Abraham Willaerts

Abraham Willaerts (* zwischen etwa 1603 und 1613 in Utrecht; † 18. Oktober 1669 ebenda) war ein niederländischer Maler.

Leben

Abraham Willaerts war der zweitälteste Sohn des Marinemalers Adam Willaerts und Bruder der Maler Cornelis und Isaac Willaerts. Er erhielt Unterricht bei seinem Vater und bei Jan van Bijlert in Utrecht, ferner bei Simon Vouet in Paris. 1624 trat er als Meister in die Utrechter St.-Lukas-Gilde ein. In den Jahren 1637 bis 1644 könnte er im Hofstaat des Grafen Johann Moritz von Nassau-Siegen in Mauritsstad, Niederländisch-Brasilien, gelebt haben. Vermutet wird allerdings auch, dass er die Expedition vorzeitig verließ. Nach Rückkehr aus Brasilien wohnte er zeitweilig auf Gut Randenbroek bei Amersfoort, dem Wohnsitz des Architekten Jacob van Campen.[1] 1659 weilte er in Rom, wo er mit dem Beinamen „Indiaen“ (Indianer) gerufen wurde. Ab 1660/1661 lebte er wieder in Utrecht.

Willaerts lehnte sich kompositionell und koloristisch an die Malweise seines Vaters an. In einigen von dessen Bildern werden ihm die Staffagefiguren zugeschrieben. Vor allem ist er durch Marinestücke bekannt, er schuf jedoch auch Porträts, Genrebilder, Historien und Landschaften.

Literatur

Commons: Abraham Willaerts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten. Band I: A–CF. Georg Franz, München 1858, S. 103 (Google Books)