Achilles (Film)

Film
Titel Achilles
Originaltitel L’ira di Achille
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1962
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Uneurop Film
Stab
Regie Marino Girolami
Drehbuch Gino De Santis,
Vladimiro Cajoli
Musik Carlo Savina
Kamera Mario Fioretti
Besetzung

Achilles (Originaltitel: L’ira di Achille) ist ein in Italien produzierter mythologischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 1962, frei nach dem Stoff von Homer.

Inhalt

Seit zehn Jahren belagern die Griechen unter Führung von König Agamemnom die Stadt Troja. Ihre Versorgungsschwierigkeiten zwingen sie dazu immer weiter entfernt auf Raubzug zu gehen. Schließlich erobern und plündern die Griechen unter Führung von Agamemnom, Odysseus, Achilles und Patroklos die Stadt Lyrnessos. Die dabei erbeuteten Frauen teilen sich die Heerführer als Sklavinnen auf. Agamemnon entscheidet sich für Criseis, die Tochter von Crisos, einen Priester des Gottes Apollon. Achilles nimmt sich Briseis, Patroklos deren Freundin Xenia.

Der trojanische Prinz Hektor überzeugt seinen Vater König Priamos, die Abwesenheit eines Teils des griechischen Heeres für einen Ausfall zu nutzen, um das verbliebene griechische Heer anzugreifen und ihre Schiffe in Brand zu stecken. Zunächst gelingt der Plan, doch werden die Trojaner vom zurückkehrenden Teil des griechischen Heers unter Achilles überrascht.

Zur Feier ihres Sieges planen die Griechen Kampfspiele, während Achilles und Patroklos sich mit ihrer weiblichen Kriegsbeute vergnügen wollen. Während Xenia sich Patroklos bereitwillig als Sklavin hingibt, versucht Briseis erfolglos Achilles zu erstechen, da Achilles nur an einer einzigen, ihm unbekannten Stelle unverwundbar ist. Da Achilles keine Gewalt gegen Briseis ausübt, fühlt sie sich zunehmend zu ihm hingezogen und gibt sich im hin. Agamemnon seinerseits wird von einer Dienerin so sehr betrunken gemacht, dass er sich an Chryseis nicht vergreift.

Als die Griechen Kampfspiele veranstalten, erhalten sie Besuch von Crisos, welcher die Tochter mit einem Schatz, den er zuvor durch göttliche Wirkung von Apoll erhalten hat, auslösen möchte. Agamemnon weigert sich neuerlich. Bei den Kampfspielen sorgt Achill, dafür, dass Patroklos beim Speerwurf gewinnt, um einen Siegespreis für Xenia zu erhalten. Dem Schiedsrichter Odysseus bleibt der Trick des Kriegers nicht verborgen. Er sieht darüber hinweg, da Briseis ohnedies den Preis ihrer Freundin gönnt. Beim anschließenden Wettlauf fordert er Achill allerdings auf, einige Schritte hinter den anderen zu starten.

Crisos fleht Apoll an, welcher nun Unheil über die griechischen Kämpfer bringt. Achill beruft nach einigen Tagen eine Versammlung der Heerführer ein. Der Seher Kalchas lässt sich den Schutz des Peliden zusichern und klärt die Offiziere über die Sachlage auf. Agamemnon gibt die Sklavin jetzt frei, fordert nun aber Briseis. Widerwillig lässt Achill sie, mittlerweile seine Geliebte, übergeben. Für sich und seine Myrmidonen verweigert er die weitere Teilnahme an Kampfhandlungen. Die Troianer nützen diese Schwäche der Griechen aus und werden offensiv. Sie bringen das Lager und die Schiffe der Griechen in Gefahr. Agamemnon lässt Briseis unberührt zurückbringen. Da Achill in dieser Situation nicht bei Sinnen ist, ergreift Patroklos seine Rüstung und kämpft. Er wird von Hektor getötet, welcher noch die Rüstung des Peliden zu sich nimmt. Achill fleht seine Mutter Thetis an, welche daraufhin Hephaistos eine neue Rüstung schmieden lässt.

Xenia hat sich mittlerweile beim Scheiterhaufen des Patroklos das Leben genommen. Achill bahrt sie neben seinem Freund und zündet den Scheiterhaufen an. Dann lässt er Hektor zum Zweikampf auffordern. Hektor willigt ein und verabschiedet sich von seinen Lieben. Während des Zweikampfes wird Hektor ein weiterer Speer zugeworfen. Achill fordert ihn auf, diesen Vorteil zu nützen. Hektor entgegnet, dass es angesichts der Unverwundbarkeit seines Gegners ohnedies keinen Unterschied macht. Achill kämpft nun ohne Rüstung weiter, besiegt und tötet den Troianer. Anschließend schleift er den Leichnam im Staub und fährt auf seinem Streitwagen zum mittlerweile abgebrannten Scheiterhaufen des Patroklos.

Kurz darauf kommt Priamos und fordert den Leichnam seines Sohnes. Achill zögert noch und argumentiert, dass Hektor sich glücklich schätzen kann, da dieser einen Vater hat, der ihn beweint. Priamos, dem Achills Vater nicht unbekannt war, verspricht dem Peliden, dass er, wenn es die Umstände ergeben, auch bereit ist, Achill wie einen Sohn zu beweinen. Achill erkennt ein Zeichen der Götter und gibt den Leichnam frei. Mit Briseis an seiner Seite blickt er abends in den Sonnenuntergang am Meereshorizont.

Veröffentlichung

Achilles hatte am 23. September 1962 seine italienische Premiere.[1] Die bundesdeutsche Erstaufführung erfuhr der Film am 18. Januar 1963. In der DDR wurde er erstmals am 11. Juni 1988 auf DFF 2 im Fernsehen der DDR gezeigt.[2]

Weiteres

Im Film werden Aufnahmen des Films Der Kampf um Troja verwendet.

Kritik

„Ein typisch italienisches Schlachtenspektakel-Eintopfprodukt der frühen Sechziger Jahre.“

Hahn, Jansen, Stresau: Lexikon des Fantasy-Films.[3]

„Homers Heldenepos "Ilias" als Vorlage für einen pseudohistorischen Kolossalfilm über einen Teil des trojanischen Krieges. Viel Schlachtengetümmel und falsches Heldenpathos.“

Einzelnachweise

  1. Achilles bei IMDb
  2. a b Achilles im Lexikon des internationalen Films.
  3. Ronald M. Hahn, Volker Jansen, Norbert Stresau: Lexikon des Fantasy-Films. 650 Filme von 1900 bis 1986. Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02273-4, S. 18.