21 Jump Street (Film)

Film
Titel 21 Jump Street
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Phil Lord,
Chris Miller
Drehbuch Michael Bacall,
Jonah Hill
Produktion Stephen J. Cannell,
Neal H. Moritz
Musik Mark Mothersbaugh
Kamera Barry Peterson
Schnitt Joel Negron
Besetzung
Synchronisation
Chronologie

21 Jump Street ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2012. Es handelt sich um die Kinoadaption der Fernsehserie 21 Jump Street – Tatort Klassenzimmer. In Deutschland kam der Film am 10. Mai 2012 in die Kinos. Im Jahr 2014 erschien die Fortsetzung 22 Jump Street.

Handlung

Im Jahr 2005 machen Schmidt und Jenko ihren Abschluss an der Sagan High School. Schmidt ist der bei Mädchen extrem unsichere Streber, Jenko der allseits beliebte Sportler mit miserablen Noten. An der Metropolitan Police Academy schaffen sie den Abschluss nur, weil sie sich gegenseitig unterstützen, und so fahren sie nun im Jahr 2012 Fahrradstreife im Stadtpark. Von der erhofften Action ist nicht viel zu sehen. Als sie dann noch die Festnahme einer Einprozent-Rockerbande vermasseln, werden sie in eine Undercover-Sondereinheit versetzt, die außerhalb des Behördenapparates in einer ehemaligen koreanischen Kirche an der Adresse 21 Jump Street angesiedelt wurde. Geleitet wird diese von dem chronisch schlechtgelaunten und leicht erregbaren Captain Dickson. Der setzt die beiden als verdeckte Ermittler an ihrer alten Schule ein. Als Brüderpaar „Brad und Doug McQuaid“ sollen sie aufklären, wer hinter der lebensgefährlichen Droge OVS („Oh verdammte Scheiße“, im Original HFS, „Holy Fucking Shit“) steckt. Dabei soll Schmidt im Chemiekurs den Drogenhersteller finden, und Jenko im Fotografie- und Schauspielkurs den Vertriebsweg erkunden. Hierfür gelten zwei Regeln: nicht auffliegen und kein Sex mit Schülern oder Lehrern. Ansonsten werden sie gefeuert.

Zur Tarnung wohnen die beiden bei Schmidts Eltern. Vor dem ersten Schultag erklärt Jenko Schmidt die Regeln des Coolseins: Nicht anstrengen, aber sich über Streber lustig machen, hammermäßig aussehen und Blödmannern einfach aufs Maul geben. Allerdings gelten diese Regeln 2012 wohl nicht mehr, denn als Jenko einen schwarzen Homosexuellen niederschlägt, müssen sich die beiden eine Standpauke des Schulleiters anhören. Dabei werden ihre beiden Identitäten vertauscht, so dass Jenko plötzlich im Chemieunterricht ist und Schmidt im ungeliebten Schauspielkurs. Aber dort erfährt er von Molly die Telefonnummer 555-0165 des Drogendealers. Es ist der coole Mitschüler Eric Molson, der ihnen OVS verkauft, aber auf Sofortkonsum besteht. Völlig berauscht treffen sie den Sportlehrer Mr. Walters, bevor sie ihre jeweiligen Unterrichtskurse aufmischen.

Zwar wissen sie nun, wer die Drogen verkauft, aber der Captain will unbedingt den Drogenproduzenten schnappen. Die beiden organisieren eine Party, um an die Verdächtigen heranzukommen. Die Abgabe von Alkohol an Minderjährige hat der Captain strengstens verboten, aber sie wollen mit reichlich Alkohol und Drogen Eindruck schinden. Als es dann zu einer Schlägerei mit einer rivalisierenden Clique kommt, ist Eric von Schmidt derart beeindruckt, dass er ihm die Freundschaft (und einen lukrativen Job als Dealer) anbietet. Dadurch verbringt Schmidt mehr Zeit mit den Coolen und vernachlässigt Jenko, der fortan mit den Strebern abhängen muss. Da die Streber Erics Handy geknackt haben und nun hören können, was alles in der Umgebung gesagt wird, muss Jenko sich anhören, wie Schmidt über ihn lästert.

Allerdings hört er auch, wie eine Piñata übergeben werden soll, weswegen sie später in der Schule Eric beobachten, wie er eine Piñata den 1%-Rockern übergibt. Bei der Verfolgung der Rocker geraten sie in Streit, überfahren versehentlich einen Rocker und werden nun selbst von den Rockern gejagt. Dabei müssen sie zweimal das Auto wechseln, bevor sie es rechtzeitig in die Schule schaffen, denn Schmidt hat eine Aufführung von Peter Pan. Doch der Streit der beiden eskaliert, so dass die Aufführung ein absolutes Desaster wird und beide von der Schule verwiesen werden. Vom Captain werden sie gefeuert. Bevor sie ihre Sachen packen, werden sie allerdings von Eric angeheuert. Er braucht sie als Personenschützer bei einem großen Deal in dem Hotel, wo gleichzeitig der Abschlussball stattfindet. Mit schwerster Bewaffnung unter ihren Galaanzügen begleiten sie Eric ins Penthouse und sehen endlich den Drogenproduzenten: Sportlehrer Walters. Doch ihre Tarnung fliegt auf, denn die Käufer sind die 1%-Rocker. Bei einer Schießerei werden sie von zwei DEA-Agenten (Tom Hanson und Doug Penhall) gerettet, die fünf Jahre lang undercover der Rockergruppe angehörten und bei der Schießerei sterben. Schmidt und Jenko verfolgen die Rocker. Diese wiederum verfolgen Mr. Walters, der mit ihrer Geldtasche und Molly als Geisel das Weite sucht. Mit Hilfe einer improvisierten Bombe – der Chemiekurs hat sich ausgezahlt – kann Jenko die Rocker töten. Walters droht weiterhin Molly zu erschießen. Nachdem Walters einen Schuss auf Jenko abgegeben hat (der glücklicherweise von seiner Kugelschutzweste abgefangen wird), schaltet Schmidt Walters mit einem Schuss in den Penis aus. Walters wird verhaftet, Schmidt und Jenko sind die Helden des Tages und ihr neuer Auftrag wird ein Einsatz am College sein. Im Outro finden sich hierzu einige Szenen.

