14th/20th King’s Hussars
Die 14th/20th King’s Hussars waren ein Kavallerieregiment der britischen Armee, das von 1922 bis 1992 bestand.
Geschichte
Das Regiment wurde am 1. Oktober 1922 gegründet, durch Verschmelzung der 14th King’s Hussars mit den 20th Hussars und hieß zunächst 14th/20th Hussars. Es war zunächst als Teil der Besatzungsarmee in Köln stationiert, bevor es 1923 nach England zurückkehrte. 1931 wurde es als Garnison in Ägypten und von 1933 bis 1941 in Indien stationiert. Am 16. Dezember 1936 wurde der Regimentsname zu 14th/20th King’s Hussars geändert.
1938 wurde das Regiment mechanisiert, mit leichten Kampfpanzern, wie den Light Tanks Mk II und Mk VI, ausgerüstet und im April 1939 dem neugegründeten Royal Armoured Corps zugeteilt.
Am 1. Februar 1941 wurde in Indien ein Teil des Regiments als 26th Hussars ausgegliedert (diese dienten weiter als Garnison in Indien und wurden 1943 aufgelöst) und das übrige Regiment im Rahmen des Zweiten Weltkriegs im selben Jahr im Irak und Iran eingesetzt. Es blieb drei Jahre im Nahen Osten, um die Ölfelder und Versorgungswege nach Russland (Persischer Korridor) zu bewachen. Dort wurde das Regiment ab Oktober 1941 mit US-amerikanischen M3-Stuart-Panzern, im Januar 1943 mit M3-Grant-Panzern und im Oktober 1943 mit M4 Sherman-Panzern ausgerüstet. Ende 1944 verlegte das Regiment von Ägypten nach Italien und half dort im April 1945 dem Regiment der 6th Gurkha Rifles bei der Eroberung der Stadt Medicina, wofür es deren Symbol der gekreuzten Khukuris als Ärmelabzeichen erhielt.
Nach Kriegsende kehrte es als Panzerausbildungsregiment nach Großbritannien zurück. Später wurde es mit Panzerwagen, dann mit Jagdpanzern und schließlich mit einer Kombination aus Spähpanzern und schweren Kampfpanzern ausgerüstet. Zu seinen Nachkriegseinsatzgebieten zählten Libyen (1952 und 1962), Malaya (1954) und Aden (1962), während einzelne Squadrons auch auf Zypern (1964–1965) dienten. Während der Unruhen in den 1970er Jahren unternahm es auch mehrere Einsätze in Nordirland. Das Regiment wechselte jedoch hauptsächlich zwischen England und Deutschland und verbrachte zwischen 1946 und 1991 über 20 Jahre in Deutschland als Teil der Britischen Rheinarmee. Einer seiner Einsätze in Deutschland erfolgte 1988, als eine Squadron auch nach West-Berlin entsandt wurde, und dort im Folgejahr den Fall der Berliner Mauer erlebte.
Nachdem das Regiment 1990–1991 im Golfkrieg eingesetzt worden war, wurde es am 4. Dezember 1992 mit den Royal Hussars (Prince of Wales’s Own) zum Regiment der King’s Royal Hussars verschmolzen. Die King’s Royal Hussars führen die Tradition der 14th/20th Hussars bis heute weiter.[1]
Colonels
Colonel-in-Chief des Regiments war:
- 1969–1992: Anne, Princess Royal[2]
Colonel of the Regiment waren:
- 1920–1930: Major-General Sir Henry West Hodgson (vormals 14th Hussars)
- 1920–1937: General Sir George de Symons Barrow (vormals 20th Hussars)
- 1937–1947: Brigadier Frank Brereton Hurndall
- 1947–1957: General Sir Richard Loudon McCreery
- 1957–1966: Colonel Robert James Stephen
- 1966–1972: Colonel Basil Bethune Neville Woodd
- 1972–1976: Lieutenant-Colonel Ralph Percy David Fortescue Allen
- 1976–1981: Major-General Peter Boucher Cavendish
- 1981–1992: Major-General Sir Joseph Michael Palmer
Battle Honours
Das Regiment führte die Battle Honours seiner beiden Vorgängerregimenter weiter. Zusätzlich wurden dem Regiment folgende Battle Honours verliehen (englische Originalbezeichnungen):
Literatur
- Lewis Balfour Oatts: Emperor’s Chambermaids. The Story of the 14th/20th King’s Hussars. Ward Lock, 1973.
Weblinks
- 14th/20th King’s Hussars bei regiments.org (Archivversion, Stand: August 2007)
- 14th/20th King’s Hussars beim National Army Museum
Einzelnachweise
- ↑ George Usher: Dictionary of British Military History. A&C Black, London 2006, ISBN 978-0-7136-7507-8, S. 136.
- ↑ London Gazette (Supplement). Nr. 44885, HMSO, London, 1. Juli 1969, S. 6782 (Digitalisat, englisch).