Abalan (Agadez)
| Quartier d’Abalan Stadtviertel Abalan | |
|---|---|
| Koordinaten | 16° 59′ N, 7° 58′ O |
| Basisdaten | |
| Staat | Niger |
| Region | Agadez |
| Departement | Tchirozérine |
| Stadtgemeinde | Agadez |
| Einwohner | 4385 (2012) |
Abalan (auch Abalène) ist ein Stadtviertel von Agadez in Niger.
Die Siedlung liegt außerhalb des historischen Zentrums von Agadez an der nordwestlichen Peripherie der Stadt. Abalan wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem Tuareg-Anführer aus dem algerischen Hoggar gegründet, der hier seine außergewöhnlich kleinen und behaarten Kamele grasen ließ. Daher kommt der Ortsname Abalan, was in der Tuareg-Sprache „klein und behaart“ bedeutet. Aus dem ursprünglichen Nomadenlager entstand, bedingt durch schwere Dürren, eine dauerhafte Siedlung.[1] In der Nacht vom 1. auf den 2. September 2009 wurden die Stadt Agadez und ihre Umgebung von verheerenden Regenfällen heimgesucht, die zu einer Flutkatastrophe führten. Die anschließenden Hilfsmaßnahmen erstreckten sich auch auf Abalan.[2]
Das Stadtviertel ist ein Zentrum des traditionellen Gerbens, das als jima fata bezeichnet wird. Die Tierhäute werden dabei unter anderem mit den Früchten der Arabischen Gummi-Akazie behandelt.[3]
Bei der Volkszählung 2012 hatte Abalan 4385 Einwohner, die in 754 Haushalten lebten.[4] Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 883 in 141 Haushalten.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Histoire d’Abalan. Association des Amis de l’Ecole d’Abalan, abgerufen am 4. Februar 2018 (französisch).
- ↑ Inondations Agadez. Compte-rendu de l’action de l’ADDS pour le collectif Tchinaghen. (PDF) Collectif Tchinaghen, 25. Oktober 2009, S. 1 und 6, abgerufen am 14. Dezember 2025 (französisch).
- ↑ Vanessa Fanjul Marlé: Inventaires communautaires: Boubon, Agadez et pratique de l’Habbanaé. (PDF) Gouvernement du Niger / UNESCO, 2016, S. 47, abgerufen am 4. Februar 2018 (französisch).
- ↑ Répertoire National des Localités (ReNaLoc). (RAR) Institut National de la Statistique de la République du Niger, Juli 2014, S. 19, abgerufen am 7. August 2015 (französisch).
- ↑ Répertoire National des Communes (RENACOM). (RAR-Datei) Institut National de la Statistique, abgerufen am 8. November 2010 (französisch).