(724) Hapag

Asteroid
(724) Hapag
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,455 AE
Exzentrizität 0,251
Perihel – Aphel 1,839 AE – 3,071 AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 11,714°
Länge des aufsteigenden Knotens 204,2°
Argument der Periapsis 205,7°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 2. Mai 2027
Siderische Umlaufperiode 3 a 309 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 18,71 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 9,5 km ± 0,2 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,10
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 3 h 8 min
Absolute Helligkeit 13,9 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung 21. Oktober 1911
Andere Bezeichnung 1911 UP, 1988 VG2
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(724) Hapag ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 21. Oktober 1911 vom österreichischen Astronomen Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien bei einer Helligkeit von 13,8 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid ist nach der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, kurz HAPAG, benannt. Die Benennung erfolgte anlässlich der Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Hamburg im Jahr 1913.[1] Es war der erste Asteroid, der mit einem Akronym benannt wurde.

Nach ihrer Entdeckung konnte (724) Hapag nur für knapp einen Monat in Wien weiter beobachtet werden und galt danach für 77 Jahre als verloren. Am 8. November 1988 beobachteten die japanischen Astronomen Tsutomu Hioki und Nobuhiro Kawasato am Okutama Observatory bei Tokio ein Objekt, das von Syuichi Nakano als der lange verlorene Asteroid identifiziert wurde. Nach neuen Bahnbestimmungen konnte er auch auf archivierten Aufnahmen des Palomar-Observatoriums von 1953 und 1955 sowie des Siding-Spring-Observatoriums aus den Jahren 1983, 1984 und 1987 aufgefunden werden.[2]

Wissenschaftliche Auswertung

Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2012 für (724) Hapag zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 9,5 km bzw. 0,10.[3] Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2012 auf 12,6 km bzw. 0,04 geändert.[4] Nach der Reaktivierung von NEOWISE im Jahr 2013 und Registrierung neuer Daten wurden die Werte 2016 angegeben mit 9,7 km bzw. 0,04, die letzten beiden Angaben zum Durchmesser beinhalten aber hohe Unsicherheiten.[5]

Photometrische Messungen des Asteroiden fanden erstmals statt vom 29. September bis 1. November 2011 am Organ Mesa Observatory in New Mexico. Aus der während fünf Nächten aufgezeichneten Lichtkurve wurde eine Rotationsperiode von 3,1305 h bestimmt.[6] Im gleichen Zeitraum stattfindende Beobachtungen vom 17. bis 23. Oktober 2011 während drei Nächten am Stonegate Observatory in Michigan konnten dieses Ergebnis mit einer abgeleiteten Periode von 3,13 h bestätigen.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. F. Cohn: Benennung Kleiner Planeten. In: Astronomische Nachrichten. Band 196, Nr. 4688, 1913, Sp. 137–140, doi:10.1002/asna.19131961003 (PDF; 231 kB).
  2. J. Meeus: The recovery of Albert. In: More Mathematical Astronomy Morsels. Willman-Bell, Richmond VA 2002, ISBN 0-943396-74-3, S. 219–226.
  3. J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).
  4. J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, C. Nugent, M. S. Cabrera: Preliminary Analysis of WISE/NEOWISE 3-Band Cryogenic and Post-cryogenic Observations of Main Belt Asteroids. In: The Astrophysical Journal Letters. Band 759, Nr. 1, L8, 2012, S. 1–8, doi:10.1088/2041-8205/759/1/L8 (PDF; 3,27 MB).
  5. C. R. Nugent, A. Mainzer, J. Bauer, R. M. Cutri, E. A. Kramer, T. Grav, J. Masiero, S. Sonnett, E. L. Wright: NEOWISE Reactivation Mission Year Two: Asteroid Diameters and Albedos. In: The Astronomical Journal. Band 152, Nr. 3, 2016, S. 1–12, doi:10.3847/0004-6256/152/3/63 (PDF; 1,34 MB).
  6. F. Pilcher: Rotation Period Determinations for 31 Euphrosyne, 65 Cybele, 154 Bertha, 177 Irma, 200 Dynamene, 724 Hapag, 880 Herba, and 1470 Carla. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 39, Nr. 2, 2012, S. 57–60, bibcode:2012MPBu...39...57P (PDF; 994 kB).
  7. G. A. Vander Haagen: Lightcurves of 724 Hapag, 2423 Ibarruri, 4274 Karamanov, 4339 Almamater, and 5425 Vojtech. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 39, Nr. 2, 2012, S. 48–50, bibcode:2012MPBu...39...48V (PDF; 647 kB).