Aillac

Aillac
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Gemeinde Carsac-Aillac
Koordinaten 44° 51′ N, 1° 18′ O
Postleitzahl 24200
Ehemaliger INSEE-Code 24003
Eingemeindung 31. Januar 1961

Blick auf Aillac

Aillac (Aussprache [aˈjak], okzitanisch Alhac) ist ein Ort und eine frühere französische Gemeinde mit 127 Einwohnern (Stand: 1. Januar 1954) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Aillac wurde per Erlass des Präfekten vom 31. Januar 1961 in die Gemeinde Carsac-de-Carlux eingegliedert, die seitdem den Namen Carsac-Aillac trägt, und ist seitdem einer ihrer Ortsteile.[1]

Geografie

Aillac liegt am Nordufer der Dordogne, etwa 60 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa neun Kilometer südöstlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 64 Kilometer östlich von Bergerac am südöstlichen Rand des Départements in der Région naturelle des Périgord noir, Teil des gleichnamigen, touristisch benannten Landesteils.

Etymologie

Alliac wurde im 13. Jahrhundert schriftlich festgehalten in Verbindung mit der heute verschwundenen mittelalterlichen Burg in der Form Castrum de Allac (1214). Eine andere Schreibweise, Alhac, zeigt wenig später (1251) die gleiche Aussprache. In der Folge erschien der Name in den latinisierten Formen Alliacum (1283) und Alhacum (1364). Er stammt von einer gallorömischen Person namens Allius, dem das Suffix -acum als Eignertitel angehängt wurde (somit Alliacum, Landgut des Allius). Alliac ist in der Dordogne ein Name von mehreren Lieu-dits.[2]

Einwohnerentwicklung

Nach Beginn der Aufzeichnungen stieg die Einwohnerzahl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf einen ersten Höchststand von 380. In der Folgezeit sank die Einwohnerzahl, erreichte aber in der zweiten Hälfte des gleichen Jahrhunderts kurzzeitig einen absoluten Höchststand von rund 415 Einwohnern. In der Folgezeit sank die Größe der Gemeinde bei kurzen Erholungsphasen bis zur Eingemeindung auf 127 Einwohner.

Aillac: Einwohnerzahlen von 1793 bis 1954
Jahr  Einwohner
1793
  
300
1800
  
216
1806
  
328
1821
  
362
1831
  
380
1836
  
280
1841
  
333
1846
  
299
1851
  
324
1856
  
308
1861
  
300
1866
  
282
1872
  
291
1876
  
291
1881
  
413
1886
  
322
1891
  
274
1896
  
235
1901
  
220
1906
  
217
1911
  
189
1921
  
158
1926
  
159
1931
  
151
1936
  
148
1946
  
154
1954
  
127
Quelle(n): EHESS/Cassini[3]

Sehenswürdigkeiten

Die heutige, Mariä Aufnahme in den Himmel gewidmete Kirche wurde im 15. Jahrhundert errichtet, wahrscheinlich als Ersatz für einen früheren Bau, wie ein Weihwasserbecken aus dem 12. Jahrhundert vermuten lässt. Ihr Langhaus hat eine Länge von drei Jochen, wobei es sich beim letzten zu zwei Seitenkapellen öffnet. Die Apsis ist polygonal abgeschlossen. Abhänglinge sind mit pflanzlichen Motiven oder menschlichen Figuren verziert. Der ursprüngliche Eingang befand sich im Westen. Das heute verschlossene Eingangsportal befindet sich unter einem Spitzbogen, dessen einfache Stabverzierung bis zum Boden reicht. Die westliche Fassade wird nach oben mit einem dreieckigen Glockengiebel abgeschlossen, der durch vier Wandöffnungen unterbrochen ist, wobei die beiden unteren die beiden Glocken bergen. Die Kirche ist seit dem 21. Oktober 1970 als Monument historique eingeschrieben.[4]

Literatur

Chantal Tanet, Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. Editions Fanlac, Périgueux 2000, ISBN 2-86577-215-2 (französisch).

Commons: Aillac – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Carsac-Aillac. Archives nationales, abgerufen am 19. November 2025 (französisch).
  2. Tanet, Hordé, Seite 83
  3. Notice Communale Aillac. EHESS, abgerufen am 27. August 2025 (französisch).
  4. Eglise Notre Dame de l’Assomption d’Aillac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)