Synchronisation

Die Deutsche Synchronisation stammt von der Iyuno Germany aus Berlin. Das Dialogbuch verfasste Elisabeth von Molo, für die Dialogregie war sie ebenfalls zuständig.[3]

Rolle Schauspieler Deutsche Synchronstimme
Morton Schmidt/Doug McQuaid Jonah Hill Tobias Müller
Greg Jenko/Brad McQuaid Channing Tatum Daniel Fehlow
Molly Tracey Brie Larson Kristina Tietz
Eric Molson Dave Franco Wanja Gerick
Mr. Walters Rob Riggle Stefan Fredrich
Captain Dickson Ice Cube Tobias Meister
Domingo DeRay Davis Jan-David Rönfeldt
Zack Dax Flame Maximilian Artajo
Mr. Gordon Chris Parnell Oliver Siebeck
Ms. Griggs Ellie Kemper Marie Bierstedt
Principal Dadier Jake Johnson Asad Schwarz
Deputy Chief Hardy Nick Offerman Bernd Vollbrecht
Doug Penhall Peter DeLuise Sven Gerhardt
Tom Hanson Johnny Depp David Nathan

Kritik

Bei dieser „ziemlich guten“ […] Mischung aus Screwball-Komödie, Action und Ein seltsames Paar sei es wohl „unvermeidlich, dass der Film mit Peniswitzen tapeziert sei,“ meinte der renommierte Filmkritiker Roger Ebert in der Chicago Sun-Times. Er war allerdings auch überrascht, dass der Film „lustiger und herzlicher sei, als er es sich hätte vorstellen können.“[4]

Der Cheffilmkritiker der New York Times A. O. Scott lobte, dass der Film weniger durch Verfolgungsjagden als durch die beiden Schauspieler Hill und Tatum getragen werde, weil die beiden „geschickt und nicht peinlich genug sind, die verwirrten Identitäten mal amüsant und manchmal auch rührend“ zu spielen. Seiner Meinung nach will der Film nicht zum Nachdenken anregen, sondern Spaß machen, „was er auch überraschenderweise macht.“ Allerdings habe er auch aggressive satirische Spitzen auf „Mobbing, Bigotterie und Drogenmissbrauch, ohne dabei zu riskieren anstößig zu sein.“ Generell sei die Handlung „albern, temperamentvoll und sogar clever.“[5]

Für den renommierten Filmkritiker James Berardinelli ist der Film „blöd wie leichtgewichtig“, was vor allem daran liegt, dass die „Chemie der Hauptdarsteller launenhaft, aber offensichtlich“ sei. Er meinte auch, dass „einige der lustigsten Szenen Ice Cubes Böser schwarzer Captain“ habe.[6]

Das Lexikon des internationalen Films meinte: „Eine unausgeglichene, lose auf der gleichnamigen Fernsehserie beruhende Mischung aus Teenager-Komödie, Drogenkrimi und Buddy-Movie, die reizvoll beginnt, aber bald den gängigen Versatzstücken des Actionkinos erliegt und diese mit vulgär-homophoben Scherzen würzt.“[7]

Hintergrund

Bei einem Budget von 42 Mio. spielte der Film in der Erstauswertung zwischen dem 16. März 2012 und dem 1. Juli 2012 etwas mehr als 200 Mio. US-Dollar an den weltweiten Kinokassen ein.[8]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für 21 Jump Street. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2012 (PDF; Prüf­nummer: 132 113 K).
  2. Alterskennzeichnung für 21 Jump Street. Jugendmedien­kommission.
  3. 21 Jump Street in der Deutschen Synchronkartei
  4. Roger Ebert: 21 Jump Street auf suntimes.com vom 14. März 2012 (englisch), abgerufen am 1. Mai 2012.
  5. A. O. Scott: Going Back to High School, Undercover With Badges and Baggage auf nytimes.com vom 16. März 2012 (englisch), abgerufen am 1. Mai 2012.
  6. James Berardinelli: 21 Jump Street auf reelviews.com vom 14. März 2012 (englisch), abgerufen am 1. Mai 2012.
  7. 21 Jump Street. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  8. 21 Jump Street (2012) auf boxofficemojo.com (englisch), abgerufen am 1. Mai 2012.