Abflussvariabilität
Die Abflussvariabilität bezeichnet die Tendenz eines Fließgewässers seinen Abfluss zu erhöhen oder zu verringern.
Der Abfluss eines Fließgewässers wird mithilfe der Registrierung der Wasserstände durch Pegelstationen ermittelt. Dabei werden die Wasserstände des Gewässers über Tage, Monate oder Jahre verglichen. Die Abflussvariabilität ist relativ leicht zu berechnen, es wird der Quotient aus dem mittleren höchsten (MHQ) und dem mittleren niedrigsten beobachteten Abfluss (MNQ) berechnet.
Es zeigt sich, dass Fließgewässer mit größeren Einzugsgebieten grundsätzlich eine niedrigere Variabilität haben, da sich kleine Zuflüsse unter lokalen Extrembedingungen nur gering auf die große Wassermenge eines Stromes auswirken.
Fließgewässer, welche eine hohe Abflussvariabilität aufweisen, sind durch starke Hochwassergefährdung, aber auch durch zeitweilige Wasserknappheit gekennzeichnet.