Ala Hlehel
Ala Hlehel (hebräisch עלאא חליחל, arabisch علاء حليحل, DMG ʿAlāʾ Ḥliḥil; * 1974 in Gisch, Israel) ist ein Schriftsteller, Dramatiker und Journalist.[1] Für seinen Roman Sabʿ Rasāʾil ilā Umm Kulṯūm (‚Sieben Briefe an Umm Kulthum‘) erhielt er 2024 einen Katara-Preis für den arabischen Roman.[2]
Leben
Hlehel wurde 1974 in Gisch (Galiläa) geboren und studierte Drehbuchschreiben in Tel Aviv sowie Kommunikation und Bildende Kunst an der Universität Haifa.[1] Er arbeitete als Radiomoderator in Haifa, gründete zwei Zeitungen und war Chefredakteur von Fasl al-Maqāl.[1] Zudem ist er Mitbegründer und verantwortlicher Redakteur der arabischsprachigen Kultur- und Politikseite Qadita.net und lebt in Akkon.[1]
Wirken
Hlehel schreibt überwiegend auf Arabisch.[1] Die Sammlung Qiṣaṣ li-Awqāt al-Ḥāǧa (‚Geschichten für Zeiten der Not‘) erschien 2003.[3] Unter dem Titel al-Ab wa-l-Ibn wa-r-Rūḥ at-Tāʾiha (‚Der Vater, der Sohn und der umherirrende Geist‘) veröffentlichte er 2008 eine kurze Novelle samt fünf Erzählungen.[4] Seine Sammlung ʿAšīqatī as-Sirriyya (‚Carla Bruni – Meine geheime Geliebte‘) liegt in einer jordanischen Verlagsausgabe von 2016 vor; der Textkorpus ist arabisch.[5] Der Roman Ūrfuwār ʿAkkā (‚Au revoir, Akkon‘) wurde auf Arabisch veröffentlicht.[6] Sabʿ Rasāʾil ilā Umm Kulṯūm (‚Sieben Briefe an Umm Kulthum‘) erschien 2023 bei al-Ahlīya in Amman.[7] Inhaltlich setzt der Roman bei der ersten Intifada ein (ab 8. Dezember 1987).[8] Für Sabʿ Rasāʾil ilā Umm Kulṯūm wurde Hlehel 2024 mit dem Katara-Preis ausgezeichnet.[2] Frühe Anerkennung erhielt er außerdem durch die Qattan-Stiftung, darunter für as-Sīrk und Qiṣaṣ li-Awqāt al-Ḥāǧa.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f Ala Hlehel. In: internationales literaturfestival berlin. Abgerufen am 13. Oktober 2025.
- ↑ a b إعلان الأسماء الفائزة بجائزة كتارا للرواية العربية 2024. In: aljazeera.net. 17. Oktober 2024, abgerufen am 13. Oktober 2025 (arabisch).
- ↑ قصص لأوقات الحاجة : مجموعة قصصية. In: Birzeit University Libraries. 2003, abgerufen am 13. Oktober 2025 (arabisch).
- ↑ الجمعة: ندوة لإطلاق «الأب والابن والروح التائهة». In: Arab48. 30. Januar 2008, abgerufen am 13. Oktober 2025 (arabisch).
- ↑ صدور «كارلا بروني عشيقتي السريّة» عن دار «الأهلية» بعمان. In: Arab48. 4. August 2016, abgerufen am 13. Oktober 2025 (arabisch).
- ↑ أورفوار عكا (Au revoir Acre). In: Birzeit University Libraries. 2014, abgerufen am 13. Oktober 2025 (arabisch).
- ↑ صدور رواية «سبع رسائل إلى أم كلثوم» لعلاء حليحل. In: Arab48. 26. Juli 2023, abgerufen am 13. Oktober 2025 (arabisch).
- ↑ From Ala Hlehel’s ‘Seven Letters to Umm Kulthum’. In: ArabLit. 14. April 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025 (englisch).