Adolf Senfft von Pilsach

Friedrich Moritz Adolf Senfft von Pilsach (* 4. Oktober 1816 in Coburg; † 15. Dezember 1897 in Dresden) war sächsischer General der Kavallerie.

Herkunft

Er stammt aus dem Uradelsgeschlecht Senfft von Pilsach und ist der Sohn des Generalleutnant Gustav Senfft von Pilsach (1790–1867). Auch sein Bruder Hugo (* 29. April 1821; † 27. Juni 1903) wurde General der Kavallerie.

Leben

Er kam 1828 in das Kadettenkorps und wurde von dort im Jahr 1832 in das erste Reiter-Regiment Prinz Ernst versetzt. Dort wurde er 1833 Leutnant, 1839 Oberleutnant und Regimentsadjutant. Im Herbst 1846 war er dem General von Schreibershofen zugeteilt. Als dieser in seiner Eigenschaft als Bundeskommissar drei österreichische Armeekorps bei Wien, Olmüz und Theresienstadt besichtigte, war auch Senfft von Pilsach dabei. Unter Beförderung zum Rittmeister wurde er 1847 als Erzieher des Prinzen Georg abgeordnet. Im Jahr 1849 war er während des Ersten Schleswig-Holsteinischen Krieges Adjutant des Prinzen Albert. Er begleitete ihn auch bei der Eroberung von Düppel und den Gefechte von Vius, Veile und Fredericia. Er blieb auch nach dem Krieg beim Prinzen und wurde 1853 zum Major befördert und zum königlichen Flügeladjutanten ernannt. 1857 kehrte er als Stabsoffizier in das 3. Reiter-Regiment zurück und wurde 1861 zum Oberstleutnant befördert. 1863 wurde er Oberst und Kommandeur des 2. Reiter-Regiments, 1865 wurde er Generalmajor und erhielt das Kommando über die 2. Reiter-Brigade. 1866 wurde er zum Kommandanten der Residenz ernannt und während des Deutschen Krieges war er dem Hauptquartier des Königs zugeteilt. Von dort kam er als Vertreter des sächsischen Armeekorps zur k.k. Nordarmee unter General Benedek. Er machte mit dem Stab die Schlachten von Skalitz und Königgrätz und den Rückzug nach Olmütz mit. Nachdem Erzherzog Albrecht das Kommando der beiden operierenden Armeen erhalten hatte, ging Senfft (in seiner bisherigen Eigenschaft) in dessen Hauptquartier nach Wien. Er begleitete den Erzherzog auch nach Görz, wo sich die österreichische Südarmee sammelte und blieb bei ihm in Wien bis zum Abschluss des Friedens zwischen Sachsen und Preußen.

Danach schied er aus Gesundheitsgründen kurz aus und kehrte 1867 als Kommandeur der Kavallerie-Division zurück. 1868 wurde er dann zum Generalleutnant befördert. Aber seine Gesundheit war zerrüttet und so wurde er am 1. Januar 1870 auf eigenen Wunsch zur Disposition gestellt.

Anlässlich seines 50-jährigen Dienstjubiläums wurde er 1893 von König Albert mit den Charakter eines General der Kavallerie der sächsischen Armee ausgezeichnet.

Er widmete sich ganz seinem Beruf und blieb unverheiratet und kinderlos. Er starb 1897 in Dresden und wurde auf dem Inneren Neustädter Friedhof beigesetzt.[1]

Er war mit dem Großkreuz des Albrechts-Ordens und dem Ritterkreuz des Verdienst-Ordens ausgezeichnet worden.

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1902, S. 782.
  • Georg von Schimpff, Geschichte des Kgl. Sächs. Garde-Reiter-Regiments, S.464f
  • Anton Bettelheim, Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog, Band 2, 1898, S.98

Einzelnachweise

  1. Todtenschau. In: Dresdner Geschichtsblätter, Nr. 4, 1898, S. 135.