Abell 33

Planetarischer Nebel
Abell 33
Abell 33 aufgenommen mit dem 81-cm-Spiegelteleskop des Mount-Lemmon-Observatoriums.
AladinLite
Sternbild Wasserschlange
Position
Äquinoktium: J2000.0
Rektaszension 09h 39m 09,08s [1]
Deklination (Astronomie) −02° 48′ 32,0″ [1]
Erscheinungsbild
Scheinbare Helligkeit (visuell) 12.9 mag [2]
Winkelausdehnung 2.75′ × 2.6′ [2]
Zentralstern
Scheinbare Helligkeit 15.9 mag [2]
Physikalische Daten
Entfernung 3240 Lj [2]
Durchmesser 3,6 Lj
Geschichte
Entdeckung unbekannt
Datum der Entdeckung vor 1955
Katalogbezeichnungen
 PK 238+34 1 • PN G238.0+34.8 • IRAS F09365-0234

Abell 33 (auch Diamantringnebel genannt)[3] ist ein planetarischer Nebel im Sternbild Wasserschlange, dessen Entdeckung George Ogden Abell im Jahr 1955 publizierte und zusammen mit der Bestimmung einiger Eigenschaften im Jahr 1966 katalogisierte.[4][5] Da nach Abells Angaben mehr als die Hälfte der Objekte in seinem Katalog von anderen Astronomen gefunden wurden, die er nicht im Einzelnen auswies, ist der tatsächliche Entdecker des Nebels unbekannt.[2]

Der Eindruck eines „Diamantrings“ wird durch den Stern HD 83535 hervorgerufen, der als Vordergrundstern am Südwestrand des Nebels erscheint, ohne mit diesem astronomisch in einer Beziehung zu stehen. Seine Helligkeit von 7,2 mag macht eine visuelle Beobachtung des Nebels in Amateurteleskopen nahezu unmöglich.[6] Mit einer Entfernung von 510 Lichtjahren ist HD 83535 der Erde deutlich näher als der planetarische Nebel, der nach Gaia EDR3 3240 Lichtjahre entfernt ist. Der Zentralstern des Nebels ist in dessen Mitte gut zu erkennen und erscheint bereits in größeren Teleskopen als länglich; es handelt sich um einen Doppelstern, dessen Hauptkomponente 1,13 Sonnenmassen und eine Helligkeit von 15,96 mag besitzt, während der Begleiter in 1500 AE Abstand 0,76 Sonnenmassen und 16,67 mag aufweist. Die visuelle Gesamthelligkeit des planetarischen Nebels liegt bei 12,9 mag. Seine Expansionsgeschwindigkeit beträgt 32 km/s, woraus sich ein Alter von 13.300 Jahren errechnen lässt.[7]

Literatur

  • Ronald Stoyan: Atlas der planetarischen Nebel. Band I: 176 Objekte zwischen 0h–11h. 1. Auflage. Oculum-Verlag, Erlangen 2024, ISBN 978-3-949370-15-1, S. 218f.

Einzelnachweise

  1. SIMBAD
  2. a b c d e Stoyan, Atlas der planetarischen Nebel (wie unter Literatur), S. 218.
  3. Sterne und Weltraum, Juli 2025, S. 71
  4. George Ogden Abell: Globular clusters and planetary nebulae discovered on the national geographic society-Palomar Observatory sky survey. bibcode:1955PASP...67..258A
  5. George Ogden Abell: Properties of Some Old Planetary Nebulae. bibcode:1966ApJ...144..259A
  6. Astrofotografie: Planetarische Nebel – Abell 33
  7. Zum gesamten Abschnitt vgl. Stoyan, Atlas der planetarischen Nebel (wie unter Literatur), S. 218f.