4,4-Dimethyloxazolidin

Strukturformel
Allgemeines
Name 4,4-Dimethyloxazolidin
Andere Namen
  • 4,4-Dimethyl-1,3-oxazolidin
  • DIMETHYL OXAZOLIDINE (INCI)[1]
Summenformel C5H11NO
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 51200-87-4
EG-Nummer 257-048-2
ECHA-InfoCard 100.051.845
PubChem 62010
Wikidata Q16801494
Eigenschaften
Molare Masse 101,15 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Siedepunkt

45 °C (25 hPa)[2]

Löslichkeit

gut löslich in Wasser und organischen Lösemitteln[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​302​‐​312​‐​315​‐​317​‐​318​‐​332​‐​335
P: 261​‐​280​‐​305+351+338[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

4,4-Dimethyloxazolidin (DMO) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxazolidine, die als Formaldehyd-abspaltendes Biozid (Formaldehyd-Gehalt 30 %) wirksam ist.[2]

DMO entsteht durch Kondensationsreaktion (= Abspaltung von Wasser) des Aminoalkohols 2-Amino-2-methylpropanol mit Formaldehyd.

DMO wird bzw. wurde unter anderem zur Konservierung von Farben, Lacken, Haushaltsreinigern, Kühlschmiermitteln und von bei der Erdölförderung anfallendem Wasser verwendet.[4]

Zulassung

DMO gehörte nach der Verordnung (EG) Nr. 1451/2007 Anhang II zu den alten Biozidwirkstoffen, die noch in Biozid-Produkten (Produktarten 6, 11, 12, 13) vermarktet werden durften.[5][2] Seit dem 9. Februar 2011 durfte DMO für die Verwendung in Produktart 11 nicht mehr in Verkehr gebracht werden.[6] Mittels des Durchführungsbeschlusses der Kommission vom 24. April 2014 über die Nichtgenehmigung bestimmter biozider Wirkstoffe gemäß der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 wurde DMO auch für die Produktarten 6, 12 und 13 nicht genehmigt.[7]

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu DIMETHYL OXAZOLIDINE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 1. November 2021.
  2. a b c d e f g Eintrag zu Amin-Formaldehyd-Additions- und -Kondensationsprodukte. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 4. Januar 2015.
  3. a b Datenblatt 4,4-DIMETHYLOXAZOLIDINE, Aldrich bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 4. Januar 2015 (PDF).
  4. @1@2Vorlage:Toter Link/msdssearch.dow.comProduct Safety Assessment: BIOBAN™ CS-1135 Antimicrobial (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
  5. Verordnung (EG) Nr. 1451/2007 der Kommission vom 4. Dezember 2007 über die zweite Phase des Zehn-Jahres-Arbeitsprogramms gemäß Artikel 16 Absatz 2 der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten
  6. 2010/72/: Beschluss der Kommission vom 8. Februar 2010 über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I, IA oder IB der Richtlinie 98/8/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über das Inverkehrbringen von Biozid-Produkten (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen K(2010) 751). 8. Februar 2010 (europa.eu [abgerufen am 11. November 2025]).
  7. 2014/227/EU: Durchführungsbeschluss der Kommission vom 24. April 2014 über die Nichtgenehmigung bestimmter biozider Wirkstoffe gemäß der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates. 24. April 2014 (europa.eu [abgerufen am 10. November 2025]).