(8661) Ratzinger
| Asteroid (8661) Ratzinger | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Äußerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 3,005 AE |
| Exzentrizität | 0,038 |
| Perihel – Aphel | 2,8895 AE – 3,1212 AE |
| Neigung der Bahnebene | 10,560° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 37,9666° |
| Argument der Periapsis | 92,7257° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 18. April 2028 |
| Siderische Umlaufperiode | 1902,98 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 17,17 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Mittlerer Durchmesser | 13,394 ± 0,198 km |
| Albedo | 0,090 ± 0,011 |
| Rotationsperiode | 4.301035 h |
| Absolute Helligkeit | 12,48 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Lutz D. Schmadel, Freimut Börngen |
| Datum der Entdeckung | 14. Oktober 1990 |
| Andere Bezeichnung | 1990 TA13, 1969 US, 1974 TM1, 1992 CB1 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(8661) Ratzinger ist ein Asteroid und gehört zu den zahlreichen Miniplaneten, die im äußeren Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter die Sonne umkreisen. Er besitzt einen Durchmesser von etwa 13 km. Seine Rotationsperiode beträgt etwa 4,30 Stunden.
(8661) Ratzinger wurde am 14. Oktober 1990 von Lutz D. Schmadel und Freimut Börngen an der Thüringer Landessternwarte in Tautenburg entdeckt und bekam den vorläufigen Namen 1990 TA13, bevor er als Nummer 8661 katalogisiert wurde.
Weil zur Zeit der Entdeckung der damalige Kurienkardinal Joseph Aloisius Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., die vatikanischen Archive für die Wissenschaft geöffnet hatte, erhielt am 23. Mai 2000 ihm zu Ehren der vorher namenlose Asteroid die Bezeichnung „Ratzinger“.
Der Himmelskörper gehört zur Eos-Familie,[1] einer Gruppe von Asteroiden, welche typischerweise große Halbachsen von 2,95 bis 3,1 AE aufweisen, nach innen begrenzt von der Kirkwoodlücke der 7:3-Resonanz mit Jupiter,[2] sowie Bahnneigungen zwischen 8° und 12°. Die Gruppe ist nach dem Asteroiden (221) Eos benannt. Es wird vermutet, dass die Familie vor mehr als einer Milliarde Jahren durch eine Kollision entstanden ist.
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Die Familienzugehörigkeit von (2711) Aleksandrov in der Datenbank AstDyS-2 (englisch)
- ↑ David Vokrouhlický, Miroslav Brož, Alessandro Morbidelli, William Bottke, David Nesvorný, Daniel Lazzaro, Andy Rivkin: Yarkovsky footprints in the Eos family (PDF, englisch)
Weblinks
- (8661) Ratzinger in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
- (8661) Ratzinger in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory der NASA am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena, Kalifornien (englisch)
- Discovery Circumstances von (8661) Ratzinger gemäß dem Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union beim Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge, Massachusetts (englisch)
| Nummer davor | Asteroiden in nummerierter Reihenfolge | Nummer danach |
| (8660) Sano | (8661) Ratzinger | (8662) 1990 UT10 |