Achaz Christoph von Bismarck
Achaz Christoph von Bismarck (geb. 24. Februar 1737 in Berlin; gest. 20. März 1796 in Halberstadt) war ein preußischer Capitain, Kammerherr, Landrat und Domherr.
Herkunft
Achaz Christoph von Bismarck war Angehöriger des Adelsgeschlechts Bismarck. Er war Sohn von Levin-Friedrich von Bismarck (1703–1774), preußischer Justizminister, und dessen Ehefrau Sophie Amalie (1717–1782), geb. von der Schulenburg.
Leben
Nach dem Besuch der Klosterschule in Magdeburg immatrikulierte er sich am 24. April 1755 an der Universität Frankfurt/Oder für ein Studium der Jurisprudenz.[1] Nachdem der Siebenjährige Krieg ausgebrochen war, trat er in das preußische Heer ein. Dort stieg er 1758 zum Leutnant, 1763 zum Hauptmann und 1774 zum Capitain im Infanterie-Regiment Prinz Ferdinand auf. Nach dem Ende seiner Militärzeit fielen ihm Dompfründe aus Halberstadt zu. Zu Beginn des Beginn des Jahres 1784 wurde er von den Ständen zum Nachfolger von Casimir Wilhelm von Gayl (1745–1821) als Landrat des Tangermündeschen Kreises gewählt. Am 5. Juni 1784 legte er in Anwesenheit des Ministers Dietrich von Werder das große Examen ab. Die Bestätigung für das Amt als Landrat erfolgte am 16. Juni des Jahres durch Friedrich Wilhelm II.
Im April 1787 warf ihm die Kammerdeputation zu Stendal eine laxe Amtsführung vor, ein Vorwurf der vor dem Generaldirektorium jedoch keine Bestätigung fand. Obwohl sich sein Amtsstil seither gebessert hatte, gab von Bismarck im September 1787 aufgrund dieses Vorwurfes sein Amt auf. Nach der Amtsaufgabe verlegte er seinen Wohnsitz nach Halberstadt. Ihm im Amt als Landrat folgte am 30. Oktober 1787 Karl von Ingersleben. 1796 ist von Bismarck als Kammerherr und Domherr zu Halberstadt, sowie als Ritter des Johanniterordens gestorben.
Persönliches
Im Jahr 1782 hatte er von seinem Bruder August Wilhelm (1750–1782), preußischer Finanzminister, das Gut Birkholz geerbt.
Familie
Achaz Christoph von Bismarck war in erster Ehe mit Sophie Friederike (1754–1776), geb. von Saldern, verheiratet. In zweiter Ehe vermählte er sich im November 1783 mit Albertine Amalie (1750–1806), geb. von Kaphengst.
Literatur
- Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15 (= Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85). K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 86 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Nachrichten vom Johanniterorden, von Johann Gottfried Dienemann, Johann Erdmann Hasse, Berlin, 1767, bei George Ludewig Winter in der Google-Buchsuche S. 362
- "Er möchte nur wissen, dass die Armée mir gehöret" – Friedrich II. und seine Offiziere, von Rolf Straubel, BWV, Berliner Wissenschafts-Verlag, 2012 in der Google-Buchsuche S. 495; ISBN 978-3-8305-3017-6
- Wochenblatt der Johanniter-Ordens-Balley Brandenburg, Band 38, von Johanniterorden, Berlin, 30. Juni 1897 in der Google-Buchsuche S. 151
- Frank Reichert, Dessau-Roßlau: Die Gründung der Königlichen Generalkommission der Provinz Sachsen zu Stendal vor 200 Jahren und ihr erster Direktor Friedrich von Bismarck (1771–1847). Dessau-Roßlau 2022, S. 18 (sachsen-anhalt.de [PDF; 2,0 MB; abgerufen am 9. November 2025]).
Weblinks
- David A. Schmidt: Achaz Christoph von Bismarck. In: geneee.org. Abgerufen am 9. November 2025.
Einzelnachweise
- ↑ Ältere Universitäts-Matrikeln aus der Originalhandschrift, Band 36, von Ernst Friedlaender, Leipzig, 1888, Verlag von G. Hirzel in der Google-Buchsuche S. 389