Ōmori Masae
Ōmori Masae (japanisch 大森 昌衛; geboren 16. Oktober 1919 in Daigo, Präfektur Ibaraki; gestorben 3. Januar 2011) war eine japanische Paläontologin, Geologin und Geowissenschaftlerin.[1]
Überblick
Masae stammte aus Daigo in der Präfektur Ibaraki. Sie studierte an der kaiserlichen Universität Tokio Geowissenschaften. Nach dem Krieg unterrichtete sie an der „Tokyo University of Education“ die Fächer Geologie und Mineralogie.[1] Hier promovierte sie 1957 mit einer Arbeit über die geologische Untersuchung des südlichen Abukuma-Hochlands im Tertiär mit besonderer Berücksichtigung der Tanagura Bruchzone. Wie ihre Kollegen Haruyoshi Fujimoto und Yanosuke Otsuka befasste sich Masae zunächst intensiv mit der Stratigraphie und Biostratigraphie. 1959 ging Masae neue Wege und gründete zusammen mit dem Geologen Ijiri Shōji u. a. eine Forschungsgesellschaft für Fossilien (化石研究会, „Fossil Research Society of Japan“)[1], die sich über morphologische Untersuchungen hinaus auch mit der anorganischen und organischen Feinstruktur und der mineralogischen Untersuchung von Biomineralien befasste. Ihre energische Forschungstätigkeit brachten ihr nicht nur internationale Anerkennung für ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Biomineralien, ihr Forschungsinstitut war damit auch der Mittelpunkt der paläontologischen Forschung in Japan. Sie befasste sich auch fachübergreifend mit Medizin, Zahnheilkunde, Fischereiwesen und der Biologie, sodass sie auch viele Forschungsbeiträge zur Paläoökologie beisteuern konnte.[1] Zu ihren mineralogischen Arbeiten gehören Studien zur Bildung von Aragonit, Kalkspat und Apatit.[1]
In den 1970er Jahren wurden die Zeiten turbulenter, denn auch in Japan kam es zu Studentenprotesten. Zudem sollte die „Tokyo University of Education“ geschlossen werden. Masae orientierte sich in Richtung Universität Tsukuba, die nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Universitätsauflösung durch das Parlament, die Lehrkräfte der Universität in Tokio aufnehmen sollte. Masae wechselte 1977 jedoch zur privaten Azabu-Universität in Sagamihara, Präfektur Kanagawa und arbeitete dort als Professorin und Leiterin der Fakultät für allgemeine Bildung weiter.[1]
Masae war Mitglied der „Geologischen Gesellschaft Japan“ (日本地質学会) und des japanischen Wissenschaftrats. Außerdem war sie Gruppenleiterin bei der Ausgrabung am Nojiri-See, einer wichtigen paläontologischen Fundstätte des Naumann-Elefanten, einer Gattung des Palaeoloxodon.
Masae Ōmori starb 2011 im Alter von 91 Jahren.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Omori, Masae A New Species of Fossil Pholadomya from the Japanese Miocene. Venus (Japanese Journal of Malacology). Vol. 17, S. 23–26, 1952.
- Omori, Masae, Shikama,T. Note on an Occurrence of Dicrocerus in-the Daigo Group of the Ibaraki Prefecture, Japan. Proceedings of the Japan Academy. Vol 28, S. 567–572, 1952.
- Omori, Masae, Kobayashi,I., Mano,K., Isogai,F. Biomineral formation of gastropods, in comparison with that of pelecypods. Biomineralization and Biological Metal Accumulation. S. 261–266, 1983.
- Omori, Masae, Fu,J. Late Precambrian cyphomegacritarchs from the Liulaobei Formation, Bagong Shan Mountain, near Shouxian, Eastern China and their mathematical simulation. Earth Science (Chikyu Kagaku). Vol 49, S. 332–340, 1995.
Weblinks
- 大森 昌衛 様の 共著関連データベース. National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, abgerufen am 29. Dezember 2025 (japanisch, Datenbank der Veröffentlichungen von Masae Ōmori).
- 化石研究会. diesselbe, abgerufen am 29. Dezember 2025 (japanisch, Webseite der von Masae mitbegründeten Fossil Research Society of Japan).