Agnes Blackie

Agnes Randall Blackie (* 1897 in Neuseeland; † 18. Februar 1975) war eine neuseeländische Physikerin und Hochschullehrerin. Sie war die erste Physikerin, die an einer neuseeländischen Universität lehrte.

Leben und Werk

Blackie war Tochter von Jeanetta Margaret und Reverend James Blackie. Ihr Vater war ein presbyterianischer Pfarrer, der zu den ersten Studenten der University of Otago gehörte und als erster Absolvent der Theological Hall abschloss und bereits in ihrem Geburtsjahr starb. Ihre Mutter war die erste Leiterin des Presbyterian Women’s Training Institute, welches später als Deaconess College bekannt wurde. Von ihrer Mutter zum Studium ermutigt, begann sie 1915 das Studium.[1][2]

Sie wurde 1919 zur Assistenzdozentin an der University of Otago ernannt und war jahrzehntelang die einzige Dozentin im Fachbereich Physik der Universität. Sie unterrichtete auch nach ihrer Pensionierung als Dozentin im Jahr 1958 weiterhin in Teilzeit.[3][4]

Sie unterrichtete ein breites Spektrum an Studierenden, Kriegsheimkehrer, Musikstudenten, die Akustik studierten, und Hauswirtschaftsstudenten, die etwas über Haushaltsgeräte, Belüftung und Luftfeuchtigkeit lernten, und hielt auch öffentliche Vorträge.[5]

Sie engagierte sich aktiv in der Frauenfakultät, die über einen eigenen Gemeinschaftsraum verfügte und Frauen auf dem gesamten Campus Unterstützung und gesellige Treffen bot. Sie war auch eine der ersten Förderinnen des Internationalen Clubs und beherbergte oft internationale Studierende bei sich zu Hause. Sie setzte sich für die Qualität der Studentenunterkünfte ein und spielte eine führende Rolle bei deren Verbesserung.[6]

Ihre Erinnerungen an ihre Zeit als Studentin und Dozentin befinden sich als Aufzeichnungen im Nachlass der Familie Blackie in den Hocken Collections.[7]

Agnes-Randall-Blackie-Memorialpreis

1978 wurde aus Spenden ehemaliger Studierender von Agnes Randall Blackie zu ihrem Gedenken der Agnes-Randall-Blackie-Memorialpreis ins Leben gerufen. Er ist mit 100 US-Dollar dotiert und wird vom Universitätsrat auf Empfehlung des Prorektors für Naturwissenschaften an Studierende mit den besten Leistungen im Fach Physik verliehen, die im Jahr der Preisverleihung ein weiterführendes Studium in den Bereichen Biologie, Gesundheitswissenschaften oder Lebenswissenschaften aufnehmen möchten.[8]

Ehrung

  • Agnes Blackie Memorial Fellowship[9]
  • 2017 wurde sie von der Royal Society Te Apārangi als eine der 150 Frauen in 150 Wörtern ausgewählt.[10]
  • 2018: Das Dodd-Walls Centre vergab anlässlich des hundertjährigen Jubiläums ihrer Ernennung zur ersten weiblichen Physikdozentin in Neuseeland das erste Agnes-Blackie-Gedächtnis-Forschungsstipendium.[11]

Einzelnachweise

  1. https://otago150years.wordpress.com/2014/11/
  2. November 2014. Abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  3. Blackie, Agnes Randall, 1897-1975. Abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  4. Agnes Blackie | NZ History. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
  5. https://www.royalsociety.org.nz/150th-anniversary/150-women-in-150-words/1918-1967/agnes-blackie/
  6. Wayback Machine. Archiviert vom Original am 26. Januar 2021; abgerufen am 15. Dezember 2025.
  7. Out of the box: the Blackie family collection – The Hocken Blog. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
  8. Department of Physics: Scholarships and Prizes. 22. März 2022, abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  9. Agnes Blackie Memorial Fellowship opportunity | Te Whai Ao — Dodd-Walls Centre. Abgerufen am 15. Dezember 2025 (englisch).
  10. Agnes Blackie. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
  11. Wayback Machine. Archiviert vom Original am 26. Januar 2021; abgerufen am 15. Dezember 2025.