Lamington (Kuchen)

Lamington (englisch lamington [læmɪŋtən]) ist ein kleiner Kuchen, der besonders in Australien und Neuseeland bekannt ist. Er besteht aus in Würfel geschnittenem Biskuit, der mit Schokolade überzogen und dann in Kokosraspeln gewälzt wird.[1] Das oft als Dessert servierte Küchlein wurde nach Baron Lamington benannt.

Geschichte

Der Kuchen wurde nach Charles Cochrane-Baillie, 2. Baron Lamington, benannt, der von 1869 bis 1901 Gouverneur von Queensland war.[2] Es ist nicht belegt, dass der Lamington in den Küchen des Government House erfunden wurde, aber die Ehefrau des Gouverneurs dankte 1898 in einem Brief der Kochbuchautorin Hannah MacLurcan für ihr neuestes Buch. Es enthält jedoch keinen Hinweis auf den Kuchen.

Einige Quellen nennen Amy Schauer als Urheberin, die von 1897 bis 1938 Kochlehrerin am Central College in Brisbane und eine anerkannte Autorität in kulinarischen Angelegenheiten war. Sie mochte angeblich reichhaltige Kuchen und Puddings sehr. Ihr Kochbuch The Schauer Cookery Book (1909) enthielt in seiner Ausgabe von 1935 fast 200 Kuchenrezepte.

Das erste bekannte gedruckte Rezept für Lamingtons war jedoch schon 1902 im Kochteil der Wochenzeitung Queenslander erschienen und wurde einem Abonnenten zugeschrieben. Von diesem Zeitpunkt an häuften sich die Rezepte für den Kuchen.[3]

Einzelnachweise

  1. https://www.oetker.ch/rezepte/r/lamingtons
  2. Hamlyn: New Larousse Gastronomique. Octopus, 2018, ISBN 978-0-600-63587-1 (E-Book).
  3. Alan Davidson: The Oxford Companion to Food. Oxford University Press, 2014, ISBN 978-0-19-104072-6, S. 456.