Aktion C+M+B
| Film | |
| Titel | Aktion C+M+B |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2000 |
| Länge | 88 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Thalia-Film |
| Stab | |
| Regie | Kitty Kino |
| Drehbuch | Kitty Kino |
| Musik | Thomas Rabitsch |
| Kamera | Jirí Stibr |
| Schnitt | Daniela Padalewski |
| Besetzung | |
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Aktion C+M+B, auch Aktion C + M + B,[1] ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2000 von Regisseurin und Drehbuchautorin Kitty Kino mit Claudia Messner und Fritz Egger. Die Erstausstrahlung auf ORF 2 war am 4. Jänner 2000, auf SRF 1 wurde der Film am 9. Jänner 2000 gezeigt. Im ORF wird die Filmkomödie seitdem rund um den Dreikönigstag wiederholt.[2][3]
Handlung
Marianne ist die arbeitslose, alleinerziehende Mutter der drei Kinder Philipp, Betty und Jimmy. Diese stammen von verschiedenen Vätern, von denen keiner für den Unterhalt aufkommt. Weil die Familie in finanziellen Schwierigkeiten steckt und Jimmys Vater aus Afrika ist, kommt Marianne auf die Idee, die Kinder als Sternsinger zu verkleiden und von Haus zu Haus zu ziehen, um Geld einzusammeln. Allerdings nicht für die Sternsingeraktion des Hilfswerks der Katholischen Jungschar, sondern für die eigene Geldtasche. Mit ausgedienten Vorhängen und alten Faschingskostümen verwandelt Marianne, die gerne Modedesignerin geworden wäre, die Kinder in die drei Weisen aus dem Morgenland. Sie selbst zieht sich den Habit einer Nonne an.
Allerdings verläuft die Aktion nicht wie erhofft, einige der Besuchten sind noch bedürftiger als das Quartett. So holen sie etwa für eine alte Frau Kohlen aus dem Keller zum Heizen. Der betrunkene Barkeeper Mark versucht, Suizid zu begehen, er kann aber von seinem Vorhaben abgebracht werden. Für eine chronisch Herzkranke läuft Marianne zur nächsten Apotheke. Als sie zurückkehrt, sind ihre Kinder verschwunden. Sie waren geflüchtet, nachdem sie von Philipps Religionslehrer erkannt worden waren. Bei ihrer Suche nach den Kindern trifft Marianne wieder auf Mark, der sie in der Folge dabei unterstützt.
Der Religionslehrer meldet die Gruppe als Betrüger bei der Polizei, sodass diese die Verfolgung aufnimmt. Nachdem auch Mark den Schwindel durchschaut, gesteht ihm Marianne, dass sie nach einem Streit mit einem der Kindsväter vorbestraft ist, und ihr droht, das Sorgerecht für die Kinder zu verlieren. Auch der Sozialhelfer Magister Schwerkov will das Quartett des Betruges überführen. Allerdings gelingt es Mark, die Kinder rechtzeitig ausfindig zu machen und ohne Verkleidung zu Marianne zurückzubringen. Die Kinder hatten mittlerweile um Spenden für Jimmy und seine armen Geschwister gebeten und so einiges an Bargeld gesammelt. Marianne und Mark küssen sich schließlich.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden in Wien und Niederösterreich statt.[4] Arbeitstitel war Aktion Caspar, Melchior, Balthasar.[5] Produziert wurde der Film von der Thalia-Film produziert, die Produktionsleitung hatte Alfred Ebinger. Beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das Schweizer Fernsehen (SF DRS).[4]
Die Kamera führte Jirí Stibr, die Montage verantwortete Daniela Padalewski. Die Musik schrieb Thomas Rabitsch, der die zwei Lieder Seht am Himmel dort den Stern und Der schönste Stern nach den Texten von Kitty Kino beisteuerte.[6] Das Kostümbild gestaltete Elisabeth Binder-Neururer, das Szenenbild Isi Wimmer, den Ton Thomas Schmidt-Gentner und die Maske Michaela Oppl.[4]
Rezeption
Filmdienst.de nannte die Produktion eine „aufgedrehte (Weihnachts-)Komödie mit obligatorischem Happy End“.[1]
Manfred A. Schmid bezeichnete den Film in der Wiener Zeitung als köstliche Komödie für die ganze Familie. Die Verantwortlichen hätten mit großem Geschick ihr gesellschaftskritisch brisantes Anliegen in ein komödiantisches Kleid gesteckt. Ein Wunder sei es, dass ein so unterhaltsamer und zugleich engagierter Film überhaupt gedreht werden konnte.[6]
Weblinks
- Aktion C+M+B bei IMDb
- Aktion C+M+B in The Movie Database
- Aktion C+M+B auf kittykino.com
- Aktion C+M+B auf ORF ON
Einzelnachweise
- ↑ a b Aktion C+M+B. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ Aktion C+M+B. In: wunschliste.de. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Aktion C+M+B. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ a b c Aktion C+M+B. In: kittykino.com. Abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ Aktion C+M+B bei crew united, abgerufen am 4. Januar 2026.
- ↑ a b Manfred A. Schmid: Ein Film für die ganze Familie. In: Wiener Zeitung. 4. Januar 2020, abgerufen am 4. Januar 2026.