Akasha Gloria Hull

Akasha Gloria T. Hull (* 6. Dezember 1944 in Shreveport, Louisiana) ist eine US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin, Dichterin und feministische Kritikerin, die bedeutende Beiträge zur afroamerikanischen Literatur und zum schwarzen Feminismus geleistet hat.[1] Sie wurde zudem als eine der Herausgeberinnen der Anthologie All the Women Are White, All the Blacks Are Men, But Some of Us Are Brave (1982) bekannt.[2]

Leben und Wirken

Hull wuchs in Shreveport (Louisiana) auf, studierte an der Southern University und promovierte an der Purdue University in Anglistik.[1] Sie lehrte anschließend insbesondere an der University of Delaware und der University of California, Santa Cruz.[3] Sie arbeitete zudem im Combahee River Collective mit.[3]

Mit der von Hull zusammen mit Patricia Bell-Scott und Barbara Smith herausgegebenen Anthologie All the Women Are White, All the Blacks Are Men, But Some of Us Are Brave legte Hull 1982 eine frühe, programmatische Sammlung der Black-Women’s-Studies vor, die bis heute als Referenzpunkt des Feldes gilt.[2] Als Herausgeberin erschloss sie die Tagebücher der Harlem-Renaissance-Autorin Alice Dunbar-Nelson in der Ausgabe Give Us Each Day, die Mitte der 1980er-Jahre erschien.[4] Ihre Monografie Color, Sex, and Poetry: Three Women Writers of the Harlem Renaissance (1987) trug wesentlich dazu bei, Schriftstellerinnen wie Angelina Weld Grimké, Alice Dunbar-Nelson und Georgia Douglas Johnson neu zu verorten und ihre Themen – darunter Geschlecht, Sexualität und Rasse – quellenbasiert zu analysieren.[5] Mit Soul Talk: The New Spirituality of African-American Women (2001) untersuchte Hull die Verbindung von Spiritualität, Kreativität und politischem Einsatz afroamerikanischer Frauen.[6] Hulls Arbeiten aus den 1970er- bis 2000er-Jahren werden im Schomburg Center der New York Public Library verwahrt, darunter Materialien zu ihren Veröffentlichungen, ihrer Lehre und ihr bürgerrechtliches Engagement.[3] Insgesamt trugen ihre Studien und Editionen dazu bei, schwarze Schriftstellerinnen und feministische Blickwinkel im literaturwissenschaftlichen Kanon zu verankern und die Institutionalisierung der Black-Women’s-Studies voranzutreiben.[1]

Commons: Akasha Gloria Hull – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Hull, Akasha Gloria 1944–. In: Encyclopedia.com. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  2. a b But Some of Us Are Brave. In: Feminist Press. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  3. a b c Akasha Gloria Hull papers. In: Schomburg Center for Research in Black Culture, New York Public Library. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  4. She Was Hard to Impress. In: The New York Times. 14. April 1985, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  5. Color, Sex, and Poetry: Three Women Writers of the Harlem Renaissance. In: Indiana University Press. Abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  6. SOUL TALK: The New Spirituality of African-American Women. In: Publishers Weekly. 14. Mai 2001, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).