A-10 Tank Killer

A-10 Tank Killer
Entwickler Dynamix
Veröffentlichung 1989
Plattform PC-kompatibles DOS, Amiga
Genre Flugsimulation
Thematik Luftkampf
Spielmodus Einzelspieler
Medium Diskette

A-10 Tank Killer ist ein 1989 entwickeltes Kampfflug-Simulationsspiel für DOS, das von Dynamix entwickelt und veröffentlicht wurde. Eine Amiga-Version erschien 1990. Das Spiel zeichnet sich durch ein A-10-Thunderbolt-II-Angriffsflugzeug aus. Nach dem Erfolg von Red Baron wurde 1991 die Version 1.5 veröffentlicht, die Golfkrieg-Missionen sowie verbesserte Grafiken und Sounds enthielt. Mehrere Missionspakete wurden separat verkauft. Eine Fortsetzung, herausgegeben von Sierra, Silent Thunder: A-10 Tank Killer II, wurde 1996 veröffentlicht.

Spielablauf

Das Spiel besteht darin, dass der Spieler ein A-10 Thunderbolt II „Panzerkiller“ durch verschiedene Kampfmissionen im Rahmen der Luftkampagne des Golfkriegs sowie in einem fiktiven europäischen Szenario steuert. Der Spieler erhält ein Missionsbriefing, hat die Möglichkeit, eine Waffenausstattung vor dem Start der Mission anzupassen, und wird nach der Mission nachbesprochen.

Indizierung

Das Spiel war von 1991 bis 2016 in Deutschland durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften indiziert und durfte öffentlich weder angeboten noch beworben werden.[1] Als Grund wurde die kriegsverherrlichende Wirkung angegeben, die kriegerische Auseinandersetzungen zu einem sportlichen Vergnügen verharmlose.[2]

Rezeption

Wertungsspiegel
PublikationWertung
AmigaDOS
ASM5/12[7]
Amiga Joker74 %[6]
Play Time90 %[5]90 %[5]
Power Play76 %[3] / 80 %[4]

Michael Hengst lobte in der Zeitschrift Power Play die schnelle 3D-Grafik, intelligente Gegner und das gute Fluggefühl. Es sei auch Einsteigern des Genres zu empfehlen. Sein Kollege Anatol Locker empfand die Simulation als nicht realistisch. Die Missionen seien spannend, aber es gäbe zu wenig. Er verwies auch auf hohe Anforderungen an damalige Hardware.[3]

Max Magenauer gab sich enttäuscht von der Amiga-Fassung. Das Spiel sei weniger detailliert und deutlich langsamer als auf dem PC.[6] Hans-Joachim Amann kritisierte für den Aktuellen Software Markt neben der Spielgeschwindigkeit auch den hohen Anschaffungspreis.[7]

Die Zeitschrift Play Time rezensierte sowohl PC- als auch Amiga-Version, wobei zwischen den Plattformen nicht differenziert wurde, und vergab eine Auszeichnung Super-Hit für das Spiel insgesamt.

Einzelnachweise

  1. Indizierungen/Beschlagnahmen Juni 2016. In: Schnittberichte.com. 29. Juni 2016, abgerufen am 8. Mai 2024.
  2. Entscheidung Nr. 4138 vom 11. Juli 1991 bekanntgemacht im Bundesanzeiger Nr. 140 vom 31. Juli 1991. Abgerufen am 8. Juli 2025.
  3. a b Michael Hengst: A-10 Tank Killer. In: Power Play. März 1990, S. 48 (Textarchiv – Internet Archive).
  4. Michael Hengst: A-10 Tank Killer. In: Power Play Sonderheft. Nr. 2, 1990, S. 7 (Textarchiv – Internet Archive).
  5. a b A-10 Tank Killer. In: Play Time. Mai 1991, S. 94–95 (Textarchiv – Internet Archive).
  6. a b Max Magenauer: A-10 Tank Killer: Die Warenzenschweine fliegen wieder. In: Amiga Joker. Januar 1991, S. 50 (Textarchiv – Internet Archive).
  7. a b Hans-Joachim Amann: A-10 Tank Killer. In: Aktueller Software Markt. Dezember 1990, S. 128 (Textarchiv – Internet Archive).