfahrenen Trainer Hüseyin Kalpar. Mit Kalpar kam auch die erhoffte Wende und der Verein beendete die reguläre Ligaphase der Saison auf dem 3. Tabellenplatz und qualifizierte sich für die Play-off-Phase der Liga. In den Play-offs, in denen der dritte und letzte Aufsteiger per K.-o.-System ausgespielt wurde, scheiterte die Mannschaft im Halbfinale an Samsunspor.

Aufstieg in die Süper Lig

Trotz dieser bis dato erfolgreichen ersten Zweitligasaison nach 13 Jahren kam es zu keiner Vertragsverlängerung mit Kalpar. Stattdessen verpflichte der Verein für die Saison 2015/16 mit Erhan Altın den letzten Cheftrainer von Samsunspor.[3] Mit diesem Trainer wurde der Vertrag bereits nach fünf Spieltagen wieder aufgelöst, nachdem der Verein mit nur einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen sich auf dem letzten Nichtabstiegsplatz befand. Altın ersetzte die Vereinsführung mit dessen Vorgänger Hüseyin Kalpar. Dieser Trainer führte den Klub schnell wieder auf die Erfolgsspur. Die Mannschaft lieferte sich mit Kardemir Karabükspor bis zum letzten Spieltag ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den 2. Tabellen- und letzten direkten Aufstiegsplatz. Diesen verfehlte der Verein am letzten Spieltag durch ein hart umkämpften 2:2-Unentschieden auswärts gegen Giresunspor. Stattdessen wurde die Ligaphase der Saison auf dem 3. Tabellenplatz beendet und so die Qualifikation für die Play-off-Phase erreicht. In den Play-offs, in denen der dritte und letzte Aufsteiger per K.-o.-System ausgespielt wurde, erreichte die Mannschaft das Finale und traf auf Adana Demirspor. Nachdem die reguläre Spieldauer 1:1 unentschieden geendet hatte, setzte sich die Mannschaft nach Elfmeterschießen mit 4:2 durch und erreichte damit den ersten Aufstieg in die Süper Lig. Am 28. April 2019 verunglückte ein vom Verein gecharterter Shuttle Bus, mit 7 Spielern, der A-Mannschaft auf der Rückreise des Ligaspieler gegen Kayserispor, dabei wurden Papiss Cissé, Steven Caulker, Baiano, Djalma Campos, Welinton und Isaac Sackey verletzt und der 20fache Tschechische Nationalspieler Josef Šural kam bei dem Unglück, 5 Kilometer südlich von Alanya ums Leben.[4]

Ligazugehörigkeit


Kader der Saison 2025/26

  • Letzte Aktualisierung: 2. Januar 2026[5][6]
Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
1 Turkei Ertuğrul Taşkıran 5. Nov. 1989 2023 2026
23 Turkei Mert Furkan Bayram 2. Jan. 2005 2024 2029
48 Brasilien Paulo Victor 12. Jan. 1987 2025 2026
Abwehr
02 Turkei Batuhan Yavuz 4. Mai 2005 2025 2029
03 Portugal Nuno Lima 16. März 2001 2023 2029
04 Turkei Bedirhan Özyurt 25. März 2003 2025 2030
05 Kosovo Fidan Aliti 3. Okt. 1993 2023 2028
18 Turkei Baran Moğultay 18. Mai 2004 2025 2026
20 Turkei Fatih Aksoy 6. Nov. 1997 2020 2027
30 Brasilien Bruno Viana 5. Feb. 1995 2025 2027
50 Rumänien Ümit Akdağ 6. Okt. 2003 2022 2028
94 Kosovo Florent Hadergjonaj 31. Juli 1994 2023 2027
Mittelfeld
06 Turkei İzzet Çelik 20. Juni 2004 2025 2029
07 Turkei Efecan Karaca 16. Nov. 1989 2013 2026
08 Turkei Enes Keskin 16. Nov. 1989 2013 2029
11 Brasilien Ruan 3. Mai 2005 2025 2030
14 Rumänien Ianis Hagi 22. Okt. 1998 2025 2027
17 Frankreich Nicolas Janvier 11. Aug. 1998 2023 2026
21 Turkei Buluthan Bulut 21. Juli 2002 2021 2029
27 Turkei İbrahim Kaya 9. März 2001 2025 2029
38 Turkei Yusuf Can Karademir 4. Jan. 2008 2025 2027
42 Kongo Republik Gaius Makouta 25. Juli 1997 2024 2027
58 Angola Maestro 4. Aug. 2003 2025 2029
88 Turkei Yusuf Özdemir 10. Jan. 2001 2021 2028
Sturm
09 Benin Steve Mounié 29. Sep. 1994 2025 2026
10 Turkei Güven Yalçın 18. Jan. 1999 2025 2028
12 Kongo Demokratische Republik Meschack Elia 6. Aug. 1997 2025 2028
16 Korea Sud Hwang Ui-jo 28. Aug. 1992 2024 2027
22 Nigeria Uchenna Ogundu 12. Mai 2006 2025 2028

Ehemalige bekannte Spieler

Trainer (Auswahl)

  • Turkei Erhan Dodanlı (Saison 1987/88)[7]
  • Turkei Sedat Boğaz (Saison 1987/88)[7]
  • Turkei Fevzi Zemzem (September 1990 – Mai 1992)
  • Turkei Yıldırım Uran (Juli 2004 – März 2006)
  • Turkei Erkan Sözeri (April 2013 – Juni 2013)
  • Turkei Mehmet Altıparmak (August 2013 – Dezember 2014)
  • Turkei Hüseyin Kalpar (Dezember 2014 – Mai 2015)
  • Turkei Erhan Altın (Juni 2015 – September 2015)
  • Turkei Mustafa Camunak 3 (September 2015 – Oktober 2015)
  • Turkei Hüseyin Kalpar (Oktober 2015 – Januar 2017)
  • Bosnien und Herzegowina Safet Sušić (Januar 2017 – Dezember 2017)
  • Turkei Hikmet Karaman (Januar 2018 – Februar 2018)
  • Turkei Mesut Bakkal (Januar 2018 – November 2018)
  • Turkei Sergen Yalçın (November 2018 – Mai 2019)
  • Turkei Erol Bulut (Mai 2019 – August 2020)
  • Turkei Çağdaş Atan(September 2020-August 2021)
  • Turkei Bülent Korkmaz(September 2021-Dezember 2021)
  • Italien Francesco Farioli (seit Dezember 2021)
3 
interimsweise
Commons: Alanyaspor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. PTT 1. Lig'e yükselen son takım Alanyaspor. tff.org; abgerufen am 31. Mai 2014
  2. İşte PTT 1. Lig ekibinin yeni ismi. trtspor.com.tr; abgerufen am 19. August 2014
  3. Alanyaspor teknik direktörünü buldu. trtspor.com.tr; abgerufen am 18. Juni 2015
  4. Tschechischer Nati-Spieler stirbt bei Bus-Unfall. 4-4-2.com, 29. April 2019
  5. Tulpar Yazılım ve Danışmanlık, info@tulparyazilim.com.tr, www.tulparyazilim.com.tr: Futbolcular Alanyaspor Resmi İnternet Sitesi - alanyaspor.org.tr. In: Alanyaspor Resmi İnternet Sitesi - alanyaspor.org.tr. (org.tr [abgerufen am 3. Januar 2026]).
  6. Alanyaspor - Kader im Detail 25/26 (Detailansicht). Abgerufen am 3. Januar 2026.
  7. a b Kulüplere antenör dayanmıyor. In: Milliyet, 2. Januar 1988, S. 13