Achim Seifert (Musiker)

Achim Seifert (* 5. Mai 1985 in Hildesheim) ist ein deutsch-türkischer Jazzmusiker (Bassgitarre, Komposition), Bandleader und Musikproduzent.

Leben und Wirken

Seiferts Vater, ein türkischer Schlagzeuger, machte ihn bereits früh mit der Musik vertraut. Nachdem er seine frühe Jugend damit verbracht hatte, experimentelle Rockmusik zu spielen, widmete er sich schlussendlich dem Jazz. Nach dem Abitur studierte er als erster E-Bassist im Studiengang "künstlerische Ausbildung" an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Mit 22 Jahren erhielt er ein Stipendium, um am Berklee College of Music in Boston zu studieren, welches er 2 Jahre später antrat. In Boston studierte er unter anderem bei Oscar Stagnaro, Lincoln Goines, Hal Crook, David Fiuczynski, Sarah Brindell und Eguie Castrillo.

2011 erschien sein Debütalbum Plans to Wake up on the Beach, dem weitere Alben unter eigenem Namen folgten. Neben seiner eigenen Band und Arbeiten als Produzent (siehe auch Diskographie) war Seifert an verschiedenen anderen Bandprojekten beteiligt. Er spielte unter anderem mit Trilok Gurtu[1], Mathias Eick, Hayden Chisholm[2] und Frederik Köster.

Außerhalb des Jazz ist Seifert als Bassist sowie als Songwriter auf Tonträgern von Künstlern wie Udo Lindenberg, Max Mutzke, Leslie Cleo, Annett Louisan, Zac Tenenbaum, Eko Fresh, B-Seite und Flo Mega vertreten.

Seifert lehrt seit 2014 im Jazzstudiengang an der Hochschule Osnabrück.[3]

Auszeichnungen

Seifert gewann 2010 den Nachwuchspreis "Future Sounds" der Leverkusener Jazztage[4] und wurde 2016 für sein zweites Album ...Noticed My Heart für den Echo Jazz in der Kategorie "Bester Bassist National" nominiert.

Diskographie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. John Fordham: Trilok Gurtu review – a unique Indian percussion maestro. In: The Guardian. 25. März 2014, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 10. September 2025]).
  2. Jazz Heroes: Achim Seifert Project feat. Hayden Chisholm – Jazz Federation Hamburg. 18. November 2024, abgerufen am 10. September 2025.
  3. Lehrende. In: Hochschule Osnabrück. Abgerufen am 10. September 2025.
  4. Future Sounds – Der größte Jazz-Nachwuchspreis Deutschlands. Abgerufen am 10. September 2025.
  5. Hans-Jürgen Schaal: Achim Seifert Plans to Wake up on the Beach. In: Jazz thing 117. 2017, abgerufen am 10. September 2025.
  6. Wolfgang Giese: Achim Seifert Project Dünyalar. In: musikansich.de. Abgerufen am 18. September 2025.