Überbauung Grünau

Überbauung Grünau

Luftbild der Überbauung (April 1977)

Daten
Ort Altstetten, Zürich
Anschrift 8064 Zürich
Bauherrin Stadt Zürich, 2 × Kirchenpflegen, 4 × Baugenossenschaften
Bauzeit 1975–1976
Grundfläche 92'000 m²
Koordinaten 679400 / 250069

Die Überbauung Grünau, auch Wohnüberbauung Grünau, Grossüberbauung Grünau oder Gesamtüberbauung Grünau, ist eine in den 1970er-Jahren entstandene Wohnsiedlung in Zürich-Altstetten.

Lage

Die Überbauung liegt auf einem Grundstück, das zwischen Limmat, Europabrücke, Klärwerk Werdhölzli und Bernerstrasse liegt. Das eigentliche Areal wird durch die Strassen Tüffenwies, Grünauring, Brändlistrasse und Meierwiesenstrasse eingeschlossen.

Geschichte

Die Grünau wurde Anfang der 1970er-Jahre geplant. Sie sollte ein neues Quartier am Stadtrand werden, das die Funktion eines Zentrums wahrnehmen sollte. Dadurch sollten der Bevölkerungsrückgang in der Stadt Zürich abgeschwächt werden und möglichst schnell zusätzlicher Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Die Wohnungen sollten Bewohnern von verschiedenen Schichten zur Verfügung gestellt werden, um eine gute Durchmischung im Quartier zu erreichen. Ursprünglich waren in der Überbauung auch eine Evangelisch-reformierte Kirchen der Schweizreformierte und eine katholische Kirche vorgesehen.[1]

Das Land für die Siedlung stellte die Stadt im Baurecht zur Verfügung. Die damals grösste Überbauung der Stadt stiess bald auf Kritik wegen ihrer Grösse und fehlender Infrastruktur. Sie wurde als Ghetto wahrgenommen, in dem sich Vandalenakte abspielten und Kleinkriminalität vorhanden war.[2]

Bauwerk

Die Überbauung besteht aus zwei ungefähr 250 m langen Häuserzeilen und einem Hochhaus. Zusätzlich sind auf dem Areal eine Schule, ein Gemeinschaftszentrum und ein Alterszentrum untergebracht. Die beiden Häuserzeilen nehmen zusammen 605 Wohnungen auf, das Hochhaus weitere 100.

Verkehr

Die Überbauung Grünau ist gut an das Netz des öffentlichen Verkehrs der Stadt Zürich angebunden. Die Tramlinie 17 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) verbindet die Grünau mit dem Escher-Wyss-Platz, dem Limmatplatz und dem Zürcher Hauptbahnhof. Während der Hauptverkehrszeiten wird die Linie derzeit ab dem Hauptbahnhof über den Paradeplatz und den Bahnhof Enge bis Albisgütli verlängert. Dieser Abschnitt wird im Dezember 2025 aufgehoben.

Im Zuge von Bauarbeiten am Bahnhofquai bedient die Linie 17 ab Dezember 2025 vorübergehend die Strecke zwischen Hauptbahnhof und Bucheggplatz. Nach Abschluss der Bauarbeiten Ende 2026 ist vorgesehen, die Linie in den Hauptverkehrszeiten ab Hauptbahnhof über Paradeplatz, Bahnhof Selnau und Stauffacher bis zum Bahnhof Wiedikon zu verlängern.

Neben dem Tram verkehren zwei Buslinien in die Grünau. Die Buslinie 78 führt derzeit vom Bändliweg über den Bahnhof Altstetten nach Dunkelhölzli, während die Buslinie 307 vom Bahnhof Altstetten Nord über die Grünau nach Schlieren fährt. Ab Dezember 2025 wird die Linie 78 die Grünau nicht mehr bedienen. Stattdessen wird die neue Buslinie 45 die Verbindung in die Grünau bis Werdhölzli übernehmen.

Am östlichen Rand der Überbauung befindet sich zudem die Haltestelle Tüffenwies. Die unterhalb der Europabrücke gelegenen Haltekanten werden von der Tramlinie 17 bedient. Die auf der Brücke liegenden Haltekanten werden von den Buslinien 78, 80, 89 und 485 bedient. Diese Linien verkehren unter anderem von und nach Höngg, Unterengstringen, Altstetten, Oerlikon, Regensdorf sowie Buchs.

Die Grünau ist zudem an das Nachtnetz angeschlossen. Die Nachtbuslinie N17 verkehrt zwischen dem Zürcher Hauptbahnhof und Schlieren. Die Haltestellen in der Grünau werden dabei jedoch nur in Richtung Schlieren bedient.[3]

Literatur

Commons: Überbauung Grünau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Schweizerische Bauzeitung.
  2. Hausbiografien
  3. Medienstelle der VBZ: Grösster Fahrplanwechsel in der Geschichte der VBZ: neue Linienführungen und mehr Kapazität. 16. September 2025, abgerufen am 21. Oktober 2025.